2km



2km,

so weit war ich noch vom Ferienhaus entfernt, als es passierte. Es war auf dem Stück zwischen Vrist und Vejlby, wenn der Radweg die Straße verlässt. Ihr merkt den Fehler? Ich habe den Radweg benutzt wink. Zudem ist auf dem Stück eine Baustelle und es liegt sehr viel Dreck sowie Müll auf dem Weg. Dabei muss ich mir ein kleineres Glas- oder Kunststoffstück in den Reifen gefahren haben. Ich habe sofort gemerkt, es stimmt etwas nicht, das Fahrgefühl ist anders. Schnell anhalten, tatsächlich, langsam entweicht Luft aus dem Hinterrad. Was tun? Wegen 2km das Begleitfahrzeug anrufen, ist irgendwie Blödsinn. Zumal die Frau irgendwo am Strand sein könnte, was sie auch war. Da der Reifen nicht auf einen Schlag platt war, bin ich noch einen Kilometer wie auf Eiern gefahren, ich hoffe ich habe mir nicht die Felge ruiniert. Die letzten Meter bin ich gegangen mit meinem Litening an der Hand. Auf der Terrasse habe ich sofort den Schlauch ausgetauscht. Aber Murphy hatte wieder zugeschlagen: Hinterrad und ich hatte heute Morgen die Kette frisch geölt. Auf welcher Tour war ich denn? In der Nacht habe ich nur knapp 4 Stunden geschlafen, ich bin um 5 Uhr aus dem Bett gefallen. Da der Anhang schlief und schlief, war das Frühstück erst um 8 Uhr.

Eine halbe Stunde später ging es los, ich hatte mir die Strecke um den Limfjord vorgenommen. Somit ging es nach Lemvig, wobei es dort sogar Serpentinen gibt. Man kommt aus einer Höhe von ca. 40 Metern und muss schnell auf Meereshöhe. Was ich vorab nicht wusste: Hinter Lemvik geht es genauso schnell wieder hoch und zwar noch höher auf 81 Meter. Ich habe somit einen kräftigen Berganstieg in Dänemark hinter mir. Gut zu dem Zeitpunkt war der frische Westwind, der mich quasi nach oben getrieben hat. Noch schöner war die Abfahrt in Richtung Humlum. Nach der herrlichen Fahrt über den südlichen Oddesund und die Brücke (auf dem Radweg), fing es an, mittlerweile ging es gegen den Wind und das war anstrengend, sehr anstrengend. Hinzukommt auf dem nördlichen Oddesund: Man teilt sich die 11, eine Art von Bundesstraße, mit dem motorisierten Verkehr, kein Radweg. Als Radfahrer habe ich am rechten Rand eine schmale Spur von 50cm und wenn von hinten ein dicker LKW angerauscht kommt, macht das wenig Spaß. Zudem ist man direkt an der Küste dem Wind quasi schutzlos ausgeliefert. Ich habe die 11 schnellstens verlassen, um über viele Bauernhöfe Agger zu erreichen. Auf der Landzunge habe ich in die Eisen getreten, um die Fähre um 12:20 Uhr zu erreichen.

Ich stand um 12:19 Uhr am Anleger, nur von der Fähre war weit und breit nichts zu sehen. Die kam erst ~15 Minuten später nach 3 Gauloises. Immerhin ist die Besatzung sehr nett. Thyborøn habe ich schnell verlassen, schön geht anders. Den Rest nach 100km in sehr langsamen 4:07h kennt Ihr. Rund um den Limfjord war eine interessante Tour, aber die fahre ich nicht noch mal. Zu anstrengend, zu stressig, zu gefährlich. Leider hat die GoPro gestreikt und statt eines Videos nur ein Foto aufgenommen. Ich hätte gern die Abfahrt und die Strecke über den Oddesund auf Video. Im Haus war nur noch Abliegen sowie Essen angesagt. Draußen toben gerade kräftige Böen, morgen früh soll es regnen und ab Mittags soll es sich beruhigen. Mal sehen, vielleicht fahre ich in den Osten oder Südosten, wenn eine Tour möglich sein sollte. Die 1. Königsetappe habe ich hinter mir, die zweite wird zum Ringkøbing Fjord sein,
Ralf

