SOL


 Ralf    13 Aug. 2011 : 22:02
 Keine    Das tägliche Einerlei

SOL,

es ist nicht zu glauben, aber heute gab es Sonne!!! Nachdem der Morgen wie immer anfing, Ihr dürft nicht auch nur ein einziges Mal raten wie, gab es nach dem Mittagessen das Wunder: Die Wolken rissen auf, es wurde draußen immer heller und dann kamen die ersten zaghaften Sonnenstrahlen durch. Ein Wunder, das Unerwartete ist eingetreten. Den Nachmittag haben wir dann komplett am Strand verbracht, der trotz Sonne erstaunlich leer war. Aber am späten Nachmittag hat es sich unverzüglich wieder eingetrübt und morgen gibt es wahrscheinlich wieder Regen. Nach den drei Stunden Sonne können die Böden auf Falster sicherlich wieder ein paar Tropfen vertragen mad. Gestern Abend war übrigens auf TV2 ein Bericht über die aktuelle Lage auf Falster. Ein Bauer durfte sein Leid klagen, seine Felder mit Weizen stehen komplett unter Wasser. Es wurde auch eine Unterwasserfahrt mit Kamera gemacht: Weizen unter Normal Null. Außerdem kamen mehrere Ferienhausnutzer im Süden zu Wort, die Häuser waren von Wasserflächen umschlossen. Das wird ein völlig neuen Kriterium bei der Wahl des nächsten Ferienhauses: Wie steht es um den Hochwasserschutz vom Haus?!

Meine Gladbacher haben die Gunst der Stunde heute leider nicht genutzt, mit einem weiteren Sieg hätte man auf Platz 1 oder zumindest 2 kommen können. Die Tabelle hätte ich mir ausgedruckt. Leider hat es gegen Stuttgart nur zu einem Unentschieden gereicht. Aber als leidgeprüfter Fan muss man mit den vier Punkten aus zwei Spielen sehr zufrieden sein. Platz 1 können wir uns auch nächste Woche noch holen shades. Aber wer erneut überrascht, sind die Hannoveraner. Wer hätte gedacht, dass die in der neuen Saison nahtlos an die alte anschließen?! Zwei Spieltage, zwei Siege und sechs Punkte für die 96er, ich hätte eher vermutet, dass der Verein in diesem Jahr gnadenlos abstürzt. Sollte ein Slomka doch mehr drauf haben als man vermuten würde?! Es scheint fast so zu sein.

Auch die Haut ist die Sonne nicht mehr gewohnt, im Moment spannt es leicht im Nacken und auf dem Rücken. Ein ungewohntes Gefühl,
Ralf

Land unter


 Ralf    12 Aug. 2011 : 22:04
 Keine    Das tägliche Einerlei

Land unter,

der Tag begann wie der letzte geendet hatte: Mit Dauerregen aus tiefen, grauen Wolken. Auf TV2 (wo auch sonst...) im Wetterbericht hatte ich aber gesehen, dass das Wolkenbank auf wundersame Art und Weise genau zwischen Falster und Seeland aufhören sollte. Die Entscheidung war daher schnell getroffen: Bevor wir den ganzen Tag im Ferienhaus verbringen, fahren wir lieber nach Kopenhagen. Also ging es gegen 10:30 Uhr in Richtung Norden. Während der ganzen Fahrt über Falster hat es weiter geschüttet, teilweise war die Autofahrerei gefährlich. So tauchte auf der Landstraße kurz vor StubbekØbing auf einmal eine lange und tiefe Wasserplatte auf, mir blieb nichts anderes übrig als wie bei Schneeverwehungen zu reagieren: Runter vom Gas und einfach gerade aus weiterfahren. Es ist erstaunlich, wie sehr eine solche Wassermasse das Auto abbremsen kann, wir sind fast bis zum Stillstand gekommen...

Der Regen hat zwar nicht direkt auf Seeland aufgehört, aber auf der weiteren Fahrt nach Kopenhagen wurde das Wetter immer besser und kurz vor der dänischen Hauptstadt kam tatsächlich die Sonne durch. Wenn fünf Könige unterwegs sind smile. Ein Parkhaus haben wir auch schnell gefunden, allerdings haben uns die Preise erschüttert: Eine Stunde Parken sollte genau 28 dänische Kronen, umgerechnet fast 4€, kosten. Ein Hammer, aber auch eine Erfahrung, die sich über die folgenden Stunden immer aufs Neue bestätigt hat: Kopenhagen ist ein extrem teures Pflaster. Aber nun konnte die Eroberung beginnen. Was als Erstes auffiel: Kopenhagen hat verdammt viel Wasser. Klar, die Stadt liegt am Wasser, aber auch in der City selber gibt es überall Kanäle und Seitenarme von der Ostsee. Zunächst (nachdem ich meine Blase entlasten konnte cry) sind wir durch die Innenstadt und die Fußgängerzonen geschlendert. Alte Häuser und alte Kirchen säumten unseren Weg.

