Santa Margalida



Santa Margalida,

wobei das Ziel eigentlich ein anderes war. Man wird kurz nach 6 Uhr wach, sieht draußen dunkle Wolken, der Wetterbericht ist nicht verheißungsvoll und noch vor dem Frühstück fing es an zu schütten an. Prima! Da ist es natürlich von großem Vorteil, wenn man im Hauptgebäude untergebracht ist. Kurze Wege und man wird nicht nass. Gegen 11 Uhr hat es endlich aufgehört und ich habe einen Spaziergang in die Innenstadt von Port d'Alcúdia unternommen. Überall dicke Pfützen, teilweise stand das Wasser auf den Straßen und man musste einen kleineren Spießrutenlauf unternehmen. Aber immerhin war ich in diesem Urlaub endlich am Mittelmeer und am Strand. Im Vergleich zum November hat sich natürlich gar nichts verändert. Anschließend gab es die ersten Biere, jaja, morgens noch. Aber es ist Urlaub und all-inclusive, musste man mitnehmen wink. Dadurch und wegen des guten Frühstück war ich bettreif, habe ich für gut eine Stunde auch gemacht. Man wird wach und sieht Sonne, so ging es mir um 14 Uhr. Schnell nach unten und die Situation vor dem Hotel prüfen: Die Straßen sind trocken!

Ich habe mich schnell umgezogen, bin in den Hotelkeller gegangen und habe mir das Rennrad geschnappt. Es sollte natürlich nur eine kleine Tour werden mit dem Ziel Petra. Bis Sa Pobla verlief noch alles total planmäßig, wobei mich der dicke Verkehr auf der recht kleinen Nebenstraße gewundert hat. Meine Erklärung: Viele der im Tourismus Beschäftigten leben in den Orten im Inselinneren. In dem Ort gab es kein Schild nach Petra und ich bin nach Malle-Gefühl gefahren. Kurz vor Santa Margalida, endlich mit Petra-Schild, gab es die ersten Tropfen und das Wolkenbild in der südöstlicher Ferne sah nicht verheißungsvoll aus. Ich habe den Plan geändert und bin schnell nach Can Picafort gefahren. Die Wolken wurden immer dunkler, zudem konnte ich Gewitter hören. Ich wurde immer schneller, habe aber im Grunde Glück gehabt. Erst circa 1km vor dem Hotel wurde aus den Tropfen ein richtiger Regen und ich bin noch einigermaßen trocken im Hotel angekommen. Am Ende waren es ~48km in 1:52h, mehr als ich gestern gedacht hätte. Morgen früh soll es trocken bleiben, der erste Regen ist für 12 Uhr angesagt. Klar, was mein Plan ist: Um 8 Uhr frühstücken und um 9 Uhr im Sattel sitzen.

Man muss die Umstände nutzen,
Ralf