Dänischer Mix



Dänischer Mix,

wir hatten am Samstag nur ein halbes Weißbrot im Dagli Brugsen gekauft, daher war am frühen Morgen der Brotnotstand ausgebrochen. Wir sind noch vor dem Frühstück nach Harboøre einkaufen gefahren und sind zunächst in den REMA 1000, der frühere Aldi, gegangen. Toller Supermarkt, riesig, trotz der 1000 im Namen viele Artikel und zudem günstig. Das Allermeiste wurde in dem Supermarkt eingekauft, im Brugsen nur noch, was fehlte wie halt Weißbrot und der leckere Kuchen für Nachmittags. Zurück im Ferienhaus wurde gespeist, anschließend der obligatorische Check vom Regenradar. Es sah düster aus, dunkle Wolken im Anmarsch, die Regenmengen in Rot gefärbt. An Freizeitaktivität in der freien Natur war nicht zu denken. Wobei das nicht so ganz stimmt, denn gegen 10:30 Uhr sind wir zum Strand gegangen, noch hatte es nicht geregnet. Die Dünen sind hoch, der Puls bergauf auch, auf der anderen Seite wird man mit einem sehr breiten Strand belohnt. Da wir entgegen der Vorhersage nur ein laues Lüftchen hatten, war es wunderschön am Strand und wir sind weit in Richtung Norden gegangen. Die Schlappen hatte ich am Strandeingang abgestellt.

Es war schön mit Barfuß durch den Sand zu gehen, zügig die Jogginghose an den Waden nach oben schieben und mit den Beinen durch die Nordsee. Es hat total Spaß gemacht, das Wasser ist eher angenehm. Hätten wir Sonnenschein und wärmere Temperaturen, würde ich in die Nordsee springen. Hoffentlich bleibt es kalt shades. So ist es bei einem längeren Spaziergang geblieben. Zurück im Haus ging es los mit dem Regen, ab in meinen Alkoven, dösen und Internet. Am frühen Nachmittag hörte der Regen endlich auf, ich habe es noch ein wenig abtrocknen lassen und mich umgezogen. Ich wollte endlich mit dem Litening treten! Ich hätte noch 30 weitere Minuten warten sollen, mitunter war noch alles voller Wasser und einigen Pfützen konnte ich nicht ausweichen. Litening und ich waren schnell zugesaut. Es ging in südlicher Richtung, Strande, an dem roten Leuchtturm in Bovbjerg vorbei und bald hatte ich die Nehrung erreicht, die Nissum Fjord und Nordsee trennt. Die ca. 10km bis Thorsminde sind interessant: Links der Fjord, rechts die hohen Dünen und die Straße kerzengerade, keine Kurven. Leider musste ich die ersten 35km gegen den Wind treten. Ich bin durch Thorsminde und fast bis zum Ende des Fjords gefahren, herrlich. Auf der Rückfahrt hatte ich starke Windunterstützung, das hat gewaltigen Spaß gemacht. Selten im meinem Radleben bin ich ein Segment (8,05km) so schnell gefahren wie heute.

Das Wetter hat auch gehalten, wolkig, aber kein Regen mehr. Am Ende waren es 72km in 2:42h. Speed und Watt waren gut. Ich komme zurück zum Haus, abgeschlossen, Frau weg. Ich habe über 30 Minuten gewartet und wollte mich gerade über What's'App beschweren, da sehe ich.2 Fotos, wo sie den Schlüssel versteckt hat. Prima, warum sehe ich Idiot das nicht viel eher?!? Denn mittlerweile war es nur in Radhose ein bisschen kühl geworden und die Packung mit den Gauloises leer wink. Ich habe das Grøn Tuborg auf der Terrasse mit wenig Sonnenschein genossen und alles gesäubert, verstaut, aufgeräumt. Die Frau hatte morgens entdeckt, dass wir einen tollen Abstellraum mit Gartenmöbeln haben, in dem man auch das Rennrad unterbringen kann. Morgen soll es keinen Regen geben, hoffentlich,
Ralf

