Routinemonster



Routinemonster,

zugegeben, es ist mir nach dem Abendessen schwer gefallen, ich schwächele wieder leicht, müde, keine Lust, aber ich bin dennoch brav in den Folterkeller verschwunden. Das Rudergerät habe ich geflissentlich ohne Reue übersprungen, ich kann mich einfach nicht überwinden. Ich habe mich also direkt auf den Rollentrainer geschwungen und bin Videos auf Kinomap gefahren. Zu harten Anstiegen auf Mallorca konnte ich mich nicht durchringen. Zunächst bin ich im französischen Alpenvorland gefahren und zwar durch das Rhone-Tal. Das Tal ist recht breit, aber links und rechts kann man die steil aufsteigenden Felsen sehen, ziemlich beeindruckende Landschaft. Sportlich weniger anstrengend, das war auch der Grund für die Wahl, weil man im relativ flachen Tal fährt und nur wenige Anstiege vorhanden sind. Danach ging es etwas steiler weiter, eine Strecke zwischen Bad Münstereifel und Bad Neuenahr. Das Video ist mehr eine Berg- und Talfahrt. Zunächst ging es zügig und schnell bergab und quasi auf der anderen Seite steil wieder nach oben. Das habe ich in den Beinen gemerkt. Nach 55km in 1:46h habe ich die heutige Einheit beendet.

Warum so kurz?? Zum einen hatte der Garmin-Coach genau diese Zeitdauer vorgegeben, zum anderen wollte ich unbedingt um 20:15 Uhr auf dem Sofa liegen, um die beiden letzten Folgen von Ku'damm 77 zu sehen. Mit einer Tanzschule habe ich persönlich zwar so gar nichts am Hut, aber mir gefiel die Geschichte um die Frauen und ich wollte unbedingt das Ende wissen. Aktuell schaue ich parallel die 1. Bundesliga, der 1.FC Köln schlägt sich erstaunlich tapfer gegen die Überbayern. Und irgendwie ist immer noch eine Verbundenheit mit Kwasniok vorhanden. Leider hat München eben das 1:2 erzielt und scheint zu gewinnen. Jetzt auch noch 1:3, das war es. Bei Matter scheint es ein Reichweitenproblem zu geben. Die Leuchte von IKEA wollte ich im Treppenhaus in der 2. Etage einsetzen, das scheint zu weit entfernt vom Echo Hub in der Küche zu sein. Jedenfalls kommt keine Verbindung zustande. Jetzt müssen sich meine Gedanken erst setzen, um dann zu entscheiden, wie es weitergehen könnte. Kein dringendes Problem, das hat Zeit. Morgen möchte ich die neue Routine fortsetzen: Home-Office, Minidiät über Nacht, Sofaschlaf und ab in den Folterkeller. Schön wäre es, wenn ich 7 Sporttage in Folge schaffe.

Wenn nur die Beine nicht so müde wären,
Ralf

Fortgesetzte Routine



Fortgesetzte Routine,

im Moment bin ich in der Spur, das bedeutet konkret: 18 Stunden Ernährungspause zwischen Abend- und Mittagessen, keine Süßigkeiten in der Nacht, und abends bin ich im Folterkeller zu finden. Was noch an der perfekten Spur fehlt: Ich muss endlich mal wieder das Rudergerät bemühen, das wurde bereits mehrere Monate nicht genutzt. Kommen wir zum Radsport, zunächst bin ich mein eigenes, neues Video auf Kinomap gefahren: Channels around Oudenburg. Die Aufnahme ist technisch gut gelungen, ein bisschen mehr Sonne wäre schön gewesen. Ich bin natürlich viel an den herrlichen Kanälen entlang gefahren, aber auch zu viel an stark befahrenen Straßen. Togal, das Video wird gut angenommen, bereits 11 User sind mir virtuell gefolgt. Anschließend bin ich eine weitere Strecke nordöstlich von München gefahren. Der Videokollege hat unglaublich viele Videos im Angebot, über 1.000. Dagegen bin ich mit meinen 74 Videos und 2.800km ein ziemlich armer Schlucker wink. Das Video vom Kollegen ist ebenfalls gelungen und es ist eine schöne Region für Radtouren.

