Beckum-Poseidon,
es gibt eine Vielzahl von kleineren und größeren Themen. Fackeln wir zunächst die Fußball-WM ab, denn in der TV-Nacht haben die falschen Mannschaften gewonnen. Norwegen und Schweiz hätte ich den Einzug ins WM-Halbfinale viel mehr gegönnt als England und Argentinien. Wobei ich mich gerade über das Spiel zwischen England und Norwegen geärgert habe, denn beide(!) Spiele wurden nicht im Free-TV übertragen. Gerade auf die Norweger hatte ich mich sehr gefreut, hätte hätte Fahrradkette. Denn hätte ich zuschauen können, hätte Norwegen garantiert gewonnen. Jetzt ist mir togal, wer Weltmeister wird, ich fiebere nicht mehr mit. Ich bin wie immer zu früh aus dem Bett geflogen und habe bereits vor 7:30 Uhr im Radsattel gesessen. Es ging auf direktem Weg über Elsen nach Anreppen, um anschließend durch die Felder nach Lippstadt zu fahren. Hinter Bad Waldliesborn bin ich in Richtung Beckum aufgebrochen, dort bin ich kurz vor 10 Uhr eingetroffen, viel zu spät. Mir war es zu dem Zeitpunkt bereits ein Rätsel, wie ich bis 12:15 Uhr im Poseidon sein sollte. Egal, da musste ich durch. Ich habe Druck auf die Kette gemacht, schneller treten, nur noch eine Pause in St. Vit.
Dort habe ich an die Frau gefunkt, schaffe es nicht vor ~12:30 Uhr, noch 40km. Das war eine Untertreibung, denn Google hatte Unrecht und es waren noch 46km. Somit bin ich exakt um 12:48 Uhr nach 131km in 5:02 Stunden auf den Hof des Poseidon gerollt, völlig fertig und kaputt. Die Familie hatte brav gewartet, wir haben sofort bestellt. Ich habe einen Bifteki- sowie Leberteller bestellt, zudem die gratinierten Kartoffeln. Insgesamt sehr lecker, aber die Leber war mitunter zäh, wirklich blöde mit meinen Zähnen. Nach gut einer Stunde haben wir bezahlt und ich bin die letzten 2km des Tages gefahren. Zuhause gab es noch einen Film auf Sky, kurz und unterhaltsam, nach Tour de France und Start des Wimbledon-Endspiels bin ich für längere Zeit auf dem Sofa eingeschlafen, die letzten beiden Tagen haben Kraft gekostet. Leider hat Zwerev verloren. ich hätte ihm einen weiteren Grand-Slam gegönnt. Der Muskelkater hält sich bei mir in Grenzen, die Oberarme schmerzen und ich zittere, wenn ich mit links einen Gegenstand hebe

. Ausblick: Ich hoffe, da bin ich mir sicher, ich kann tief und fest schlafen. Den Tag im Home-Office werde ich überstehen, auch wenn mich eine späte Mail am Freitag bereits auf 180 gebracht hat. Ich sollte nach Feierabend keine Mails mehr lesen. Nach Feierabend will ich mit dem Speedmax fahren.
Ein außergewöhnlicher Juli-Sonntag,
Ralf