Wir sind dann über den HØjbro Plads auf das Slotsholmen spaziert und haben uns die Örtlichkeiten dort angeschaut, imposant ist das schon, was die alten Dänen geschaffen haben. Weiter ging es in Richtung Westen zum Nationalmuseet von Dänemark. Das Museum ist beeindruckend, sehr groß und modern (soweit ich das bei Museen beurteilen kann) eingerichtet. Und das Allerbeste: Der Eintritt ist umsonst, kostenlos, nada Kronen! Wir haben uns auf das Erdgeschoss konzentriert, die Vorgeschichte von Dänemark von Stein- und Bronzezeit bis zu den Wikingern. Aber auch die 1. Etage mit der Geschichte des Mittelalters sowie einigen Prunkzimmern des Palais haben wir kurz besucht. Zurück ging es in die City, wo der Rest der Familie (also alle außer mir suprised) eine Bootsfahrt durch den Hafen mit einer Barkasse gemacht hat. Die Vier waren beeindruckt, aber das kann mich trotzdem nicht überzeugen, mein junges Leben shadeseinem solchen Vehikel anzuvertrauen.

Um 16 Uhr (und um 15€ ärmer dank Parkhaus) ging es dann wieder Richtung Falster. Und ich habe Blut und Wasser geschwitzt: Wir stehen mitten im dicksten Feierabendverkehr und haben fast keinen Tropfen Benzin mehr im Tank. Die Tankanzeige hatte schon bei der Suche nach dem Parkhaus geblinkt (=letzte Warnung in einem Opel), aber direkt in der Innenstadt hatte ich keine Tankstelle gefunden. In dem Stop-and-go war ich fest davon überzeugt, dass wir mit trockenem Tank liegenbleiben. Zudem wir noch eine Ehrenrunde durch die Innenstadt gedreht haben, weil irgendwo falsch abgebogen. Aber alles ist gut gegangen und total erleichtert konnte ich eine Shellstation ansteuern. Was uns beim Ferienhaus wieder erwartet hat, könnt Ihr Euch denken: Natürlich Regen frown,
Ralf

Bindfäden


 Ralf    11 Aug. 2011 : 21:48
 Keine    Das tägliche Einerlei

Bindfäden,

die hat es heute geregnet. Nachdem heute Morgen auf TV2 (ich liebe dänisches Fernsehen und vor allem die morgendliche Sendung namens Go' Morgen auf TV2, das gehört zum DK-Urlaub dazu smile) eine Unwetterwarnung (es wurden 20-40 Liter pro qm angesagt...) verkündet wurde, war klar, dass der Besuch von MØn und besonders der Kreidefelsen keinen Sinn machen. Was soll ich durch die Kreide klettern, wenn es von oben schüttet?! Im Zweifel wäre das sogar gefährlich und darauf kann ich verzichten. Also war ein sehr ruhiger Tag angesagt, alle (bis auf mich dead) habe lange geschlafen, die letzte Nase kam um 10 Uhr aus dem Bett gekrochen. Danach Frühstück, ein wenig im Netz surfen und dann ab zum Einkaufen nach NykØbing wieder in den Kvickly. Der Supermarkt ist wirklich gut, groß und sauber. Da Langeweile und viel Regen einkaufssüchtig machen, wurde entsprechend viel in den Wagen geladen...

Unterwegs konnte man aber die Auswirkungen von dem Regen sehen: Auf den Feldern steht mittlerweile das Wasser und teilweise sind die Wege (von Straßen würde ich hier nicht immer sprechen) überflutet und man rauscht im wahrsten Sinne des Wortes dadurch. So langsam kann das Wetter aufhören, das wäre für alle besser, für die Natur und auch für uns frown. Ich habe die Zeit ein wenig genutzt und versuche gerade atMail als neuen Webmail-Client auf meinem vServer zu installieren. Grundsätzlich läuft mittlerweile alles, aber die Default-Einstellungen für den Servernamen und das Protokoll gefallen mir noch nicht. Ich habe aber noch keine Ahnung, wo und wie man das einstellt. Ist schon interessant, über Oister ist zwar alles langsamer und ab und zu bricht alles zusammen, aber im Prinzip kann ich genauso arbeiten wie Zuhause im Wohnzimmer smile.

