Senile Störtebeker-Flucht



Senile Störtebeker-Flucht,

ich bin seit ~4:45 Uhr auf den Beinen, habe ich einen letzten Strandspaziergang (die Windböen hatten nicht gestört, weil aus Richtung Westen) von 90 Minuten hinter mir, schwere Beine von der Radtour und bin 620km mit dem VW-Elch gefahren. Ergebnis: Ich bin nicht die Spur von müde und wie aufgekratzt. Das liegt vor allem an dem Raspberry Pi 4, den ich nach meinem Remote-Update im Urlaub (eine sehr doofe Idee über eine Mobilfunkverbindung cry) nicht wieder zum Leben erwecken kann. Installiere ich ein nacktes Raspbian, bootet die Kiste. Boote ich von der Festplatte mit einer neu kopierten Bootpartition, dann passiert nichts, das Teil wie tot. Es wird mir nichts anderes übrig bleiben als den Raspi 4 an einen Monitor anzuschließen, um live die Ausgaben zu verfolgen. Das werde ich morgen früh machen, da ich beschlossen habe keinerlei Sport zu machen. Auf Folterkeller habe ich keine Lust und eine Radtour geht nicht wegen Wind, Kälte und Regen.

Das frühe Aufstehen kam übrigens vom Störtebeker-Bier und einem nächtlichen Kampf wink um Kissen sowie Bettlaken mit der Frau. Das wurde mir zumindest erzählt, ich bekomme von so etwas ja nichts mit. Kommen wir zum Ende des Urlaubs: Gegen 9 Uhr waren letztmals die genialen Brötchen von Emma verspeist, der Elch stand gepackt vor der Tür der FeWo und wartete auf die Rückfahrt. Es ging ein letztes Mal zu Edeka Paul (s.o. leere Bierflaschen in Geld eintauschen) und kurz vor Greifswald habe ich für 98,9ct den Liter Diesel getankt (Verbrauch auf Hinfahrt: 7l/100km, ganz ok). Die Fahrt war durchwachsen, zwischen Greifswald und Rostock habe ich mich verfahren, weil das Navi wg. Stau (Triebsees!) durcheinander war. Wir sind leider ca. 20km in falscher Richtung nach Neubrandenburg frown gefahren. Hamburg war der übliche Terror und auf der A7 ist ein LKW liegen geblieben, es gab sofort einen 5km-Stau und wir mittendrin. Aber besser als die Gegenseite, da war ein frischer Unfall und die Richtung komplett dicht. Dann habe ich ein neues Rudergerät bestellt, zufällig war bei Netto-Online ein passendes im Angebot und die nehmen noch nicht einmal Versandkosten. Das alte hat den Geist aufgegeben, die Zugschnur wird nicht mehr aufgerollt Kann man anscheinend nicht reparieren.

Kurz vor 17 Uhr war der Urlaub definitiv zu Ende und ich sitze hier mit einem tiefen Blues, was ist es schön in Karlshagen und ich vermisse den Ort bereits jetzt. Fast ein Jahr muss ich bis zum nächsten Urlaub warten,
Ralf

Achterwasser-Rundfahrt



Achterwasser-Rundfahrt,

was dem einen die Tour de France, ist dem anderen die... wink Ich habe es wirklich getan! Ich bin einmal um das Achterwasser gefahren, Punkt auf der ToDo-Liste erledigt. Der Tag war suboptimal gestartet, windig und zu viele Wolken, in der Nacht muss es einiges an Regen gegeben haben. Auf jeden Fall standen bei dem morgendlichen Spaziergang am Strand die Pfützen auf den Wegen und selbst am Strand. Andererseits waren die Bedingungen zwischen 6 und 8 Uhr akzeptabel, der Spaziergang hat Spaß gemacht. Gegen 11 Uhr wurde es mir aber zu bunt, was machen wir heute?!? Die Frauen meinten, sie beschäftigen sich schon irgendwie, die Bahn war frei für mich smile. Kurz nach 11 Uhr bin ich auf die Piste gegangen, meine Erwartungen schwankten zwischen "Nach 10km gebe ich auf" und "Ich ziehe das durch". Es ist das letztere geworden, nach ganz genau 130km war die Radtour nach gut 5 Stunden zu Ende, es gab neue Bestleistungen!! Dabei hatte Google-Maps knapp 110km ausgegeben. Neben Google kommen die Abweichungen dadurch zu Stande, dass ich mich zwei Mal verfahren habe.