Am Ende waren es 63km in exakt 2 Stunden, es waren halt vor allem flache Etappen, keine Anstiege. Morgen soll sich der Ablauf gerne wiederholen inkl. Sofaschlaf. Der Tag im Home-Office war durchwachsen, immerhin habe ich einen weiteren Punkt auf meiner ToDo-Liste abgearbeitet. Der Winter ist aktuell Geschichte, es sind nur noch kleine Schneeberge vorhanden. Wir haben jetzt vielmehr einen kühlen Frühling mit knapp 10 Grad. Immerhin gab es auch ein bisschen Sonnenschein. Da zudem kein Schnee mehr auf den Panels liegt, war der Stromertrag in Ordnung. Ich wusste gar nicht, dass in der 1. Bundesliga eine englische Woche auf dem Plan steht. Auf Sky könnte ich die Spiele sogar sehen, aber die erste Liga interessiert mich kaum, zu einseitig, viel zu langweilig. Am Wochenende endet endlich die Winterpause in der viel interessanteren 2. Liga. Am Sonntag spielt mein geliebter SCP und das Leben hat wieder einen Sinn shades. Natürlich erwarte ich einen Auswärtssieg, eigentlich erwarte ich 17 Siege am Stück smile.

Wünsche darf man noch haben,
Ralf

Normale Routine



Normale Routine,

endlich wieder. Der Tag im Home-Office war wie erwartet und auch nicht. Bis mittags habe ich mich wie geplant mit dem Review eines Dokumentes beschäftigt, ich fand die Liste meiner Anmerkungen imposant wink. Danach musste ich mich ungeplant mit einem Kunden beschäftigen, man möchte eine Aufstellung aller Geräte seit Anbeginn der Zeit oder so. Damit war ich die zweite Tageshälfte ausgelastet. Dadurch konnte ich nicht die neue SLA-Definition für einen anderen Kunden fortsetzen. Na ja, die Woche hat noch 4 Arbeitstage smile. Nach dem obligatorischen Sofaschlaf ging es brav in den Folterkeller, ich bin die Strecken von letzter Woche zu Ende gefahren. Zunächst war das der Mulde-Radweg bis nach Wurzen. Ich muss mich korrigieren, am Ende war und ist die Mulde doch ein recht breiter Fluss. Danach habe ich das erste Teilstück der Mallorca 312 mit den vielen Anstiegen beendet. Leider ist das Video nur in HD, aber die Landschaft ist atemberaubend imposant. Ich freue mich schon, wenn ich die Strecke selbst mit einem Rennrad fahren kann. Nur noch 7 Wochen!

Aber die Leistung der Radkollegen ist beeindruckend, ich hoffe ich schaffe das auch. Die Anstiege sind quälend lang und es geht bis auf 840 ü.NN. bei dem zweiten Stausee. Auf der rechten Seite sieht man den Puig Major, den höchsten Berg in der Serra de Tramuntana. Das Video muss ich in 4 Wochen zur Leistungskontrolle erneut fahren, kurz vor dem Urlaub ein drittes Mal. Und ich muss zwingend bei jedem Versuch schneller werden! Am Ende waren es ~42km in 1:56h. Die Leistung war in Ordnung, vor allem in der ersten Hälfte. Allerdings sind FTP sowie VO₂max weiterhin schlecht im Vergleich zum letzten oder vorletzten Jahr. Aber das ist kein Wunder, wenn man derart unregelmäßig trainiert. Ich habe bei Kinomap das allerletzte Video aus dem Belgien-Urlaub hochgeladen, Link kommt morgen. Das letzte Wort zur befürchteten Glätte: Ein Wort mit x, zum Glück war es kein Unwetter. Es ist langsam wärmer geworden, der Schnee ging in Regen über, aber trotz gefrorenem Boden war es nicht wirklich glatt. Frühmorgens konnte man auf der Straße die Autos ganz normal fahren hören und auch der Gang zur Straße war nicht gefährlich.

