MSR-Nachlese 2026



MSR-Nachlese 2026,

bei meiner sechsten Teilnahme wurde man nicht besonders geehrt, auf der Startnummer war nichts zu erkennen, keine Zahl, keine besondere Farbe, ich war enttäuscht als Veteran wink. Zu genial war natürlich die Startnummer 0022, ich wurde unterwegs angesprochen: Bond! Die Anfahrt nach Neubrandenburg war stressig, im Osten gibt es einige lange Baustellen auf den Autobahnen. Besonders der Berliner Autobahnring hat total genervt. Irgendwann war ich auf der B96, aber Spaß macht die auch nicht. Enge Fahrbahnen, diese Alleen und wenn man dann mehrere LKW vor sich hat... Irgendwann nach 15 Uhr hatte ich das Ziel erreicht und nur einen Parkplatz auf der Rasenfläche bei der Parkstraße erwischt. Das Ordnungsamt war unterwegs und hat Knöllchen geschrieben, ich habe gefragt: Darf man da parken? Nein. Schreibt Ihr mich jetzt auf? Nein, bei Rasen sind wir heute tolerant. Danke! Eigentlich wollte ich im Elch noch schlafen, ging nicht. Also habe ich mich ans Werk und alles bereit gemacht. Die Strecke wurde geändert, die Bergstraße nicht gefahren. Das kam mir entgegen, denn die alternative Route hat nicht so einen starken Anstieg.

Ich habe auf den ersten Kilometern nicht so stark geschwächelt wie 2025, aber richtig rund lief es auch nicht. Daher habe ich erneut im Depot Feldberg angehalten. Dazu kam ab Kilometer 60 auch noch Regen, das mag ich überhaupt nicht. Zum Glück hat ab Neustrelitz der Regen aufgehört, langsam wurde alles trocken und die zweiten 100km liefen besser. Bis auf den Regen hat das Wetter auch mitgespielt, relativ warm und kaum Wind. Schwarz sowie Röbel waren wie immer, ich habe mich brav von Bananen sowie Blåbärssoppa in Röbel ernährt. Nach der Nossentiner Hütte hat das große Wunder eingesetzt, die letzten(!) 100km der MSR2026 waren meine besten. Auf einmal konnte ich kräftig treten, keine(!) Schmerzen mehr und es lief einfach rund. Vielleicht sollte ich nächstes Jahr von hinten nach vorne fahren shades. Zum Ergebnis: Obwohl ich meine Vorgabe erneut deutlich verfehlt habe, bin ich zufrieden. Analog zu 2025 betrug die reine Fahrzeit etwas über 12 Stunden, mit den zu vielen Pausen war ich knapp 15 Stunden unterwegs.

Im Ziel war ich nicht so kaputt wie 2025, auch den Rest des Tages hatte ich weniger Schmerzen. Zurück beim VW-Elch habe ich mich umgezogen und das Litening im Tiguan verstaut. Danach ging es nach Neustrelitz, die Frau am Bahnhof abholen. Die hatte auch ein echtes Abenteuer hinter sich, dank des Unwetters sind die Züge ausgefallen. Die geplante Abfahrt nach Mitternacht wurde abgesagt, sie hat sich dann morgens in übervollen Zügen nach Berlin geschlagen. Wir sind dann gemeinsam nach Swinemünde gefahren, sie am Steuer, ich im Schlafmodus. Noch kurz einkaufen und wir haben den Schlüssel abgeholt. Kurz nach 16 Uhr waren wir endlich in der Wohnung angekommen. Auspacken, ab zur Pizzeria Italia (super, toll!) und anschließend bin ich in einen Komaschlaf gefalleb.

Die MSR 2026 ist Geschichte!
Ralf