Trostlose Schrecken


Trostlose Schrecken,

was macht man, wenn der Herbst mitten im August weiterhin trostlos ist und an eine Tour absolut nicht zu denken war? Was macht man, wenn man andererseits eine Herausforderung im eigenen IT-Zoo hat? Ganz genau, man arbeitet ein bisschen länger als sonst, legt eine Stunde auf dem Sofa ein, isst und macht sich ans Werk. Ich habe absolut keine Möglichkeit gefunden, die Maillösung Courier so zu konfigurieren, mit Fetchmail zusammenzuarbeiten, ohne UFT8-Mails in Umschläge zu packen. Also habe ich als nächstes die Alternativen zu Fetchmail geprüft, gefielen mir alle nicht. Zudem kann ich bei Fetchmail alle User und Mailaccounts zentral pflegen. Somit habe ich mich entschieden, Courier auf dem Rootserver durch Dovecot abzulösen. Zunächst bin ich ganz strikt nach Anleitung vorgegangen, das war nach gut einer Stunde erledigt. Allerdings habe ich einige Spezialitäten: Die Mailaccounts werden in einer Datenbank verwaltet (wenn ich mich mit Datenbanken schon beruflich herumschlagen muss, kann ich das privat auch machen wink), natürlich habe ich SSL im Einsatz und die Mails werden nicht im Homeverzeichnis, sondern zentral abgelegt, außerdem die Integration mit Postfix.

Die Lösungen für die Spezialfälle habe ich auch im Internet recherchiert und umgesetzt. Mutig wurde kurz vor 20 Uhr Courier abgeschaltet und Dovecot gestartet, direkt SSL-Fehler, verdammt, ich habe geflucht. Tja, wenn man im Internet ein < übersieht und nicht in der Konfiguration einträgt, kann man das machen, ist aber eher blöd. Na gut, gelöst. Dann habe ich festgestellt: Alle Mails aller User werden im gleichen Verzeichnis abgelegt, wer als Erster kam, hatte gewonnen. Gut, konnte ich auch lösen und kurz vor 21 Uhr lief alles, der Umstieg ist geschafft und bis jetzt sind keine verhunzten Mails mehr angekommen. Ich hoffe, ich habe in den 2 Stunden keine Mails verloren. Morgen muss ich dringendst mit dem Speedmax fahren, ich bin körperlich absolut nicht ausgelastet. Alternativ muss ich in den Folterkeller gehen, ohne Sport geht es morgen nicht. Wir bekommen kaum noch echte Post. Somit erschreckt man sich, wenn der Deckel vom Briefkasten klappert. Ich war doppelt und dreifach erschrocken, denn es lag ein großer Brief vom Amtsgericht Paderborn per Einschreiben im Flur. Verdammt, was habe ich gemacht, was wirft man mir vor, wann ist die Gerichtsverhandlung?!? Ich habe halt immer ein schlechtes Gewissen shades. Schnell wurde der große Umschlag aufgerissen, zum Glück war das nur die Rücksendung des originalen Erbscheins und die Bestätigung der Grundbuchänderung. Ich war erleichtert. Es ist Wahnsinn, wie schnell das Grundbuchamt war, es hat genau 1(!) Woche gedauert.

Daran sollte sich das Nachlassgericht Neuss mal ein Beispiel nehmen,
Ralf



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