Das erste Mal war, als ich auf den Lieper Winkel abbiegen wollte. Ich habe die berechnete Abfahrt verpasst und bin rund 10km zu viel gefahren. Aber der Winkel war eine Erfahrung, da ist absolut gar nichts los! Außer einem Irren in einem VW-Pickup, der die grundlegenden Fähigkeiten zum Führen eines Autos absolut nicht beherrscht. Gut, er hat einen verbalen Konter bekommen, nachdem er meinte, bei geöffnetem Fenster einen Kommentar los werden zu müssen. Weiter ging es über die Stadt Usedom und die zweite Hubbrücke, die auf die Insel führt. Kurz danach habe ich mich das zweite Mal verfahren und bin über Lassan gefahren. Allerdings bin ich dort die schnellsten 5km dieser Tour gefahren. Insgesamt kann ich eins schreiben: Ich habe heute die schlechtesten Straßen meines Lebens gesehen. Gefühlt müssen die das erste Mal vor über 80 Jahren von der deutschen Wehrmacht geflickt worden sein shades. Ich hatte echt Angst um mein Rennrad! In Wolgast wurde ich mal wieder von einem (örtlichen) Autofahrer angehupt. Der stand, kommend von einer Seitenstraße, mitten auf dem Fahrradweg. Ich habe lautstark und mit Gesten mein Missfallen zum Ausdruck gebracht. Da hupt der Bekloppte doch einfach mehrfach.

Ich werde immer wieder bestärkt solche Teilnehmer am Verkehr anzuzeigen. Nächstes Mal mache ich Fotos und ziehe das durch! Die Menschen in dieser Region können einfach kein Auto fahren!!! Entweder haben die keinen Führerschein oder den in Polen erworben. Da ich zudem circa ~10km gegangen bin, habe ich aktuell rund 140km in den Beinen! Warum ich das gemacht habe? Wahrscheinlich um gleich müde einfach ins Bett zu fallen und nicht in Wehmut zu versinken. Aber es gibt Neuigkeiten! In 2021 werden wir nicht nur 2 Wochen, sondern gleich 3 Wochen in Karlshagen sein! Der Groschen fiel bei mir, als mir klar wurde, dass in den zwei gebuchten Wochen zwei Feiertage enthalten sind. Daraus lässt sich doch locker eine dritte Woche bauen smile. Und vielleicht machen wir Ende Oktober noch eine Woche auf Usedom Halt, der morgige Schmerz lässt sich ertragen,
Ralf

Rekordlieferung



Rekordlieferung,

ich denke Amazon hat sich selber übertroffen: Aus gegebenem Anlass habe ich mir neue Handschuhe bestellt, u.a. die gleichen wie in der Vergangenheit erneut bei dem Online-Riesen. Meine Bestellung habe ich gestern um 18:28 Uhr aufgegeben, heute um 12:08 Uhr wurde das kleine Päckchen von DHL bei uns in den Briefkasten gesteckt, d.h. es waren keine 18 Stunden vergangen!!! Die zeitgleich bei fahrrad.de gekauften, etwas wärmeren Handschuhe für den Übergang sind dagegen noch nicht einmal in den Versand gegangen... So manche Webshops können sich eine dicke Scheibe von Amazon abschneiden. Was mich total verwundert, und ich habe absolut gar keine Erklärung dafür, sind die Spritpreise ab Wolgast und somit auch auf Usedom. Werden in Paderborn, und auch in Greifswald (was nur ca. 25km von Wolgast entfernt ist), nur 95,9ct für den Liter Diesel aufgerufen, sind es hier in der näheren Umgebung 122,9ct. Das ist kein einmaliger Ausrutscher, diese Preisdifferenz existiert, seit wir auf Usedom sind. Fazit: Für die Rückfahrt muss ich tanken, das werden wir aber bei einem Zwischenstopp in Greifswald machen. Einfacher kann man nicht mal eben 15€ sparen.