Endlich ist der Frost vorbei,
Ralf

Kalte Ausrede



Kalte Ausrede,

wir hatten in der Nacht bitterkalten Frost von -12 Grad, die sich dank fehlenden Windes gar nicht so kalt gefühlt haben. Aber dadurch war der Folterkeller auf 14,5 Grad ausgekühlt. Und im Wohnzimmer war es schön warm, ergo hatte ich keinerlei Lust in den kühlen Keller zu gehen. Ich bin lieber auf dem Sofa geblieben. Sport machst du am Nachmittag oder abends. Jaja, zu den Zeitpunkten war ich längst auf Sofaschlaf eingestellt und es hat keinen Foltersport gegeben. Ab morgen muss sich das dringend und ernsthaft ändern, ansonsten kann ich bald das Mallorca-Trainingslager, die MSR300 und die gesamte Freiluftsaison 2026 vergessen. Jetzt in den dunklen Jahreszeiten legt man die Grundlagen für ein erfolgreiches Jahr. Außerdem ist der fehlende Sport gar nicht gut für das Gewicht, das waren erneut 4 Ruhetage in Folge und seit Oktober zieht sich das wie ein roter Faden durch mein Sportleben. Auf Sky habe ich den Film "The Family McMullen" gesehen.

Eine typische New-York-Tragikomödie im Stil der Filme von Woody Allen. Die Stadt als Kulisse spielt eine große Rolle, die Locations, die Menschen. Wie ist der Film? Na ja, man wird unterhalten und hat den Streifen schnell wieder vergessen. In der Nacht dreht das Wetter von Winter auf leichten Frühling. Im Gepäck ist erst Schnee, der nach und nach in Regen übergehen soll. Da der Boden noch gefroren ist, könnte das die große Glätte auf Straßen und Wegen bedeuten. Das passiert alles wohl passgenau zur Rush Hour, wenn die Menschen aus dem Wochenende kommen und zur Arbeit wollen. Alle NRW-Schulen werden vorsichtshalber geschlossen, es erfolgt Distanzunterricht. Das ist wohl das Behördendeutsch für remote wink. Wie sehr liebe ich mein Home-Office, ich werde mir das schön aus dem Fenster ansehen. Nach pünktlichem Feierabend soll es endlich auf den Radsattel gehen, ich will die tollen, aber auch anstrengenden Videos in der Serra de Tramuntana auf Mallorca fortsetzen. In den nächsten 7 Wochen bis zum Urlaub darf es keine Pausen mehr geben.

Das ist kein Wunsch oder Plan, sondern ein Schwur! shades
Ralf

Frostschlaf



Frostschlaf,

es war ein Samstag voller toter Hosen. Ich muss gestern auf dem Friedhof einen Schlag mitbekommen haben: Schlafen bis 8 Uhr, trotzdem Müdigkeit über den gesamten Tag, leichter Kopf, leichter Husten. Warum sollte 2026 anders verlaufen als 2025? cry Es könnte auch im Zafira passiert sein, denn in dem Auto habe ich permanent gefroren. Ich habe Sitz- und Lenkradsitzung vom Elch bitterlich vermisst. Aber wie sage ich immer, eigentlich ist das kein Auto, sondern eine rollende Zumutung wink. Für die nächste längere Autofahrt lasse ich die Winterreifen auf den VW-Elch ziehen. Ich sollte meine Zunge hüten, das kommt viel schneller als gedacht, denn in genau 4 Wochen sind wir auf einem Grönemeyer-Konzert in Hannover. Und in die Landeshauptstadt kommen wir nur mit einem Auto. Aber vielleicht ist das winterliche Abenteuer bis dahin endgültig beendet. In der letzten Nacht gab es erneut Schnee und aktuell haben wir strengen Frost. Es soll in der Nacht unter -10 Grad gehen...

