Cala Ratjadaich konnte zwar super schlafen mit und trotz den ganzen Alkoholika, hatte aber einen leichter Kater am frühen Morgen. Immerhin habe ich mein Ziel erreicht. Kurz nach dem Aufstehen ging es direkt zum Frühstück: Bitte ein fettes Omelette, dazu Pilze sowie meinen geliebten gebratenen Speck. Leider scheint sich der Körper ab 60 zu verändern. Mir war das schon auf Usedom im Mai aufgefallen, ich kann nicht mehr so viel essen und der Körper braucht viel weniger Energie. Bitte den blöden Quatsch wieder abstellen und zu meinen realen 40 Jahren zurückkehren! Nach dem Frühstück bin ich zur Rezeption: Ich habe ein Rennrad gemietet, wo kann ich das unterstellen?!? Mir wurde geholfen und das Estrella ist perfekt ausgerüstet! Im Keller gibt es zwei große mit Gittern abgesicherte Unterstellmöglichkeiten. Eine ist für die im Hotel vorhandene Radvermietung und die andere für sonstige Räder, also mich. Nur die Nummer vom Schloss ist ein Witz, man hätte auch 911 oder 110 nehmen können. Immerhin gibt es eine Möglichkeit. Danach ging es zu SunCyclings, der Verleih, wo ich das Trek-Rennrad gebucht hatte. Ich mag solche kleinen Läden, der Kontakt ist viel persönlicher und der Service besser.
Das Rad gefällt mir, total in Schwarz: The dark lord of Alcúdia

: Kurze Zeit später, exakt um 10:04 Uhr war ich unterwegs. Ich bin zunächst in Richtung Süden und anschließend nach Osten gefahren, das Ziel war Cala Ratjada. Eigentlich war meine Idee eine Flachetappe zu Beginn zu fahren. Aber, da hat mir mein Gedächtnis einen Streich gespielt. Nach rund 15km ging es bergauf bis auf 200m, der erste steilere Anstieg verlief über knapp 7km und 30 Minuten. Trotz nur 15 Grad lief der Schweiß in Strömen. Aber natürlich habe ich das Ziel erreicht, das Rennrad ist toll! Genau das richtige für mich, der Radsattel ist auf perfekte Höhe eingestellt und die neuen Cleats passen perfekt. Die Rückfahrt war einfacher, weil es mehrere kleinere Anstiege über längere Distanz waren. Trotzdem war ich überaus froh, als ich nach 90km in 3:44h das Trek wieder abstellen konnte. Direkt danach habe ich den ersten Tequila Sunrise getrunken. Werde ich jemals wieder ohne all-inclusive einen Urlaub buchen?!

Irgendwie ist das schon genial. Das Abendessen war gut, es gab nur zu wenig Fleisch und zu viel Fisch. Gerade trinke ich die erste Piña Colada meines Lebens, man(n) braucht Abwechselung. Übrigens, ich weiß jetzt, was eine Virgin Piña Colada ist!
Halt ohne Alkohol, nix für mich,
Ralf