Der heutige Tag war durchwachsen, am frühen Morgen bis zum frühen Nachmittag noch weitgehend sonnig, aber sehr windig aus Richtung Osten. Das ist gerade am Strand schlecht, da die Böen dadurch von "vorne", d.h. direkt von der Ostsee kommen. Ich habe mir daher ein windstilles Plätzchen in den Dünen gesucht und dort war es prima, es war geradezu herrlich. Vom Wind habe ich nichts mitbekommen, gleichzeitig konnte ich die Sonne genießen. Außerdem hatte ich durch den leicht erhöhten Platz eine prima Rundumsicht und konnte den ganzen Strand beobachten wink. Es war aber leider aufgrund des Windes nicht viel los. Ansonsten habe ich viel geschlafen, über den Tag sind es ~10 Stunden geworden, keine Ahnung, was mit mir los ist. Bei mir setzt langsam der Blues ein: In gut 24 Stunden schreibe ich meinen letzten Blogbeitrag von Usedom in 2020, keine 48 Stunden mehr und wir sind bereits wieder zu Hause in Paderborn frown. Ein Urlaub geht einfach viel zu schnell vorbei...

Ach ja, bei Edeka Paul waren wir auch, entgegen unserer Angewohnheit schon um 9 Uhr und das scheint eine gute Uhrzeit zu sein. Es war voll, ja, aber nicht so voll wie gegen 12 Uhr. Leider wurden die Getränkevorräte noch nicht bei Paul aufgefüllt, der Biervorrat lässt sehr zu wünschen übrig. Ich habe gerade mal 4(!) Flaschen vom herrlichen Bernstein-Weizenbier von Störtebeker bekommen. Eigentlich war der Plan, eine 20er-Kiste zu kaufen und die meisten Flaschen mit nach Hause zu nehmen. Wahrscheinlich auch eine Folge von Corona shades,
Ralf

Komplette Usedom-Urlaubstagesplanung



Komplette Usedom-Urlaubstagesplanung,

ich hatte den gesamten Tag planmäßig durch getaktet: Spaziergang - Frühstück - Strand - Vitus-Tour - Strand - Pommernstube, um 18 Uhr am Ende sein. Nach diesen 12 Stunden war ich buchstäblich fertig. Um 6 Uhr ging es auf einen zweistündigen Spaziergang am Strand bis kurz vor Trassenheide. Bei wenig Wind und strahlend blauem Himmel war es einfach nur herrlich, nur leicht zu kalt. Zurück von Emma's Laden (natürlich mit Warteschlange) gab es Knoten mit dem richtigen Honig (Edeka Paul war gestern wieder lieferfähig) und vor allem Schrippen mit Katenschinken von Paul. Der ist zart geschnitten einfach der Hammer! Um 9 Uhr bin ich direkt an den Strand gegangen, bei recht strammem Ostwind sind es 2 3/4 Stunden im Sand geworden. Zurück in der FeWo wurde nicht lange getrödelt, sondern ich habe mir sofort alle Radutensilien geschnappt und bin auf eine 50km-Runde gegangen. Es war die Usedom-Westtour, die ich mir für gestern überlegt hatte: Über Mölschow nach Wolgast, weiter nach Ziemitz und Krummin.

Von dort am Achterwasser entlang, was im Prinzip wunderbar, aber ein Fehler war: Ich konnte rund 5km auf feinster wink DDR-Betonplatte fahren, das ist für ein Rennrad tödlich und erfordert höchste Aufmerksamkeit. Zudem kann man nicht schneller als 15-16km/h fahren, was mir völlig den Schnitt versaut hat. Die restliche Tour bin ich immer zwischen 28 und 29 km/h im Durchschnitt gefahren, trotz des Ostwindes trat es einfach super. Über Neuendorf ging es nach Lütow und zurück über Zinnowitz und Trassenheide. Aber dann: Direkt hinter dem Ortsschild von Karlshagen nimmt mir doch ein grüner Mercedes-Transporter (VG-Kennzeichen!) die Vorfahrt! Ich musste alle Fahrkünste aufbieten, um einen Unfall zu vermeiden: Ich(!) fahre vorbildlich auf dem Radweg, bei der Einfahrt von einer Seitenstraße steht die ältere Tussi halb auf dem Radweg, um auf die Landstraße abzubiegen. Ich dachte noch, ist eng, aber du fährst vor dem Transporter her, das reicht. Ich bin kurz vor dem Überholvorgang, da sieht die eine Lücke und fährt einfach los, achtet gar nicht auf mich. Sofort lege ich eine Vollbremsung hin und rutsche am hinteren Ende vom Mercedes vorbei.