Aber ab Montag gehen die Temperaturen endlich aufwärts, es reicht mit Schnee und Kälte. Jetzt habe ich das lang genug hinausgezögert, das Geständnis heißt "kein Foltersport". Erstens die Schwäche und zweitens keine Lust, morgen muss sich das dringend ändern. Ich habe den Tag auf dem Sofa verbracht... Zunächst habe ich den Film M3GAN 2.0 auf Sky geschaut. Anders als der Vorgänger ist es eher ein Actionfilm. Kann man sehen, muss man nicht. Man wird leidlich unterhalten. Danach war zu viel Sofaschlaf angesagt. Für morgen sagt der Plan: Morgens Sport, 2 Stunden sollten reichen, und nachmittags ein weiterer Film auf Sky. Danach wird das Wochenende leider bereits vorbei sein. Immerhin wird der Montag als Arbeitstag interessant werden, denn ich werde ein Review eines Dokumentes des neuen Dienstleisters durchführen. Und ich liebe es total tongue, solche Dokumente zu zerpflücken. In den meisten Fällen ist das ein leichtes für mich. Ich habe gestern bereits einen Blick in das Dokument geworfen, es wird sehr leicht werden shades. Irgendwie brauche ich ein neues privates IT-Projekt, ich langweile mich.

Ich hasse den Januar,
Ralf

Schwache Elli



Schwache Elli,

das Sturmtief Elli hatte nur minimale Auswirkungen: Kein Sturm, nur lauer Wind, es hat in der Nacht keinen weiteren Schnee gegeben, morgens fing es an zu tauen, aber es wurde nicht rutschig. Viel Lärm um nichts. Vorab gab es Sondersendungen im TV und Warnungen ohne Ende, aber in NRW war es ein Sturm im Wasserglas. Somit konnte es gegen 10 Uhr nach kurzer Abstimmung mit Sohn Nr. 1 nur eine Entscheidung geben: Wir fahren ins Rheinland. Das Home-Office war kurz, aber intensiv. Ist ähnlich wie vor einem Urlaub, auf einmal kommen Kollegen aus der Kiste gesprungen wink. 11:30 Uhr kam der Große vorbei und wir sind sofort mit dem Zafira gestartet. Kurz vor Dortmund waren es 7 Grad (im Plus) und die Sonne kam durch smile. Allerdings wurde es ab kurz vor Wuppertal leicht kritisch: Temperatur von 2,5 Grad, Wassermassen ohne Ende von oben und es waren sogar Schneeflocken dabei. Wir sind langsamer bis Holzbüttgen gerollt und standen nach etwas über 2 Stunden just in time am Friedhof. Die Bestatter standen schon bereit, die Urne auch, der Pfaffe kam einige Minuten später und vor geringer Kulisse ging die Zeremonie vonstatten.

Das Wetter war sehr ungemütlich, man hat es kaum auf dem Friedhof ausgehalten: Kalt, Regen, windig und es wurde sich beeilt. Wir sind noch kurz an den (Ex-)Grabstellen von Verwandten vorbeigegangen und dann kam es zum Leichenschmaus. Wir sind im Akropolis eingekehrt, ein besserer griechischer Imbiss. Die Tante hatte sich von dort gerne Gyros mitbringen lassen, passte somit ideal zum Anlass. Ich hatte Grillteller plus Bifteki, satt bin ich geworden, es war auch leidlich lecker, aber kein Vergleich mit dem Poseidon. Egal, kurz nach 16 Uhr ging es über Bochum zurück und gegen 18:30 Uhr war der Trip zu Ende. Es reicht mir auch, gut 400km in 4,5 Stunden für ein Begräbnis von 10 Minuten. Gut, ist erledigt. Schön war es, eine Cousine nach Jahrzehnten wieder gesehen zu haben. In den 70ern haben wir sehr oft zusammen im Pool ihrer Großeltern geschwommen. Wie halt üblich ist der Kontakt im Erwachsenenalter abgebrochen. Foltersport hat es natürlich nicht gegeben. Ich hoffe auf morgen, habe aber Zweifel, weil ich aktuell nach dem Sofaschlaf schwächele.

