Helle dunkle Gewitter



Helle dunkle Gewitter,

die Vorhersage war ein Volltreffer, nur von den Gewittern mit Starkregen war vorab kein Reden. Morgens lief es daher ab wie befürchtet: Nichtstun, abhängen, eine Absage per Mail an den Makler schicken, schauen, was es noch an Immobilienangeboten in der Gegend gibt. Mittags wurde dann Fräulein Tochter zum Bahnhof nach Trassenheide gebracht. Und zwar der Bahnhof in Richtung Wolgast. Das Dorf hat nämlich 2(!) Bahnhöfe. Anschließend wurde bei Edeka Böse eingekauft und in die FeWo zurückgekehrt. Zu dem Zeitpunkt hatten wir einen Lichtblick beim Wetter, kein Regen und irgendwie etwas wie leichte Sonnenstrahlen. Die Wetterfrösche waren sich uneinig, der eine: Gibt keinen Regen in den nächsten 2 Stunden, der andere: Regen in 40 Minuten. Ich habe mir daher einfach das Litening geschnappt, am Ende hatten beide Recht. Ich bin über den Hafen von Karlshagen nach Zemperin gefahren, im Hintergrund konnte ich die dunklen Wolken sehen und es fielen auch Tropfen. Also bin ich schnell über Trassenheide nach Karlshagen gefahren, die Wolken wurden wieder heller.

Also habe ich die Tour fortgesetzt in Richtung Peenemünde. In dem Ort konnte man in Richtung Rügen dunkle Wolken sehen, das sah mehr nach Weltuntergang aus, bei uns aber weiterhin nur hellere Wolken am Himmel. Somit habe ich die Radtour über den Flughafen Peenemünde fortgesetzt, unterwegs im Wäldchen in Richtung Karlshagen kam mir ein Riesentross von Jugendlichen entgegen. Ich dachte mir noch: Wer ist so bescheuert und macht einen Schulausflug mit ca. 40 pubertierenden Schülern? Und richtig, kurze Zeit später lag einer am Rand, die Lehrer über ihn gebeugt. Den Schlenker über den Hafen von Karlshagen hätte ich mir sparen sollen, denn wie aus dem Nichts wurden die Wolken dunkel, sehr dunkel und schon hörte man das Grollen. Ich habe die Oberschenkel aktiviert und bin im Vollspeed zurück zur Wohnung gefahren. Zwecklos, denn ca. 500m vor dem Ziel hat es mich erwischt, Wolkenguss. Zum Glück stand die Tür der Gartenhütte noch weit offen und ich bin direkt hineingerollt. Ich habe mir das Spektakel aus der offenen Tür angeschaut, Zigarette in der Hand wink. Wenige Minuten später habe ich unter der verdienten und extrem notwendigen heißen Dusche gestanden. Als Abendessen gab es erneut Burger aus dem Supermarkt, ich bin voll bis oben. Es reicht nun mit dem Zeug.

Morgen geht es bei Sonnenschein letztmals nach Polen frown,
Ralf