Es ist nichts passiert außer meiner tierischen Aufregung und den diversen Flüchen, die ich hinterher geschickt habe. Deswegen habe ich nicht angehalten und bin weiter gefahren. Eigentlich hätte ich diese Tante zur Rede stellen und anzeigen(!) müssen. Aber dazu hatte ich keine Zeit: Immer noch auf 180 ging es nach Rückkehr von der FeWo direkt für weitere 2 Stunden an den Strand. Es war wiederum toll!!! Abgeschlossen wurde der Tag mit einem herrlichen Essen in der Pommernstube: Soljanka sowie große Fischplatte! Zwei Tage nur noch, ich vermisse die Insel schon jetzt. ABER: Der Urlaub in 2021 ist bereits gebucht, ab dem 22. Mai geht es für 14 Tage in unsere alte Ferienwohnung smile,
Ralf

Perfektionsannäherung



Perfektionsannäherung,

es war eine erneute Steigerung im Vergleich zu gestern, das Wetter war noch näher an der Perfektion! Bereits am frühen Morgen war es gefühlt angenehm warm (real waren es nur ca. 12-13 Grad) bei strahlend blauem Himmel. Deshalb, und weil ich erst kurz nach 6 Uhr aus dem Bett gefallen bin, habe ich meinen Plan spontan geändert: Ich habe keine morgendliche Rennradtour gemacht, sondern bin für über eine Stunde am Strand spaziert. Es war einfach nur herrlich! Zudem war kaum etwas los, nur ganz wenige Menschen hatten sich zu der frühen Stunde am Strand verirrt. Bei Emma's Laden war ich bereits vor der Öffnungszeit um 7:30 Uhr und stand trotzdem in einer Schlange an vierter Position. Momentan scheint es völlig egal zu sein, wann man bei Emma ist. Man steht immer in einer Schlange. Daher werde ich morgen früh darauf verzichten, die Brötchen möglichst früh zu bekommen. Leider wird es bereits das viertletzte Mal sein frown.

Direkt nach dem Frühstück bin ich um 9 Uhr an den Strand gegangen und es war fantastisch! Zudem gab es um diese Uhrzeit keinen Betrieb, nur wenige Menschen, und ich konnte ungestört einen längeren Spaziergang in Richtung Peenemünde machen. Auf der Decke wurde es ab 10 Uhr kuschelig warm und erstaunlicherweise floss der Schweiß. Ich bin daher sogar erstmals in die Ostsee gegangen (wortwörtlich). Ins Meer gesprungen kann man kaum schreiben wink, denn die Ostsee ist kalt, richtig kalt. Tiefer als bis zum Bauchnabel habe ich mich nicht getraut. Aber: Wenn man einmal im Wasser ist und sich daran gewöhnt hat, will man nicht wieder heraus. Kurz vor 12 Uhr bin ich zurück in die FeWo, einzelne Körperpartien waren schon bedenklich rot cry. Meine flexible Planänderung für heute, s.o., sah eigentlich vor: Ab nach Edeka Paul, die Radtour nachholen und sofort wieder an den Strand. Edeka haben wir noch geschafft, aber es war unglaublich, gefühlt war der Laden ausverkauft und leer. Zumindest bei den aus meiner Sicht systemrelevanten Artikeln, also Getränke und Bier shades.