In der Nacht gibt es Return of Elli, Schnee und es wird deutlich kälter,
Ralf

Elli-Beerdigung



Elli-Beerdigung,

aus gegebenem Anlass ist die Frau des Hauses bereits vorzeitig in Richtung Rheinland aufgebrochen. Es wird bei Fräulein Tochter übernachtet, um morgen früh gemeinsam die Weiterreise anzutreten. Mir war sofort klar, was das bedeutet: Kein Foltersport, denn ich liebe es im warmen Wohnzimmer ohne laufenden Fernseher meiner Musik vor dem PC sitzend zu frönen. Was für ein Monstersatz, aber ich glaube ein korrekt formulierter wink. Der Vorteil ist, ich habe mein IT-Projekt mit dem Umstieg auf ein 64-Bit-Raspbian für den Raspi 4 bereits abgeschlossen. Ich habe die Daten von der SSD gesichert und anschließend die SD-Karte auf die SSD geklont. Jetzt ist wirklich alles fertig und rennt. Insgesamt war das Projekt einfacher umzusetzen als befürchtet. Dabei bin ich allerdings auch typisch Deutsch vorgegangen: Vorher durchdenken, was man machen muss. Nicht wie Amerikaner: Einfach mal machen. Irgendwann muss ich das auch bei dem Raspi 5 machen, der als Server für FHEM dient. Den im Dezember gekauften zweiten Raspi 5 habe ich aktuell übrig. Ich habe keine Idee, was ich damit anstellen könnte. Vielleicht lasse ich den im Warenlager liegen und ersetze den Cubietruck irgendwann.

Jetzt kommen wir zum Rheinland. Der Grund ist eine Beerdigung morgen um 14 Uhr. Eigentlich war der Plan, dass der Große und ich morgen mit dem Auto nachkommen. Allerdings kommt in der Nacht Sturmtief Elli über uns. Es wird dadurch leicht wärmer mit einem Unwettermix aus allem quer über NRW: Sturm, Regen, Schnee, Schneeregen, gefrorener Boden usw. Alle offiziellen Stellen warnen davor, mit einem PKW unterwegs zu sein. Und wir wollen zweimal 200km west-/östlich durch NRW fahren. Ich weiß total nicht, was wir machen sollen: Fahren oder nicht fahren? Ich habe keine Lust über die Autobahnen zu schlittern, zumal wir nicht mit meinem VW-Elch fahren können. Der hat nämlich nur Sommerreifen. Und mit dem Zafira macht das noch viel weniger Spaß. Außerdem gibt es Risiken wie Unfälle, Sperrungen, liegengebliebene LKW usw. Vor 16 Uhr könnten wir nicht zurückfahren und kämen mitten in den Berufs-/Wochenendverkehr. Zudem wird es nachmittags wieder kühler, ergo noch mehr Glätte. Mein Bauchgefühl sagt mir: Bleib besser mit dem Arsch zuhause. Warum muss die Tante auch im Winter sterben? shades

