Letzter Abend 2026,
es ist Zeit ein Urlaubsfazit zu ziehen. Zunächst zu den positiven Aspekten, das Ferienhaus ist sehr gut, die Region toll, der Strand super und es war sehr erholsam. Ruhe und weit ab vom Schuss haben gutgetan, ich habe auch viel im Alkoven geschlafen. Weniger schön war das Wetter, das war einfach unterirdisch und mies, auch am letzten Tag. Es war in Summe viel zu kühl, wir hatten zu viel Regen an zu vielen Tagen und im Prinzip Dauerböen. Das hatte natürlich Auswirkungen auf meine Radpläne, die wurden schlicht nicht erfüllt und waren unter diesen Bedingungen unerreichbar. Hinzu kamen die zu vielen Radausfälle, womit die Region weniger toll für Radtouren ist. Außerdem meine selbstverursachten Probleme mit dem Rad. In Summe erhält der Urlaub daher die Bewertung nur befriedigend. Damit sind wir beim allerletzten Tag, den wir komplett im Ferienhaus verbracht haben. Es wurden 2 Filme auf Sky gesehen, the primitive war (Dinos im Vietnamkrieg, sagt alles) und Anemone. Am frühen Morgen bereits wurde man mit heftigem Regen empfangen. Der wurde zwar im Laufe des Tages immer weniger und hat am frühen Nachmittag aufgehört, aber an Aktivitäten in der freien Natur war nicht zu denken.
Auch meine Hoffnung auf ein Zeitfenster für eine letzte Radtour ab 15 oder 16 Uhr hatte sich zerschlagen, es ging einfach nicht. Morgens hatte mich die Frau noch gefragt, ob wir nicht bereits heute fahren sollten. Meine kategorische sowie schnelle Antwort war ein deutliches Nein. Wie schon oft geschrieben, besteht mein Leben aus vielen kleinen Regeln. Eine davon lautet: Wenn ich für 14 Tage Urlaub bezahlt habe, will ich auch 14 Tage bekommen. Rational betrachtet hätten wir fahren sollen, siehe oben, ein Regentag im Haus. Außerdem ist seit heute Abend die A7 im Hamburg gesperrt, der Deckel wird überprüft. Heute hätten wir noch durch Hamburg fahren können, morgen nicht. Das wird lustig mit dem Ende der Urlaubssaison (Bayern und BW). Ich denke, wir werden ab Neumünster die Bundesstraße nutzen und anschließend Hamburg über die A21 umfahren. Auf jeden Fall wird die Rückfahrt länger dauern und ich hoffe, wir stehen nicht zu sehr im Stau. Mit dem Litening bin ich genau 608km gefahren, also weit entfernt vom Ziel von 1.000km. Wenn ich allerdings die 6 Ruhetage berücksichtige, hätte ich ohne die 1.000km ganz locker erreicht. Ansonsten herrscht bereits jetzt Sehnsucht, ich liebe Dänemark und werde es sehr vermissen. Die Lockerheit in dem Land, die Ruhe, die Menschen sind tiefenentspannt. Ich würde gerne hier leben.
Ab morgen wieder aus dem Engernweg,
Ralf