Dänisches Wetter



Dänisches Wetter,

man wird wach, wie immer zu früh, und sieht draußen Bindfäden. Den gesamten Morgen bis zum frühen Nachmittag hat es geregnet. Immerhin war es fast windstill. Hilft allerdings auch nichts, denn eine Radtour war nicht möglich. Bereits jetzt am 1. Urlaubstag stehe ich unter Druck, das Urlaubsziel von 1.000km zu erreichen. Bereits jetzt gibt es das hohe Risiko, das Ziel nicht zu schaffen. Denn das dänische Wetter soll nett beschrieben unbeständig bleiben. Allerdings muss ich auch konsequenter werden und jede Lücke nutzen. Denn nachmittags ist es zwar wolkig geblieben und windig geworden, aber es hat nicht mehr geregnet. Die Vorschau meinte was anderes mit Regen ab 16 Uhr und das hatte ich geglaubt. Morgens ab 8 Uhr habe ich daher den Film Eddington gesehen, verschenkte Lebenszeit. Der Streifen ist zwar sehr prominent besetzt und technisch einwandfrei, aber völliger Blödsinn. Nicht ansehen! Anschließend hat der komatöse Dauerschlaf eingesetzt.

Unterstützt von Ramazzotti habe ich eine Runde nach der anderen im Alkoven gedreht. Ich liebe diese kleinen abgetrennten Bereiche, man hat ein Reich für sich. Morgens gab es dänisches Weißbrot mit gesalzener Butter und der leckeren dänischen Marmelade von Den Gamle Fabrik. Abends wurden die Reste von den Rød Pølsern vertilgt mit viel Remoulade und Zwiebeln. Der Ausblick bleibt unbeständig, Wolken, Regen, Wind, alles ist im Angebot, nur keine Sonne. Rechnerisch müsste ich ab sofort an jedem Urlaubstag 85km mit meinem Litening fahren. Grundsätzlich nicht unmöglich, aber nur wenn das Wetter mitspielt. Ich muss von Tag zu Tag denken und schauen, was möglich ist. Wer mir langsam auf die Nerven geht, ist Merz. Er zeigt es jeden Tag, er kann es einfach nicht und ist völlig überfordert. Egal, was er sagt, man glaubt es nicht mehr und es bewirkt nichts. Nächsten Sonntag wird er eine dicke Klatsche bekommen, wenn die AfD die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gewinnt.

Am Mittag habe ich mich mit dänischen Immobilien beschäftigt. Ein Haus in Harboøre bekommt man bereits für knapp 100.000€. Zudem sieht das Haus gut aus und ist gut ausgestattet. Der Fahrplan wäre: Solange ich noch arbeite, wird der Sommer in Dänemark, der Winter in Paderborn verbracht, im Ruhestand wird komplett nach Dänemark umgezogen. Persönlich würde ich das durchaus in Erwägung ziehen und mir das Haus vor Ort zumindest ansehen, aber es gibt auch eine Bremse,
Ralf

Dänische Reiseankunft



Dänische Reiseankunft,

soweit haben meine Planung und ich perfekt funktioniert. Gut, dank einer Person sind wir erst um 6:52 Uhr losgefahren, aber der VW-Elch und ich können aufholen. Kurz nach 11 Uhr waren wir im Wikingerland, das ist eine Tankstelle bei Schleswig. Am Grenzübergang war stockender Verkehr, aber keine Kontrolle, so dass es zügig weiterging. Danach sind wir durch die unendlichen dänischen Weiten gerollt und standen im Stau... Das hatte es die ganze Zeit in D-Land nicht gegeben, selbst im Elbtunnel und HH nicht, aber dann im Nachbarland. Baustellen, einspurig, viel Verkehr. Aber auch das hat uns auf dem Weg nicht aufgehalten, hinter Vejle wurde es ruhiger, auf der Autobahn nichts los, so dass wir um 14:45 Uhr vor SJ Feriehusudlejning standen. Dort ist man überaus nett, wir hatten den Schlüssel (nur einen! frown) richtig schnell. Wir sind noch zum Dagli Brugsen in Harboøre gefahren, um das Allernotwendigste einzukaufen. Der Supermarkt ist nicht groß und die Auswahl eher gering. Aber wir haben alles bekommen, was wir wollten (Marmelade, Joghurt, Pølser, Remoulade, risted Zwiebeln usw.). Danach ging es endlich ins Ferienhaus. Das Haus ist viel zu groß für 2 Personen, aber bei der Buchung wusste ich ja nicht, wer mitkommt.