Das war es aber mit dem Plan, ich wollte nur ein kurzes Nickerchen im Bett machen und bin über 2 Stunden später wieder aufgewacht... Beim zweiten Strandbesuch war es bereits nach 16 Uhr und leider nicht mehr so warm, was vor allem an dem aufkommenden Wind lag. Außerdem gab es ein paar Wolken. Abends hatte ich daher auch keine Lust mehr auf mein Rennrad. Und leider war es nicht nur der bisher beste Strandtags des Urlaubs, sondern es wird auch der beste bleiben. Ab morgen ändert sich das Wetter, es wird erheblich kühler und auch windiger. Der negative Höhepunkt wird am Freitag sein mit viel Regen,
Ralf

Nahezu perfekter Sonnentag



Nahezu perfekter Sonnentag,

es war ein herrlicher Tag, ein Tag an dem man erneut feststellt, warum ein Urlaub auf Usedom mit zu den besten gehört, die man machen kann. Wie geplant habe ich keinen Radsport gemacht, auch ein langer Strandspaziergang stand nicht auf meiner ToDo-Liste. Die gestrigen 121km auf dem Radsattel mussten erst verarbeitet werden. Ich habe erstaunlich lange bis 6 Uhr geschlafen und auf dem Sofa abgehangen. Kurz vor 7 Uhr bin ich zu einem kurzen Spaziergang aufgebrochen, um pünktlich gegen 7:30 Uhr bei Emma's Laden zu sein. Warum pünktlich, im Urlaub?!? Weil der Laden über Pfingsten überrannt wird und man später (gestrige Erfahrung!) in einer Schlange mit Maske anstehen muss (hat man auf einem Rennrad natürlich nicht dabei). Das war leider um 7:35 Uhr auch nicht anders frown. Auf jeden Fall war es um diese Uhrzeit noch recht windig am Strand, aber der Wind flaute immer mehr ab. Um 9:30 Uhr ging es zur ersten Einheit an den Strand, man konnte es mittlerweile im Windschatten eines Strandkorbs locker aushalten. Warm geht trotz blauen Himmels zwar anders, aber man muss auch mit Kleinigkeiten zufrieden sein.

Nach einer längeren Mittagspause ging es ab zur zweiten Einheit, der Wind war nur noch ein Lüftchen und bei prallem Sonnenschein war es einfach nur herrlich am Strand. Es war in Summe ein wunderschöner Strandtag und morgen soll es eine Wiederholung geben mit Temperaturen über 20 Grad! Selbst meine Haut hat gejubelt und ist vor lauter Begeisterung rot angelaufen! wink Im Ernst, an einigen Stellen, z.B. Füße, habe ich mir einen Sonnenbrand geholt. Egal, da muss der Körper durch. In Summe war ich 4,5 Stunden im Sand, ich habe jede Sekunde genossen. Das Abendessen war rustikal mit einem Besuch in der Dönerbude Halil in Zinnowitz. Das Dönerfleisch war gut, aber die Pommes viel zu knusprig und nahe an der Ungenießbarkeit. Aber die Bude ist ein Renner, lange Schlange bis draußen auf den Bürgersteig. Was sagen meine Pläne für morgen: Mindestens so lange an den Strand wie heute, bei Edeka Paul Nachschub vom Bernstein-Weizenbier einkaufen (die hatten glatt über dem Pfingstwochenende nicht auf. Und ich dachte, das wäre hier eine Touristenhochburg? shades) und früh am Morgen eine Radtour fahren. 50km sollten reichen.

Warum bin ich nicht hier geboren worden und würde in Karlshagen leben, fragt sich,
Ralf

Doppelte Radtour



Doppelte Radtour,

wie angekündigt war es ein eher stürmischer Tag, so dass an einen Strandbesuch nicht zu denken war. Es hat direkt nach dem Frühstück nur zu einem kurzen Spaziergang, 3/4 Stunde, am Strand gereicht. Vorab gab es allerdings eine kürzere Radtour. Gegen 6 Uhr lag ich auf dem Sofa und grübelte vor mich hin: Soll ich fahren oder nicht?! Da ich nicht wusste, ob im Laufe des Sonntags eine längere Radtour möglich sein würde, habe ich mich entschlossen den Tag kurz nach 6 Uhr mit einer Tour zu beginnen. Es ging über Peenemünde am Hafen von Karlshagen entlang (wunderschöne Schotterwege und die beliebten DDR-Waschbetonplatten über mehrere Kilometer. Wer Ironie findet, kann die behalten wink), weiter nach Wolgast und über Krummin sowie Trassenheide zurück. In Summe waren es 39km in 85min, der Wind hat kaum eine Rolle gespielt. Nur kurz vor Krummin hatte ich den Eindruck ich würde stillstehen.

