Wildwestroute



Wildwestroute,

laut den Wetterfröschen sollte es heute den besten Tag der Woche geben. Bevor Ihr das falsch versteht, in Dänemark in 2026 bedeutet das: Regen frühmorgens vor dem Aufstehen, dann viel Sonnenschein bis zum frühen Nachmittag, anschließend Regen und das alles bei maximal 20 Grad. Also, Hochsommer geht anders. Die Frau des Hauses wollte heute etwas unternehmen, ich: Können wir das auf morgen verschieben? Morgen soll es viel regnen, heute nicht. Sie ist dann mit der VLTJ nach Lemvig und Thyborøn gefahren, ein Ticket für umsonst konnte man bei der Ferienhausvermittlung ergattern. Ich war natürlich mit dem Litening unterwegs, wobei es eher unfreiwillig die 3. Königsetappe geworden ist. Da es starken Südwind geben sollte, hatte ich mir eine West-Ost-Route überlegt. Über Bonnet und Linde sollte es bis Struer sowie zurück gehen. Allerdings hatte ich die Route nicht auf dem Edge 1050 gespeichert, sondern bin nach dem Kopf gefahren. Der scheint immer löchriger zu werden wink, auf jeden Fall war schon die Hinfahrt länger als geplant. Zudem bin ich über die 521 von Lemvig nach Linde gefahren, ein Fehler. Denn es gibt keinen Radweg neben der Art von Bundesstraße und man teilt sich den Asphalt mit vielen LKW.

Ich war froh als ich die 521 verlassen konnte. Die weitere Fahrt bis nach Stuer verlief noch reibungslos, aber dann. Zunächst bin ich zu früh in Richtung Lemvig abgebogen und war auf einmal auf der 513, aber eigentlich wollte ich die 565 fahren. Danach bin ich in Resenstad der Ausschilderung einer Radstrecke gefolgt, ein großer Fahler, denn ich wusste nicht, wohin mich das führen würde. Im Prinzip stand ich auf einmal wieder kurz vor Struer. Danach wurde es völligst wild, sprich, ich habe mich auf unbekannten Wegen mehrfach verfahren und viele Kilometer verschwendet. Immerhin war die Fahrt durch Klosterheden Plantage sehr schön, ich habe mich an die Senne erinnert gefühlt. Auf einmal sehe ich ein Schild Lemvig vor mir und bin abgebogen, der nächste Fehler. Denn es ging von Osten in die Stadt und ich musste auch durch die Innenstadt. Wie Ihr bereits wisst, bedeutet das: Schnelle Abfahrt von der Hochfläche hinab auf Meereshöhe und dann wieder auf 50 Meter hoch. Immerhin war ich nach Lemvig auf bekanntem Terrain unterwegs und bin zum Ferienhaus gefahren. Kurz vor Strande und Vejlby ist man auf einer anderen Hochfläche, das war bei den zu der Zeit starken Südwinden echt gefährlich. Am Ende waren es 105km in 4:12h, die Beine sind aktuell sehr schwer.

Das war erneut eine Strecke, die ich in der Form mit Sicherheit nicht noch mal fahren werde. Ach ja, da die Region sehr hügelig ist, waren es zudem über 600 Höhenmeter! Zum Vergleich: Wenn ich 100km durch die Egge fahre, liege ich am Ende bei gut 1.000 Höhenmeter! Und ich bin ein Teilstück mit einem Gefälle von 11 Prozent gefahren, in Dänemark! Das war u.a. ein Grund shades, warum ich nicht umgekehrt bin, sondern mich durchgeschlagen habe,
Ralf