Bleibt alles anders,
Ralf

64er Go-Live



64er Go-Live,

spontan habe ich mich vorhin entschieden, mit der vorbereiteten SD-Karte mit dem 64-Bit-Raspbian live zu gehen. Endlich! Es war soweit alles fertig: Home-Assistant, Matter-Server, FHEM, ZigBee2Mqtt und noch ein paar andere Sachen wie z.B. Cron-Skripte. Mutig habe ich die Karte in den Raspi 4 gesteckt und gebootet. Das Hochfahren klappte sofort, schnell noch die aktuellen Daten von Home Assistant, FHEM sowie ZigBee von SSD auf SD-Karte kopieren, alle Dienste starten. Der spannende Moment! Es hat fast alles sofort funktioniert, ich war und bin begeistert!!! Es war aber auch alles perfekt vorbereitet. Die Kleinigkeiten mit Fehlern konnte ich schnell beheben, es rennt alles! Pilight konnte ich nicht installieren, das gibt es für 64-Bit-Trixie einfach nicht. Aber ich habe einen Workaround gefunden, nämlich pilight auf dem Raspi 3, und bis auf eine Steckdose kann ich alles schalten. Entweder ist diese Steckdose zu weit vom Funkmodul im Raspi 3 entfernt oder es gibt noch ein anderes Problem. Aber das werde ich noch lösen. Ich werde den Raspi 4 jetzt einige Tage mit der SD-Karte laufen lassen und anschließend von Karte auf SSD wechseln.

Ansonsten war der Tag eine Kopie des gestrigen. Recht zähes Home-Office, gesundheitlicher Einbruch kurz vor Feierabend und langer Sofaschlaf. Dennoch bin ich erneut nach dem Abendbrot in den Folterkeller abgebogen und habe auf der Rolle getreten. Dabei gab es einen Unterschied zu gestern, ich hatte absolut keine Lust auf Anstiege und wollte nur flachere Etappen fahren. Es ist ein Video an der Loire geworden, östlich von Orléans. Sehr schöne Landschaft, man hat viel zu sehen. Danach ging es den Mulde-Radweg entlang, u.a. auch durch Grimma. Wenn man das heute sieht, kann man sich die Flutkatastrophe vor vielen Jahren nicht vorstellen. Die Mulde ist nicht klein, aber auch kein riesiger Fluss wie Donau oder Rhein. Wie nur konnte die Mulde ein derart reißender Strom werden? Was mich gewundert hat, war meine Leistung: Die weitaus beste seit vielen Tagen. Die Disziplin der letzten 4 Tage zeigt Wirkung, ich muss am Ball bleiben. Am Ende waren es ~51km in 1:33h, Zielerreichung.

Morgen folgt hoffentlich der gleiche Ablauf am nächsten Wintertag,
Ralf

Mallorca 312



Mallorca 312,

ich war im Folterkeller, wann wieso warum später mehr. Auf Kinomap habe ich nur ein langes Video auf Mallorca gefunden, Start im Süden vom geliebten tongue Alcúdia am Platja de Muro und es geht über Pollença ins Tramuntana bis zu den beiden Stauseen. Das Video startet im Morgengrauen, Heerscharen von Radfahrern mit Lichtern unterwegs, die Strecke von Polizei und Streckenposten abgesichert, ich dachte mir, was ist das denn? Eben habe ich recherchiert, das ist quasi die MSR von Mallorca: 312km quer durch das Gebirge und über die Insel, herrlich. Die Veranstaltung scheint jedes Jahr Ende April stattzufinden. Mein Gehirn hat natürlich sofort rotiert, ich will auch teilnehmen! Dieses Jahr klappt das natürlich nicht mehr, aber ich muss mir das Event für die nächsten Jahre merken. Wobei die Höhenmeter natürlich eine ganz andere Hausnummer als bei der MSR sind. Alleine auf den ersten 54km, also das Video, sind es über 1.000 Höhenmeter. Der Pass bei den Stauseen liegt auf über 800m ü. NN. Um das zu überstehen, muss man in Topform sein.