Aber es ist auch sehr schön, gut eingerichtet, direkte Strandnähe, hat gutes Internet, aber kein Sat. Nicht so schön finde ich den Präsentierteller, Naturgrundstück, flache Bewachsung, alle Nachbarn haben einen guten Blick zu uns. Natürlich wir zurück auch wink. Und zu meiner Überraschung ist viel los, viele Touristen, bei der Vermittlung eine kleine Schlange und permanent kamen weitere D-Autos an. Schlecht für mein Litening und mich: Der Weg zum Haus ist nicht geteert, sondern Natur mit Steinen. Schieben, trotzdem fahren? Ich werde es sehen. Um 15:27 Uhr lief Sky Go auf dem Handy, das Ziel mit perfektem Timing nach 715km erreicht! Ich habe das SCP-Spiel verfolgt und parallel wurde der Tiguan ausgepackt. War da ein Torschrei?? Nein?? Weiter. Mein mitgebrachter Repeater wurde sofort angeschlossen, alle Geräte waren und sind dadurch sofort im Netz. Zur Pause habe ich versucht, den Sky Q-Receiver trotz fehlender Schüssel zur Mitarbeit zu bewegen. Ich kann jetzt Serien und Filme streamen, aber keine Bundesliga. Ich bin wohl zu blöde, das muss ich bis zum nächsten Spieltag lösen. Daher bin ich nach der Pause auf das iPad gewechselt. Mit dem Unentschieden kann ich leben und bin zufrieden, der erste Punkt in der 1. Liga und Mainz ist keine Laufkundschaft. Nach dem Spiel bin ich in dem Alkoven in einen komaähnlichen Schlaf gefallen und wurde zum Abendessen geweckt.

Eigentlich wollte ich noch eine kurze Tour mit dem Litening fahren, das war nämlich fertig, aber... Das dänische Wetter ist durchwachsen, richtig windig, viele Wolken, aber kein Regen und ab und zu Sonne. Ich hätte fahren können,
Ralf

Dänische Projektflucht



Dänische Projektflucht,

das große Ziel ist erreicht, ich befinde mich im Urlaub! Auch wenn ich noch nicht in der entsprechenden Stimmung bin. Wird schon aufkommen. Ich weiß auch nicht, ob ich mich mehr auf den Urlaub oder auf das 1. Spiel vom SCP nach Rückkehr in die 1. Liga freue wink. Nein, der Urlaub ist wichtiger, auch wenn ich heiß auf das Spiel bin. Wir müssen zwingend um 15:30 Uhr im Ferienhaus sein. Die Erwartung ist klar, ich gebe den 1. Auswärtssieg als Vorgabe aus. Kehren wir zum Urlaub zurück. Es war ein grausamer Wettertag, viele Wolken, Gewitterwarnungen und Regen. So auch rund um 16 Uhr, die Hoffnung auf eine kürzere Ausfahrt war schnell gestorben. Ich habe auf dem Sofa gelauscht, anschließend wurden die Sachen zusammengesucht. Nach dem Abendessen wurde der VW-Elch gepackt inklusive Alkohol sowie Gauloises im Unterboden, 2 Kisten Altbier im Kofferraum sowie sogar Brennmaterial für den Kaminofen. Man will ja Spaß mit Wärme im Urlaub haben shades. Der Fahrplan steht: 6 Uhr schellt der smarte Wecker, Kaffee kochen, eine Tasse trinken und den Becher für die Fahrt füllen, 6:30 Uhr Abfahrt. Gegen 9:30 Uhr will ich das Nadelöhr Hamburg hinter mir haben, um kurz vor 11 Uhr an einem Autohof den Tiguan aufzutanken.

