Rundfahrt,
ich habe mich grob im Umkreis von 20km rund um Alcúdia aufgehalten. Direkt nach dem Frühstück bin ich allerdings nicht losgefahren, die Wolken sahen dunkel aus und die x Wetterberichte waren zwiegespalten. Der eine so, der nächste anders. Ich habe bis kurz vor 10 Uhr abgewartet, gibt es Regen oder nicht?!? Gab es nicht und mir ist es zu blöde geworden, ich bin einfach in den Hotelkeller gegangen und habe mir das Rennrad geschnappt. Zunächst ging es nach Port de Pollença, ich bin durch den Ort gerollt, ganz nett, auch der Strand, und weiter nach Pollença. Die nur leichten Anstiege habe ich in den Beinen gemerkt, ist halt der vierte Tag in Folge. Nach Pollença wurde es nicht besser, denn die ersten Anstiege waren zu bewältigen. Über die Autobahn hinweg ging es nach Sa Pobla und weiter nach Muro, der Anstieg vor dem Ort geht völlig in die Beine. Danach bin ich nach Sineu abgebogen und dachte eigentlich an ein lockeres Rollen in der Flachetappe. Pustekuchen, es geht rauf und runter, In Sineu habe ich die erste und einzige Pause eingelegt, orientieren, wo bin ich, wer bin ich, was mache ich hier

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Leider fing anschließend doch der Regen an, man wird verdammt schnell verdammt kalt und nass. Das macht einfach keinen Spaß und den Abstecher nach Petra habe ich mir wiederum gespart. Es ging direkt über Santa Margalida, endlich ein paar Sonnenstrahlen, und Can Picafort ins Hotel. Am Ende waren es 83km in 3:22h, mit der Leistung bin ich auch ohne Powermeter zufrieden, Hauptsache fahren. Unterwegs konnte ich viele Kollegen sehen, überholt haben mich nur die Gruppen, nur wenige Einzelfahrer. Im Apartment stand ich nach der Kälte vor der Wahl: Heiß duschen oder ins Bett verkrümmeln. Ich habe mich für das Bett entschieden. Vorher habe ich allerdings Pils und Brandy auf dem Balkon in der Sonne(!) genossen. Die wärmenden Strahlen waren echt schön. Warum können wir nicht 20 Grad bei Sonnenschein pur haben? Morgen setzt sich das shit Wetter fort, angeblich Regen ab 12 Uhr. Ich denke, ich werde es wie heute halten: Beobachten und nach dem Frühstück auf die letzte Runde gehen. Vielleicht fahre ich die gleiche Strecke wie heute, war schön. Vor allem vor Sineu ist es trotz der Hügel total ruhig, einsam und herrlich.
Die letzten Tage des Urlaubs brechen an

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Ralf