Zähe Routine



Zähe Routine,

es war radtechnisch betrachtet ein herrlicher Tag. Diese Bedingungen hätte ich mir in den 2 Wochen in Dänemark gewünscht: Knapp über 21 Grad, kein Regen, viel Sonnenschein, kaum Wind. Es war wunderschön mit dem Speedmax zu fahren, es ist einfach rund gerollt. Anteil daran haben sicherlich auch die 3 Ruhetage, die Beine waren wunderbar frisch und ich konnte kräftig treten. Das merkt man auch an der Geschwindigkeit von 28,5km/h im Durchschnitt für die 87km in exakt 3:03h. Da es so schön nach dem dänischen Raddrama war, bin ich direkt nach Feierabend zur langen Lieblingsstrecke auf einem Arbeitstag aufgebrochen: Durch die Felder, Diebesweg, Sande, Steinhorst, Neuenkirchen, Kaunitz, Staumühle, Sennelager zurück nach Hause. Das Übliche halt. Unterwegs habe ich alle Baustellen rund um Paderborn überprüft, sind alle noch da wink. Montiert hatte ich am Speedmax die neue Grano-Frontleuchte von Lupine, passt super ans Rad und sieht gut aus. Der Helligkeitssensor hat nicht zugeschlagen, ich bin noch mit dem Tageslicht der Leuchte nach Hause gekommen. Das wird sich in den nächsten Tagen schrittweise ändern und ich werde mit Abblendlicht ins Ziel rollen. Aber die Leuchte ist toll, gute Investition!

Der Arbeitstag im Home-Office war wie befürchtet zäh, ich hatte auch keine richtige Lust. Die ist mir komplett und endgültig vergangen als ich den riesigen Mailberg gesehen habe. Wie soll ich das jemals abarbeiten?? Wie einen Elefanten essen, also in Scheiben schneiden und Stück für Stück vorgehen. Bei Feierabend sind noch ca. 20 Mails übrig geblieben, die aber die meiste Zeit kosten werden. In einem Termin meinte ich im Chat zu einer Kollegin: Die Sperrung der A7 in Hamburg am Wochenende war schöner als dieses Meeting shades. Nun ja, das ist Jammern auf hohem Niveau, man wird gut bezahlt und es gibt weitaus schlimmere Jobs. Der Stromzähler wurde ausgetauscht, wir sind ab sofort smart im Sinne der Regierung. Meine Meinung zu deren Definition von smart schreibe ich nicht smile. Unsere Stromdaten werden alle 15 Minuten über Mobilfunk an den Netzbetreiber übertragen. Der Irrsinn ist aber: Der eigentliche Stromzähler ist das gleiche(!) Modell, das bei uns vor genau 3 Jahren eingebaut wurde. Warum man den ersetzt hat, erschließt sich mir nicht. Aber gut für mich, meinen smarten Lesekopf für Home Assistent kann ich weiterhin benutzen. Und vielleicht komme ich irgendwie über das Portal mit Home Assistent an die Daten. Ich werde es auf jeden Fall ausprobieren, wenn ich vom Betreiber die Zugangsdaten habe.

Morgen geht der Wahnsinn im Home-Office weiter,
Ralf