Diese blöde 12-Uhr-Regel in Deutschland, der Schwachsinn bringt absolut nichts und nervt nur. 12 Uhr wird die Grenze überschritten für die restlichen 270km. Ankunft in Vrist um 14:30 Uhr, Schlüssel abholen, schnell einkaufen (Risted Pølser! Den Gamle By! Der Joghurt!) und ab ins Ferienhaus. Ein Problem wird es geben, das Ferienhaus hat keine Sat-Schlüssel. Ich muss den Sky-Receiver möglichst schnell ins Internet bekommen und streamen. TV im Haus gibt es über Glasfaser. Ich hoffe, der Lichtleiter ist schnell genug für mich. Nach dem Spiel, vielleicht auch nebenbei, werde ich einen Whisky genießen (Unterboden halt) und ich habe noch leichte Hoffnung auf eine erste Ausfahrt. Mir schweben die ersten 30-40 dänischen Kilometer vor, einfahren und die Gegend kennenlernen. Zudem werde ich mir den Bauch risted vollschlagen, darauf freue ich mich enorm. Und auch auf das MacBook Air, seit Usedom war das nicht mehr in Betrieb. Kommen wir zum letzten Arbeitstag, es ging im Home-Office wieder auf High-Speed in dem geliebten Projekt weiter. Kurz vor Feierabend bzw. Urlaub kam noch eine E-Mail vom geschätzten Integrator, wer Ironie findet, kann sie gerne behalten smile, in der ich direkt angesprochen wurde. Nach wenigen Sekunden habe ich beschlossen, die Mail zu ignorieren und sofort zu verschieben...

Ach ja, es war ein total turbulenter Freitag: Um 7:30 Uhr hatte ich den nächsten von vielen Terminen beim Zahnarzt, ein Weisheitszahn ist nun behandelt. Aber die eigentliche Kernsanierung im Kiefer wird heikel, die Schäden sind doch groß. Der Zahnarzt will ins sich gehen und nach dem Urlaub besprechen wir das weitere Vorgehen. In 24 Stunden berichte ich aus dem besten Land der Welt,
Ralf

Rente statt Urlaub



Rente statt Urlaub,

der kurze Sommereinbruch hat tatsächlich stattgefunden. Wir hatten noch einmal nahe an die 30 Grad, bevor ab morgen der Herbstwetterumschwung mit kühleren Temperaturen, viel Regen und noch mehr Wind einsetzen soll. Analog zu Dänemark sind die Wetteraussichten in Paderborn recht mau. Vielleicht könnte ich auch in unserer Region keine Radtouren fahren. Da bin ich lieber in einem dänischen Ferienhaus. Somit habe ich zeitnah den Feierabend eingeleitet, ich hatte auch keinen Bock mehr im geliebten Projekt. Das war erneut einfach zuuu viel heute. Ein Review der migrierten Daten ist alles andere als trivial, speziell wenn man immer wieder durch Anrufe und Chats gestört wird. Gut, die wenigen Stunden morgen werde ich schon durchhalten. Vor allem werde ich später beginnen, Termin beim Zahnarzt, und frühzeitig wegen Urlaub in denselben gehen. Sollte ich viel öfter machen wink. Aber wie bestellt verzog sich kurz vor Feierabend die Sonne und immer mehr Wolken zogen auf. Es wird doch wohl nicht... Nein, laut Regenradar sollte es trocken bleiben und ich bin mit dem Speedmax schnell losgefahren. Ich hatte mir eine lange Tour vorgenommen, das Wetter ausnutzen und vor allem, weil die nächsten 2 Tage kein Sport möglich sein wird.

Morgen ist Packen angesagt, zudem wird es Regenschauer geben, und am Samstag fahren wir mit dem VW-Elch die 712km nach Vejlby. Der Anfang war wie so oft, Diebesweg, Sande, Ostenland, Steinhorst, dann aber weiter in Richtung Neuenkirchen, um kurz vorher nach Kaunitz abzubiegen. Ab dann wurde es wegen frischen Ostwinds ziemlich anstrengend. Über Hövelriege ging es nach Staumühle, geliebte Bank, weiter am Rand der Senne entlang nach Hause. Unterwegs wurde es immer besser, die Wolken verschwanden und die Sonne kam wieder durch. Trotz des Windes war es herrlich, ich habe die 85km in ~3.06h genossen. Die Leistung und vor allem die Geschwindigkeit waren sehr gut, ich bin zufrieden mit mir. Ausblick: Zahnarzt, 8 Stunden arbeiten, Notebook herunterfahren, alle Sachen zusammensuchen, im Wohnzimmer sammeln, das Litening reisebereit machen (heute gesäubert in der Mittagspause!), alles im VW-Elch verstauen, Soplica genießen. Ich träume davon, irgendwie noch 1,5 Stündchen inkl. 40km auf dem Speedmax unterzubringen. Vielleicht gibt es nach Feierabend eine Wolkenlücke. Das ist eigentlich jetzt die schönste Zeit des Jahres: Man freut sich tierisch auf den Urlaub, ist kurz davor, hat aber noch den ganzen Urlaub vor sich. Wenn der Urlaub erst mal anfängt, geht der viel zu schnell vorbei.

