Regentiming,
man muss jede Gelegenheit nutzen, wir sind weit von einem Altweibersommer entfernt. Ich fühle mich viel mehr an den dänischen Urlaub erinnert. Es ist zu kühl, wolkig, windig und mitunter gibt es Regen. Leider hält sich das Wetter wenig an Arbeitszeiten, wir hatten tagsüber noch recht gutes Wetter mit Sonnenschein. Pünktlich zum Feierabend wurde es immer wolkiger, die Sonne war weg. Ich habe mir dennoch das Litening geschnappt, mir fehlt der Sport. Außerdem habe ich im Urlaub leicht zugenommen, das muss wieder weg. Ich habe immer wieder unterwegs das Regenradar beobachtet. Kurz hinter Ostenland: Regen gegen 19:20 Uhr, das war noch weit entfernt. Einfach Mut haben, ich bin einfach weiter nach Steinhorst und Kaunitz gefahren. Beim nächsten Stopp hinter Kaunitz: Regen gegen 18:50 Uhr, hmm, das könnte zu knapp werden. In der Tat sahen die Wolken um mich herum dunkel und bedrohlich aus. Aber in Richtung Paderborn waren die Wolken weißer, es sah deutlich heller aus. Auf meiner geliebten Ruhebank kurz vor Staumühle konnte ich die Wolken beobachten: Rechts Richtung Bielefeld dunkel, verdientermaßen

, links nach Paderborn weiterhin hell, das fand ich gerecht.
Letzter Blick auf das Radar vor 19 Uhr: Regen ab 19:40 Uhr, argh, könnte knapp werden. Einfach weiter mutig dem Ziel entgegenfahren, was sollte ich auch sonst machen? Ein Begleitfahrzeug konnte ich nicht anrufen, ich war weiter alleine. Gegen Ende der Tour habe ich die stärksten Wattzahlen auf den Asphalt genagelt, ich hatte absolut keinen Bock nass zu werden. Am Ende wurde der Mut belohnt, 6 Minuten nach meiner Rückkehr fing es an zu tröpfeln, perfektes Timing. Ich habe nach den 79km in ~2:54h noch eine Gauloises auf der Terrasse genossen und schnell alle Sachen ins Haus geschafft. Morgen könnte sich der Ablauf wiederholen, Wettermix, aber eine Radtour sollte möglich sein. Das Wochenende wird leider grau und trist, Stand jetzt werde ich ans Haus gefesselt sein. Ein sehr geschätzter Ex-Kollege hat heute einen runden Geburtstag, Säsch, alles Gute!!! Und Kopf hoch, man überlebt das und das Leben geht weiter. Im Home-Office durfte ich mal wieder rotieren, mir wird das langsam zu viel. Validierung von migrierten Daten, x Meetings, in denen User Stories vorgestellt werden mit dem Ziel der Abnahme, für das Projekt reverse engineering in SAP machen und gleichzeitig gibt es auch Tagesgeschäft (Fragen, Support, die SLAs für eine große deutsche Kette definieren und neu aufsetzen). Da ist man wirklich froh, wenn man sich das Hirn aus dem Kopf treten kann

. Ernsthaft, das hilft wirklich als Gegenmaßnahme, um den Kopf freizubekommen.
Morgen geht es weiter,
Ralf