Ralf 06 Sept. 2026 : 23:06
Fjord-Rundreise,
eigentlich war es ein Tag, wie ich es mir für den gesamten Urlaub gewünscht hätte. Früh aufstehen wie immer, Frühstück gegen 8, draußen netter Sonnenschein, nicht mehr zu stürmisch, perfekt für eine Ausfahrt. 8:30 Uhr war ich bereit und habe das Litening zum Schotterweg geschoben, den ich die ersten 300m fahren muss. Auf dem Schotter habe ich natürlich nichts gemerkt, aber sofort auf dem Asphalt: Das Hinterrad läuft irgendwie unrund, bei jeder Umdrehung gibt es einen kleinen Schlag, das Rad eiert! Ich habe mir das ca. 1km angeschaut, verschiedene Asphaltarten ausprobiert, aber es hatte nichts mit dem Straßenbelag zu tun. Also zurück zum Ferienhaus, das muss untersucht werden. Tatsächlich, links ~20cm vom Ventil entfernt sitzt der Mantel nicht richtig in der Felge. Luft komplett raus, den Radmantel massieren, Luft rein, Misserfolg. Das habe ich ungefähr 5 mal wiederholt, ohne Erfolg. Hat der Reifen eine Macke? Ich habe alles dabei, also wurde ein neuer Mantel montiert, Luft rein. Das Hinterrad eierte weiterhin, nur dieses Mal 20cm auf der anderen Seite vom Ventil. Ich war beinahe der Verzweiflung nahe... Recherche: Es kann helfen, wenn man den Reifen härter aufpumpt als gewünscht, bei mir sind das normalerweise 5 Bar. Wie stark darf man das Laufrad, wie stark den Schlauch aufpumpen? Antworten: 7,5 bzw. 8,5 Bar.
Also habe ich zunächst 6 Bar ausprobiert, man hörte zwei Mal ein leichtes Poppen und der Reifen saß endlich perfekt in der Führung. Die ganze Aktion hatte 1,5 Stunden gedauert... Natürlich ist mir ein weiteres Malheur passiert: Ich hatte vergessen, auf das Ventil das kleine Abschlussstück zu drehen. Dadurch konnte unterwegs das Reduzierstück, das das Ventil in der Felge justiert und auch Schutz vor Dreck und Wasser bietet, verloren gehen. Ist natürlich passiert. Also muss ich Ersatz für 4€ bestellen. Aber die Tour war herrlich, der westliche Wind hat kaum gestört. Vor allem, weil ich in Richtung Süden gefahren bin. Zunächst ging es bis Thorsminde und weiter auf der Nehrung des Nissum Fjords. Schnell war Husby erreicht, speziell weil man leicht südöstlich fährt. Zu dem Zeitpunkt hatte ich 44km hinter mir und Søndervig war nur noch ~18km entfernt. Ach los, das wird die 2. Königsetappe, du fährst durch. Die weitere Strecke war auch schön, man fährt erneut dicht an den hohen Dünen vorbei. Søndervig dagegen ist schrecklich geworden: Viel zu groß mittlerweile, das Lalandia im Ort, zu viele Touristen, Geschäfte, eine Art von Fußgängerzone, nicht meine Welt. Ich bin schnell umgekehrt, bloß weg. Auch auf der Rückfahrt habe ich nur wenig vom Wind gemerkt, natürlich aber hinter Husby, wenn man auf nordwestlich fahren muss.
Im Durchschnitt habe ich mit 28,5km/h ein relativ hohes Tempo geschafft, was man auch an den 124km in 4:21h merkt. Bei Rückkehr ins Ferienhaus war ich ziemlich geschafft, ich war froh auf der Terrasse zu sitzen und einen Soplica zu trinken. Zu merkwürdig: Die Oberschenkel schmerzen, ist der Sattel erneut leicht zu tief eingestellt? Das muss ich morgen kontrollieren. Vor der 1. Hochrechnung haben wir noch 2 Folgen von House of the dragon gesehen, wir werden die Staffel im Urlaub schaffen. Zur Wahl: Der erwartet hohe Sieg der AfD knapp vor der absoluten Mehrheit. Nicht weil ich die Partei mag oder gar wähle, hätte ich der AfD die absolute Mehrheit gewünscht. Warum?!? Heftiger Schlag vor den Bug für die einen (CDU und SPD, Leute, so geht das nicht weiter mit Eurem Regierungsmist), Realitätscheck für die anderen (AfD, damit die zeigen werden, dass sie keine Ahnung von nichts haben und absolut nichts können außer auf Krawall gebürstet zu sein). Ich hoffe ich kann morgen erneut fahren, heute war eine kleine Versöhnung mit dem dänischen Wetter,
Ralf