Warum kann nicht immer Urlaub sein? Nennt sich übrigens Rente shades,
Ralf

Suboptimaler August



Suboptimaler August,

eigentlich war meine Erwartung bis zum Wetterumschwung am Freitag, dass es jeden Tag wärmer wird. Heute war es allerdings kühler als gestern. Zudem gab es kaum Sonnenschein, sondern viele Wolkenbänder und bei Feierabend sah es dunkel aus. Keine optimalen Bedingungen und Lust hatte ich auch nicht. Nein, ich bereite keine Argumentationskette für einen Ruhetag vor wink. Ich habe noch schnell das Regenradar studiert, keinerlei Regenwolken weit und breit in Sicht und los ging es. Es war in großen Teilen die gleiche Strecke wie gestern, nur bin ich nach dem Feldweg zwischen Espeln und Steinhorst in Richtung Espeln gefahren, um über Hövelhof mit einem kleinen Schlenker Staumühle zu erreichen. Das Wetter war in der Zwischenzeit immerzu besser geworden, die Wolken lösten sich auf und die Sonne war am Ende wolkenlos am Himmel zu sehen. Nur der frische Ostwind hat genervt. Deswegen war ich froh nach 67km in 2:33h die Terrasse erreicht zu haben. Die Beine sind nach dem 6. Tag in Folge auch langsam müde. Auf der anderen Seite waren die Leistungen in Ordnung, ich bin sowohl mit Watt als auch mit Geschwindigkeit zufrieden.

Die Aussichten in Dänemark sind nicht gut cry, 16-17 Grad in der Spitze ist nicht wirklich warm, dazu immer wieder Regen und vor allem stürmische Böen an den ersten Tagen. Die machen mit 60-70km/h auf meinem Aero-Litening echt keinen Spaß, sind sogar gefährlich, weil die Laufräder mit hohen Felgen wie Segel wirken. Ansonsten, ich habe bereits die 2.000km im August überschritten. Bereits der zweite Monat in Folge mit der magischen Zahl. Hoffentlich kann ich das im September wiederholen und dann schaffe ich auch die 10.000km. Im Job merkt man langsam, upps, der RaBo ist ja in wenigen Arbeitsstunden verschwunden. Vor allem beim geschätzten Dienstleister scheint das angekommen zu sein. Auf einmal bekomme ich ein Login, um die Daten des 3. Testlaufs der Datenmigration zu prüfen. Leute, wie stellt Ihr Euch das vor? Für eine intensive Prüfung bräuchte ich Tage und Wochen, zudem habe ich neben dem Projekt noch anderes Tagesgeschäft. Ich denke, ich werde das einfach aussitzen. Vielleicht teste ich die Kunden, um zu zeigen, ich habe was gemacht. Bei mir fällt am Freitag gegen 16 Uhr definitiv der Bleistift. Ich werde danach noch genug zu tun haben, damit wir am Samstag um 6:30 Uhr losfahren können.

Irgendwie freue ich mich trotz der Aussichten enorm auf Dänemark,
Ralf

Optimierter Sattel



Optimierter Sattel,

der Wettermix geht weiter, wobei es wärmer geworden ist. Ich habe es im Sattel deutlich gemerkt, es ging mir besser und ich habe nicht allzu sehr gefroren. 2-3 Grad machen viel aus. Da hat es auch nicht viel ausgemacht, auf der Tour nur Wolken und kaum Sonne gesehen zu haben. Tagsüber habe ich den Sattel vom Litening neu eingestellt, 3mm nach unten und ich habe keinerlei Knieschmerzen mehr smile. Das scheint meine optimale Sattelhöhe zu sein, etwas höher und ich habe Knie, etwas tiefer und ich bringe nicht die volle Kraft auf die Kette. Ab jetzt verzichte ich auf Optimierungen. Der Tag im geliebten Projekt war erneut geprägt von vielen Meetings und obskuren Diskussionen in Chats. Manchmal sitze ich einfach nur ziemlich fassungslos vor dem Bildschirm und denke mir: Was immer Ihr eingeworfen habt, ich will es nicht haben wink. Egal, noch 72 Stunden und der VW-Elch steht gepackt vor der Tür, wenige Stunden später fahren wir nach oben und in 96 Stunden schlafe ich selig und ermattet wahrscheinlich auf einem dänischen Sofa. Der SCP rüstet weiter auf, für relativ viel Geld für den kleinen Klub scheinen zwei weitere Spieler zu uns zu kommen. Dabei ist einer ein alter Bekannter. Ich finde das gut, wenn man in der 1. Liga bleiben will, muss man investieren.