Das gilt aber auch für mich Anfang März, denn genau diese Strecke will ich u.a. fahren. Das dürfte absolut die Königsstrecke werden, wenn ich die schaffe. Aber es wäre ein herausragendes Highlight, diese Landschaft, die Ausblicke, der Kampf gegen sich selbst. Meine heutige Leistung war besser als gestern, das hätte ich nicht für möglich gehalten denn: Ich schwächele wieder, gegen 15 Uhr kam der nächste Rückfall, Husten und Kopf. Ich habe im Home-Office noch eine Stunde durchgehalten und anschließend 2 Stunden auf dem Sofa geschlafen. Nach dem Abendessen gegen 18:30 Uhr kam die in solchen Fällen übliche Grübelei: Folterkeller oder nicht?!? Zum Glück habe ich mich für das Training entschieden und wollte nur eine gute Stunde treten, um in der Spur zu bleiben. Am Ende lief es besser als gedacht, die 32km in 1:31h haben Spaß gemacht. Morgen will ich das Video der 312 zu Ende fahren, vielleicht gibt es noch einige kürzere Videos von Mallorca. Erneut ~90 Minuten sollten reichen, ich darf nicht übertreiben.

Neues Jahr, alte Routinen in jeglicher Hinsicht,
Ralf

Ende der Magie



Ende der Magie,

traditionell erfolgt Anfang Januar das 1. Lowlight des Jahres: Nach 31 Tagen wurde der Tannenbaum aus dem Wohnzimmer verbannt. Der arme, kleine Baum liegt nun tapfer an der Straße und wartet auf die morgige Abfuhr. Es fehlt mir jetzt schon der morgendliche Befehl an Alexa, das bunte Leuchten der Twinkly-Kette, die magische Zeit. Jetzt muss ich wieder 11 Monate bis zum nächsten Baum warten. Aber nach rund vier Wochen ist ein Baum wie einbalsamiert, hat kein Leben mehr in sich, riecht vermodert und die Nadeln halten nur noch durch pure Magie. Ansonsten war der Tag im Home-Office hart, ich wollte den smarten Wecker um 6:30 Uhr gar nicht hören. Dennoch habe ich pünktlich um 7 Uhr im Bürostuhl gesessen, zunächst wurde der Mailberg gesichtet und anschließend die Systeme gecheckt. Erste Meetings sowie Telefonate hat es auch gegeben. Ich war froh als kurz nach 16 Uhr der erste Feierabend in 2026 erreicht war. Denn bis dahin habe ich den ganzen Tag über gesundheitlich prima durchgehalten, kurz vor Feierabend gab es einen kleinen Rückfall.

Ich wollte nur noch schlafen, was auf dem Sofa ohne Tannenbaum im Nacken auch gelang. Dennoch war ich brav im Folterkeller. Denn meine sportliche Form ist schlecht, die Leistung mies und ich bin viel schnell viel zu platt. Und dagegen hilft nur Training. Zunächst bin ich die Tour im Tramuntana zu Ende gefahren, es geht auf über 600m ü. NN. Da man von Meereshöhe startet, ist das sportlich anspruchsvoll. Ich freue mich trotzdem enormst auf die Touren im echten Malle-Leben! Eigentlich wollte ich nur 100 Minuten treten. Am Ende sind es 34km in 1:48h geworden, weil ich unbedingt noch das Video hoch zum Puig de Randa fahren musste. Da ich den Berg bereits im echten Leben hinaufgeklettert bin, kann ich mich nicht damit herausreden, ich hätte von nichts gewusst. Anstrengend, aber schön. Die Ausblicke unterwegs und von oben sind herrlich. Allerdings ist der Puig von Alcúdia zu weit entfernt, ich werde mich im März nur auf die Tramuntana konzentrieren. Morgen würde ich den Tag zu gerne wiederholen, Home-Office und abends virtuell über Mallorca fahren. Ach ja, leider setzt sich der Winter fest, es ist weiterhin kalt und es schneit sogar.

Langsam reicht es, ich will Frühling,
Ralf