Kälteschock


Kälteschock,

es war in der Tat ein recht sonniger Tag, auf der Terrasse in der Sonne konnte man es prima aushalten. Ich habe mich frühzeitig in den Feierabend verabschiedet mit der Bemerkung: Toller Radtag, den muss ich nun ausnutzen. Somit habe ich um 16:30 Uhr im Radsattel gesessen und bin bei guten Bedingungen losgefahren. Über den Diebesweg ging es mit der Hoffnung "Ist die Senne geöffnet?" (nein, war sie nicht) nach Sande mit der ersten Pause kurz vor Ostenland. Bis dahin war alles völlig in Ordnung, ich war sogar leicht ins Schwitzen gekommen. Leider war die Puls zu hoch, irgendetwas brüte ich aus. Ich habe leichten Kopf und zudem leichte Halsschmerzen. Ist ja glasklar, die dunkle Jahreszeit beginnt und sofort geht bei mir wieder das Dilemma mit den Erkältungen los. Weiter ging es über Espeln nach Hövelhof, um in Staumühle die 2. Pause einzulegen. Zu der Zeit war die Dunkelheit angebrochen und es war sehr schnell sehr empfindlich kühl. Ich habe gefroren und konnte die Hände kaum noch bewegen. Irgendwie habe ich mich wiederum über den Diebesweg nach Hause geschlagen, um nach 64km in 2:24h durchgefroren auf der Terrasse zu stehen.

Ich habe kaum die dicken Handschuhe von den Flossen bekommen und bin direkt ins Wohnzimmer gegangen. Ich wollte einfach nur warmwerden. Seitdem kämpfe ich mit den Erkältungssymptomen. Keine Ahnung, ob die Radtour eine gute Idee war. Wird in den nächsten Tagen aber auch die letzte bleiben. Ach ja, ich war gerade unterwegs, da kam im Edge 1050 die Warnmeldung: Akku der Varia 820 schwach. Toll, prima, super, das ist ja nicht nur Radar, sondern vor allem Rückleuchte. Und die braucht man zwingend, wenn man wahrscheinlich in der Dämmerung fahren wird. Ich habe die Varia sofort ausgeschaltet und erst auf den letzten 20 Kilometern benutzt. Hat gereicht und ich war erleichtert. Der Tag im Home Office war durchwachsen, keine Ahnung, wie das weitergehen soll. Mir fehlt echt die Fantasie, wie ein Go-Live in sieben Wochen möglich sein soll. Ich habe gerade das Gefühl, da fährt ein Zug im ICE-Tempo auf einen riesigen Prellbock zu. Egal, ich bin mittlerweile in einem Kreta-Fieber, ich kann es kaum erwarten, bis wir im Zug sowie Flieger sitzen und auf die Insel fliegen. Ich schaue mich schon virtuell um, wie sieht es aus, was kann man machen, wo bekomme ich Zigaretten wink. Antwort: In einem großen Supermarkt, die Preise liegen auf dem Niveau von Polen. Ich werde die Freigrenzen ausnutzen. Anscheinend gibt es auch meine Gauloises.

Die Garmin-Integration funktioniert wieder! Keine Ahnung warum,
Ralf

PS: Die Kaminsaison hat begonnen! Direkt nach meiner Rückkehr wurde das Feuer gezündet, mir war so kalt.



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