Elli-Beerdigung



Elli-Beerdigung,

aus gegebenem Anlass ist die Frau des Hauses bereits vorzeitig in Richtung Rheinland aufgebrochen. Es wird bei Fräulein Tochter übernachtet, um morgen früh gemeinsam die Weiterreise anzutreten. Mir war sofort klar, was das bedeutet: Kein Foltersport, denn ich liebe es im warmen Wohnzimmer ohne laufenden Fernseher meiner Musik vor dem PC sitzend zu frönen. Was für ein Monstersatz, aber ich glaube ein korrekt formulierter wink. Der Vorteil ist, ich habe mein IT-Projekt mit dem Umstieg auf ein 64-Bit-Raspbian für den Raspi 4 bereits abgeschlossen. Ich habe die Daten von der SSD gesichert und anschließend die SD-Karte auf die SSD geklont. Jetzt ist wirklich alles fertig und rennt. Insgesamt war das Projekt einfacher umzusetzen als befürchtet. Dabei bin ich allerdings auch typisch Deutsch vorgegangen: Vorher durchdenken, was man machen muss. Nicht wie Amerikaner: Einfach mal machen. Irgendwann muss ich das auch bei dem Raspi 5 machen, der als Server für FHEM dient. Den im Dezember gekauften zweiten Raspi 5 habe ich aktuell übrig. Ich habe keine Idee, was ich damit anstellen könnte. Vielleicht lasse ich den im Warenlager liegen und ersetze den Cubietruck irgendwann.

Jetzt kommen wir zum Rheinland. Der Grund ist eine Beerdigung morgen um 14 Uhr. Eigentlich war der Plan, dass der Große und ich morgen mit dem Auto nachkommen. Allerdings kommt in der Nacht Sturmtief Elli über uns. Es wird dadurch leicht wärmer mit einem Unwettermix aus allem quer über NRW: Sturm, Regen, Schnee, Schneeregen, gefrorener Boden usw. Alle offiziellen Stellen warnen davor, mit einem PKW unterwegs zu sein. Und wir wollen zweimal 200km west-/östlich durch NRW fahren. Ich weiß total nicht, was wir machen sollen: Fahren oder nicht fahren? Ich habe keine Lust über die Autobahnen zu schlittern, zumal wir nicht mit meinem VW-Elch fahren können. Der hat nämlich nur Sommerreifen. Und mit dem Zafira macht das noch viel weniger Spaß. Außerdem gibt es Risiken wie Unfälle, Sperrungen, liegengebliebene LKW usw. Vor 16 Uhr könnten wir nicht zurückfahren und kämen mitten in den Berufs-/Wochenendverkehr. Zudem wird es nachmittags wieder kühler, ergo noch mehr Glätte. Mein Bauchgefühl sagt mir: Bleib besser mit dem Arsch zuhause. Warum muss die Tante auch im Winter sterben? shades

Bleibt alles anders,
Ralf