Schockgefrostet


Schockgefrostet,

so habe ich mich im Laufe des Tages nach einem Termin gefühlt. Vor genau 2 Wochen hatte ich bewusst gefragt, was die organisatorischen Auswirkungen in der neuen Struktur sein werden. Heute wurden alle meine Befürchtungen erfüllt. Es ist genau das eingetreten, was ich mir gedacht hatte. Auf jeden Fall war ich mit der Thematik stark beschäftigt, leider auch noch weit nach Feierabend. Ich meinte nur noch zur Frau: Ich brauche einen Whiskey, danach habe ich über Gott und die Welt geflucht sowie heftig hergezogen. Mittlerweile grübele ich über die Option mit sofortiger Wirkung in den Ruhestand überzutreten. Leisten könnte ich mir das. Damit hätte ich mich auch der Gutverdienerverarschung durch die Regierung entzogen. Von mir bekommt Ihr keinen Cent zusätzlich! Zurück zum Thema, ich habe sofort Versuche unternommen, das Blatt für mich abzuwenden. Noch ist gar nichts sicher, aber meine Bemühungen könnten von Erfolg gekrönt sein. Ich will nicht mit 61 die letzten Arbeitsjahre mit einem ausländischen Vorgesetzten verbringen. Auf dessen Nationalität gehe ich nicht ein wink. Mir reichen die ausländischen Mentalitäten in dem geliebten IT-Projekt.

Aber es ist noch mehr im Busch in der Firma, das kann nichts Gutes bedeuten. Wenn es zu Einzelgesprächen kommt, steckt immer mehr dahinter. In den nächsten Tagen wird man schlauer sein. An Foltersport war nicht zu denken. War aber auch kein Problem für mich, denn ich bin noch nicht auf die Kellersaison eingestimmt. Es ist der Übergang, der mir immerzu schwer fällt. Zudem es ab Donnerstag zu einem kurzen goldenen Oktober kommen könnte. Es soll sonnig und relativ warm werden. Vielleicht sind noch 2 Ausfahren mit den Rennrädern möglich. Dann könnte ich zwei weitere Meilensteine erreichen: 35.000km mit dem Litening und 10.000km mit dem Speedmax. Mir fehlen jeweils nicht mehr allzu viele Kilometer (62 bzw. 32km). Ich müsste mich nur viel wärmer kleiden, lange Radhose und noch dickere Handschuhe. Neue Woche, altes Leid, weiter kein Anruf vom Steuerberater. Langsam bin ich mehr als stinksauer. Ausblick: Ich werde vorerst im Home Office bleiben und nur noch auf Anweisung zum HNR kommen. Das hängt auch davon ab, wie sich die Sache final entwickelt. Am Abend soll es in den Folterkeller gehen, vielleicht 1,5 Stunden auf der Rolle treten. Ich muss mich langsam an den Umstieg auf den Keller gewöhnen.

Der Gedanke, nur noch machen zu müssen, was man will, hat mehr als einen Reiz,
Ralf



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