Den Feierabend habe ich nach dem letzten Meeting sofort eingeleitet, ich wollte nicht mehr. Irgendwann ist es auch gut. Schnell umziehen, eine Fluppe, Werkzeug sowie Minipumpe einpacken und das Litening schnappen. Keine 5 Minuten und es ging auf eine ähnliche Tour wie gestern, nur auf die 4km durch die Dören-Felder habe ich verzichtet, der frische Ostwind hat mich zu sehr genervt. Auf der Strecke von Ostenland nach Steinhorst habe ich einen neuen Schlenker ausprobiert. Ich wollte schon zu lange wissen, wo der kleine Feldweg endet. Antwort: An der Landstraße zwischen Espeln und Steinhorst. Weiter über Kaunitz, durch Hövelriege bis nach Staumühle, zurück über Sennelager und Diebesweg. Unterwegs drohte laut Radar immer wieder ein Schauer. Erst in Ostenland gegen 18:15, dann in Staumühle gegen 19:00 und in Paderborn ab 19:10. Unterwegs hatte ich überlegt, Risiko eingehen oder auf schnellstem Weg nach Hause?!? Da ich alleine war, war das Risiko noch höher. Bei einem Wolkenbruch hätte mich niemand abholen können. Aber ich habe mich bei klarem Schädel shades für das Risiko entschieden und bin nach 75km in 2:51h trocken zuhause angekommen. Mut wird mitunter belohnt. Ich hoffe nur an den nächsten beiden Tagen ähnliche Touren fahren zu können und nicht vom Wetter ausgebremst zu werden.

Augen zu und durch,
Ralf

PS: Dolly Parton ist unerwartet gestorben, vor wenigen Tage noch ein Interview mit ihr, neue Pläne und dann diese Nachricht, RIP!

Wettermix im August



Wettermix im August,

das Wetter ist durchwachsen, zwar gab es viel Sonne, aber zumindest für mich ist es einfach deutlich zu kühl. Ich brauche mindestens 25 Grad. Wenn ich bei ~21 Grad mit hohem Speed im Schatten unter Bäumen mit Gegenwind fahre, friere ich schnell. Wenn man auf der anderen Seite schwitzt, irgendwo muss die bei der Energiegewinnung anfallende Wärme ja hin, ist das eine blöde Kombi. Ich sitze hier mit dicken Socken sowie Strickjacke und fühle mich krank, ich huste. Hoffentlich springe ich morgen früh wieder topfit aus der Kiste. Die nächsten Tage werden komisch, zwar wärmer, aber es gibt immer wieder Wolken, Gewitter, Regen sowie Böen, hoffentlich kann ich Touren nach Feierabend unterbringen. Die Vorfreude auf Dänemark ist zwar riesig, die Wettervorhersagen dämpfen die Freude aber stark: Stürmische Böen, dagegen haben wir in Paderborn ein laues Lüftchen, nochmal kühler als hier und ebenfalls immer wieder Regen. Ich sollte ganz dicke Radklamotten einpacken, Radjacke, lange Hose, langes Trikot und die Winterhandschuhe. Und dann muss ich ganz mutig mit dem Litening nach draußen rollen und fahren...