Bei Emma's Laden war anschließend der Bär los, ich stand 10 Minuten in der Schlange. Das habe ich dieses Jahr noch gar nicht erlebt. Wie überhaupt die Dünenresidenz aktuell sehr gut belegt ist. Anscheinend atmet das deutsche Land auf und die Menschen wollen raus, wollen was anderes sehen nach über 2 Monaten in der "Corona-Quarantäne". Nach dem Spaziergang ging es an die weitere Tagesplanung, mein Vorschlag wurde akzeptiert: Die beiden Frauen fahren mit der UBB nach Ahlbeck, ich fahre parallel mit dem Rennrad in den Osten der Insel. Obwohl ich nur 20 Minuten vor der Zugabfahrt losgefahren bin, war ich vor den Weibern an der Seebrücke von Ahlbeck smile. Ich habe nur 1:25min für die 38km benötigt. Und das obwohl Heerscharen von Freizeitfahrern unterwegs waren, die im lockeren Tempo und zudem meistens nebeneinander vor sich hin spazieren fuhren. Ich habe mehrfach geflucht. In Ahlbeck herrschte Trubel, viel zu viele Menschen. Was liebe ich das beschauliche Karlshagen!!! Auf der Rückfahrt bin ich noch kurz zur Grenze nach Polen gefahren, das wollte ich sehen: Die spinnen, die Polen! Es stehen vermummte Soldaten mit Maschinenpistolen direkt an der Grenze, die Straße ist mit Barrikaden blockiert. So stelle ich mir das vor 30-40 Jahren vor... Aber doch nicht im Jahr 2020!

Außerdem habe ich einen glimpflichen Sturz hingelegt. Bei Kölpinsee stehen rund 10 dieser Freizeitfahrer an der Ampel und wollten zum Radweg auf der anderen Seite wechseln. Prima, dachte ich mir, du fährst locker um die Gruppe auf der Grasfläche herum und stellst dich in die erste Reihe. Ich hatte nur nicht bedacht, dass das Gras auf Sand wächst und ich sofort mit dem Rennrad wegrutschen würde. Es ist aber alles gutgegangen, auch das Vitus-Rad hat nicht gelitten. Abgeschlossen wurde ein sehr schöner Tag im Usedom-Urlaub mit dem Besuch vom Stella del Lago, es gab meine obligatorische Calzone. Leider hat sich der SCP nicht von Usedom inspirieren lassen und hat eine derbe Heimniederlage gegen den BVB kassiert: Krasses 1:6 frown Der Abstieg steht bevor. Morgen will ich eigentlich nur an den Strand und einfach nichts tun,
Ralf

Im Nordwesten nichts Neues



Im Nordwesten nichts Neues,

in dieser Himmelsrichtung liegt das geliebte Karlshagen bekanntlich auf Usedom. Es war ein langweiliger und recht durchwachsener Tag, weil relativ schlechtes Wetter. Das lag und liegt vor allem am recht heftigen, bis stürmischen Wind aus Nordosten. Ohne den Wind wäre es ein perfekter, fast sommerlicher Tag mit einem strahlend blauen Himmel gewesen. Aber sooo konnte man nicht allzu viel unternehmen. Am Strand wäre man sandgestrahlt geworden. Sofern man es überhaupt aufgrund der gefühlten Kälte auf einer Decke ausgehalten hätte. So konnte man nur einen Spaziergang unternehmen, was wir auch gemacht haben. Immerhin geht es meinen Waden wieder besser und unser Spaziergang war kein Problem. Auf eine Radtour hatte ich nach dem gestrigen Erlebnis keine Lust, ein Platten pro Woche ist ausreichend wink. Leider wird es morgen bei den Böen bleiben und die werden sogar zunehmen sowie stärker werden. Für die Kitesurfer ist das super, aber für uns vielleicht der ideale Zeitpunkt, um Radtouren einzuplanen.

Die beiden Weiber shades könnten sich bei Holtz zwei der schweren, urlaubstypischen Räder ausleihen und in der näheren Umgebung touren (Peenemünde sowie Krummin), ich könnte alleine eine längere Tour machen. Ich will unbedingt mal auf die Halbinsel "Lieper Winkel". Mit dem Fahrrad sind das von hier rund 47km, also zwei Stunden. Mein Traum wäre es die zurück über den Ort Usedom sowie die Hubbrücke bei Anklam bis Wolgast zu fahren. Das wären noch mal 63km. In Summe also 110km einmal rund um die Insel Usedom. Mit Pausen (Fotos schießen, trinken, Gauloises, pinkeln etc.) sollte das in rund 6 Stunden machbar sein. Ein unbekannter Parameter könnte natürlich der böige Wind sein. Auf der einen Seite ist der im Landesinneren nie so stark wie direkt am Meer. Außerdem würde ich die meiste Zeit in Richtung Westen oder Osten fahren. Andererseits sind bei dem leichten Rennrad gerade die seitlichen Böen die gefährlichen. Mal abwarten.

Auf jeden Fall muss ich bis 18 Uhr wieder zurück in unserer Ferienwohnung sein, um den erwarteten Heimsieg vom SCP gegen den BVB zu sehen. Apropos "sehen", die mobile Internetverbindung über O2 läuft erstaunlich schnell und stabil. Außer heute Mittag, da ging eine Stunde rein gar nichts. Abendessen könnten wir im Stella del Lago einnehmen. Ich hätte wieder Hunger auf eine Calzone. Aber auch das hängt vom Wetter ab,
Ralf

Zinnowitz-Platten



Zinnowitz-Platten,

es war klar, dass das irgendwann passieren musste. Ich hätte zwar gerne darauf verzichtet, aber das ist halt der Lauf der Dinge. Schließlich war (und bin) ich vorbereitet, Ersatzsatzschläuche und Werkzeug sind mit nach Usedom gekommen. Wie geplant habe ich eine früh-morgendliche Radtour gemacht, spontan ging es in Richtung Kaiserbäder. Es war arschkalt, trotz Radjacke (Premiere!!) habe ich ohne Ende gefroren, die Finger wurden steif. In den Feldern rund um Trassenheide stand morgendlicher Nebel, die Sonne hatte noch nicht ihre Kraft entfaltet. Nach ca 5km war ich kurz davor aufzugeben und umzukehren. Hätte ich mal besser gemacht... Allerdings habe ich auf die Zähne gebissen und bin der B111 entlang mit sehr viel Verkehr weiter bis hinter Koserow gefahren. Nach 22km und einer Stunde Fahrzeit, in der Zwischenzeit war es in der Sonne angenehm, bin ich umgekehrt. Da ich wirklich ungern die gleiche Strecke zurückfahre, auf der ich gekommen bin, habe ich mich für die Tour entlang der Küste entschieden. Die ist traumhaft schön, führt aber auch durch Wälder mit Schotterwegen.

Auf der Fahrt von Zempin nach Zinnowitz dachte ich noch: Hoffentlich halten die Reifen das aus, ein Rennrad ist eigentlich für derartige Strecken nicht gemacht. Als ich auf die Promenade eingebogen bin, fühlte sich der Hinterreifen komisch an. Kurzer Stopp, Reifencheck, die Luft entwich langsam aus dem Schlauch... frown Somit wurde mein Begleitfahrzeug gerufen und ich auf dem KiK-Parkplatz aufgesammelt. Ich hatte schon das P auf der Stirn, Schlauchwechsel bei einer Karbon-Felge ist nicht meine Kernkompetenz. Aber ich hatte mich schlau gemacht und den magischen Trick gefunden. Man muss die Vertiefung in der Mitte einer Felge ausnutzen und die beiden Ränder des Reifens in die Vertiefung drücken, das bringt die entscheidenden Millimeter. Den neuen Schlauch hatte ich innerhalb von 5 Minuten ausgewechselt! Der Rest des Tages ist schnell erzählt: Es war ein traumhafter Tag, tolles Wetter, nur leichter Wind und wir waren in Summe 4 Stunden am Strand smile.