Die Senne ist wie angekündigt schon wieder geschlossen, ich bin über Sande und Ostenland nach Steinhorst gerollt, bis dahin unterstützt von kräftigem Ostwind. In Richtung Kaunitz wurde es anstrengend, danach noch mehr. Die Sonne bei der geliebten Bank vor Staumühle konnte mich auch nicht aufwärmen, danach hatte ich wieder den kühlen Wind um die Nase. Außerdem schmerzen die Knie nun auch auf dem Speedmax, das hat aber nichts mit dem Rad zu tun, sondern mit der Überlastung durch das Litening. Sollte ich morgen mit dem Cube fahren, muss ich zwingend den Sattel vorab wieder nach unten bewegen. Immerhin war meine Leistung heute in Ordnung, wie 81km in exakt 3 Stunden zeigen. Ich stehe jetzt bei 7.569km in 2026, es wird sehr eng mit der Zielerreichung. Der Tag im Home-Office war mal wieder einer der dritten Art... Ich bin beinahe schon froh, wenn jemand mit irgendwelchen Problemen um die Ecke kommt. Dann kann ich mich richtig verbeißen und habe meine Ruhe. Nun ja, irgendwie bin ich auch relaxed, in 90 Stunden befinde ich mich im Urlaub.

Der Kopf will halt mit Zahlenspielen ausgetrickst werden shades,
Ralf

Kühle Höhe vor Dänemark



Kühle Höhe vor Dänemark,

frühmorgens war es einfach zu kalt, nichts und niemand hätte mich nach draußen auf einen Radsattel gebracht. Machst du später oder so. Somit habe ich es mir auf den Sofa bequem gemacht und den Film "Der Hochstapler–Roofman" gesehen. Sehr unterhaltsam und gut, solltet Ihr Euch anschauen! Die Story gehört in die Kategorie völlig unglaubwürdig, in der Realität würde das niemals passieren. Ist es aber, der Film basiert auf Tatsachen. Lest selbst bei Wikipedia. Anschließend war der 1. Sofaschlaf angesagt, ich bin pünktlich um 12 Uhr wachgeworden und habe direkt den Grill aus der Gartenhütte geholt. Nach wenigen Minuten glühten die ersten Kohlen. Ich bin Anhänger der traditionellen Grills. Wenn man bloß zu zweit is(s)t, ist man langsamer und kann nicht einfach den Grillrost vollpacken. Das Fleisch will geplant werden. Hat alles super geschmeckt und selbst mit meinem aktuellen Kiefer habe ich ein Nackensteak zermahlen wink. Vollgefressen lockte erneut das Sofa, ich konnte selbst abends nichts essen. Gegen 16 Uhr wurde es mir zur bunt, was machst du jetzt? Denn mittlerweile hatten wir rund 20 Grad mit viel Sonnenschein und ich keine Argumente mehr.

Außer das, du willst doch um 18 Uhr das SCP-Spiel im Pokal sehen. Bis dahin kann man auch fahren, zur Not steigst du in der 2. Halbzeit ein. Somit habe ich mich umgezogen und das Litening geschnappt. Bei der neuen Sattelhöhe muss ich dringend aktiv werden. Das hat keine Zeit bis Dänemark. Denn jetzt schmerzt auch das linke Knie und ich habe Muskelschmerzen vorne in beiden Oberschenkeln. So etwas kenne ich eigentlich nicht mehr. Wahnsinn, was die 3mm ausmachen. Gefahren bin ich natürlich durch die noch offene Senne, das aber wahrscheinlich zum letzten Mal in 2026 mad. Denn ab morgen ist die Senne bis Oktober geschlossen. Weiter ging es über Sande nach Ostenland, in Espeln bin ich direkt nach Hövelhof abgebogen. Die übliche, geliebte Pause bei Staumühle und ab durch die Senne. Mittlerweile war es deutlich kühler, ich habe gefroren, dazu die Schmerzen. Ich wollte nur noch nach Hause, daher sind es nur 69km in schwachen 2:44h geworden. Pünktlich zur 2. Halbzeit lag ich auf dem Sofa. Die neue Sattelhöhe ist kontraproduktiv, zudem haben sich die Daten bei Power Phase und beim Peak nicht verändert, null Effekt. Morgen werde ich das Speedmax benutzen. Denn in den nächsten Tagen soll der Somme eine kurze Rückkehr einlegen. Das muss ich ausnutzen.

In 6 Tagen sitze wir im Ferienhaus im besten Land der Welt, der 1. Spieltag in der 1. Bundesliga läuft und der SCP hat den 1. Auswärtssieg in der Saison in Mainz geholt. Ich hoffe nur, es ist nicht zu kalt, zu windig und/oder zu regnerisch in Dänemark,
Ralf