Abends gab es noch ein super Essen in der Pommernstube, die Fischplatte war extrem lecker. Das Wetter soll in der Art und Weise anhalten, aber leider in den nächsten drei Tagen wesentlich windiger werden. Ich bin mir noch unschlüssig, ob ich den Tag mit einem Strandspaziergang oder einer Radtour beginnen soll. Die Waden sind leider immer noch hart wie Beton. Ach ja, letzte Nacht habe ich remote den Raspi 4 in den Sand gesetzt. Das Linux-Upgrade lief nicht durch und jetzt ist das Boot-Verzeichnis ein wenig viel zu leer. Kann ich von hier leider nicht beheben, weil die Platine kaum noch reagiert. Ich sollte von Usedom aus die Finger von meiner IT lassen,
Ralf

Usedom-Überläufer



Usedom-Überläufer

ich weiß nicht, was mit mir los ist. Es war bereits der zweite Tag in Folge ohne übliche senile Bettflucht. Stattdessen wurde ich vom Wecker der drei Smart-Watches aus dem Bett gescheucht. Dabei hatte ich mich so sehr auf die morgendliche Bewegung ohne Anhang gefreut. Gut, an einen Strandspaziergang war sowieso nicht zu denken. Die Waden sind einfach dicht und schmerzen bei jedem Schritt cry. Somit habe ich endlich mein Rennrad aus dem Schuppen geholt und bin auf eine kurze Tour gegangen. Es ging über Radwege(!) von Trassenheide nach Wolgast, anschließend über Krummin und wiederum Trassenheide durch den Wald zurück nach Karlshagen. In Summe waren es kurze 33km in 85 Minuten, die allerdings kalt und anstrengend waren. Kalt, weil keine Sonne. Anstrengend, weil es sehr windig war. Auf der Rückfahrt bliesen mir die Böen kräftig ins Gesicht. Bei Emma's Laden habe ich noch schnell die leckeren Brötchen geholt. Immerhin wurde ich nicht nach meinen komischen Schuhen gefragt wink. Das war letztes Jahr noch anders.

Nach dem Frühstück ging es auf einen längeren, aber langsamen Strandspaziergang. Unter anderem waren wir im Dünencamp. Mit Camping könnte man mich jagen, aber der Campingplatz ist wirklich schön gelegen. Außerdem gut besucht, auch hier merkt man m.E. die Öffnung der Insel nach Corona. Am frühen Nachmittag waren wir nur am Strand, immer schön im Windschatten eines Strandkorbes. Aber wirklich Spaß hat es nicht gemacht, der Wind hat genervt. Mein Fazit des Tages: Ohne Wind wäre es ein super Sommertag gewesen shades. Aber eine Sache ist positiv: Die Zeitungsversorgung klappt super, die Ausgaben hatten wir bisher immer am Folgetag im Briefkasten. Manchmal ist auf die deutsche Post Verlass. In jedem Urlaub nehme ich mir ein Buch vor (somit komme ich auf exakt drei Bücher im Jahr smile), so auch auf Usedom. Ich bin mit "Der Überläufer" von Siegfried Lenz angefangen. Die Verfilmung fand ich super, hat mir gefallen, und ich war neugierig auf das Buch. Aber: Die Story ist echt gut, siehe Film, aber das Buch ist in einer eigentümlichen, veralteten Sprache geschrieben. So spricht oder schreibt heutzutage niemand mehr. Man merkt die 65 Jahre...

Morgen soll es eine Wiederholung geben: Radtour in Richtung Kaiserbäder, kurz nach Emma's, Frühstück, ab zum Strand hoffentlich ohne Wind. Und abends geht es endlich in die Pommernstube,
Ralf