Morgen ist weiterer Regen angesagt, bevor am Wochenende die Wetterbesserung kommen soll. Also geht es vielleicht morgen nach Kopenhagen oder MØn. Ich werde berichten,
Ralf

Durchwachsen


 Ralf    10 Aug. 2011 : 21:45
 Keine    Das tägliche Einerlei

Durchwachsen,

wann wird das endlich mal besser und wann kommt endlich richtiges Sommerwetter?!? Im Moment regnet es mal wieder, allerdings kann man sich nach den letzten Tagen über den heutigen nicht allzu sehr beschweren. Bis 17 Uhr war es trocken und davor haben sich Wolken und Sonne abgewechselt, so dass wir mal wieder am Strand waren. Für immerhin zwei Stunden hat es gereicht und zwischendurch gab es mal 30 Minuten Sonne am Stück, so dass wir auch durch die Wellen toben konnten. Allerdings war das Wasser von meinem Gefühl her schweinekalt, auch die Ostsee scheint sich schon abgekühlt zu haben. Die Kinder hat es allerdings nicht sehr gestört, die müssen andere Temperatursensoren haben shades. Die nächsten beiden Tage soll es wieder Dauerregen geben, bevor am Samstag so etwas wie ein kleines Hoch vorbeischaut. Vielleicht besuchen wir morgen MØn, ich peile die Kreidefelsen samt dem Geocenter an, um anschließend in Stege, dem Heimatort von John, vorbeizuschauen, Er hat uns den Ort empfohlen, der sei sehr schön. Die Fotos im Internet sehen vielversprechend aus.

Apropos Internet, die Verbindung mit Oister klappt grundsätzlich sehr gut, allerdings gibt es gelegentlich unverständliche Verbindungsstörungen. Mal rennt die Leitung mit bis 2MBit/s, nur um dann Sekunden später nur Bit für Bit durch die Leitung zu lassen. Vor allem der Download ist dann betroffen, Upload geht noch, aber rein kommt nichts mehr. Dadurch habe ich schon zu sendende E-Mails verloren... Ich habe wirklich das Wetter im Verdacht, auch wenn ich den Zusammenhang nicht verstehen würde. Wenn es regnet und dicht bewölkt ist, dann ist die Verbindung schlechter. Aber was beschwere ich mich, ich bin happy im Netz sein zu können smile. Auch in Dänemark muss man nicht auf den Link des Tages verzichten: Diskutierst Du noch? Kloppo hätte mir als Produktname noch viel besser gefallen (keine Missverständnisse! Ich schätze Kloppo sehr!), aber da hätte es sicherlich Ärger gegeben.

Ein Vorteil von mobilem Internet ist: Man ist nicht von der Welt ausgeschlossen. Das ist für mich der Spruch des Tages: "Ich hatte mal zwei, aber damit schaut dich keine Frau mehr an". Der stammt aus diesem Artikel: Steine, Brandbomben, Blackberrys. Was in England abgeht, ist nicht mehr zu verstehen. Das kann als Ursache auch nicht nur soziale Spannungen und Unterschiede haben, das ist für mich die reine Lust am Zündeln und Randale machen. So etwas würde es in Deutschland oder gar Dänemark niemals geben! Wer das tatsächlich denkt, wie so manche deutsche Politiker, muss auf einem anderen Planeten leben. Natürlich ist das auch in Deutschland möglich, was passiert denn jedes Jahr zum 1.Mai in Berlin oder anderen Städten? Wo werden denn jede Nacht Autos abgefackelt? Ich meine, das wäre in Hamburg...

Die Hoffnung stirbt zuletzt,
Ralf

Wiederverwertung


 Ralf    09 Aug. 2011 : 22:46
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Hallo Ihr Lieben, es war einmal in einem kleinen, gar nicht so fernen Land. Dort, am Ende einer verwunschenen Sackgasse liegt ein kleines Haus umgeben von üppiger Vegetation:
Ferienhaus

Nur durch kleine, schmale und enge Gassen
Ferienhaus

kann man diesen himmlischen Ort verlassen, um durch die Strandpforte das Paradies zu erreichen:
Ferienhaus

Heute habe ich es mir einfach gemacht und die E-Mail, die ich vorhin an Bekannte, Verwandte, Freunde und Kollegen geschickt habe, hier veröffentliche. Zum einen finde ich die Mail recht gelungen und zweitens sind ein paar Bilder dabei, Wer die Mail nicht bekommen hat: Das ist kein böser Wille, sondern es fehlt mir hier einfach die entsprechende Adresse. Ich habe nicht an alle gedacht... Mal sehen, was wir morgen machen, denn das Wetter soll so regnerisch bleiben, vielleicht geht es nach MØn, Ralf PS: Das ist das Ende der Welt, jedenfalls der skandinavischen. Der südlichste Punkt von Skandinavien bei Gedser Odde, wir waren heute beim Sydstenen:
Ferienhaus

Das globale Dorf und ich


 Ralf    08 Aug. 2011 : 21:38
 Keine    Das tägliche Einerlei

Das globale Dorf

hat mich wieder, ich bin online smile, wie Ihr bereits an den hoch geladenen Beiträgen von Samstag und gestern bemerken konntet. Aber bis es soweit war, musste ich ein kleines Abenteuer durchstehen. Wir sind gleich heute Morgen nach NykØbing gefahren, zum einen, weil das Wetter nicht so toll war, und zum anderen, weil ich zum Postamt wollte. Nun, ich habe der älteren Mitarbeiterin am Tresen mein Problem erläutert (alles auf Englisch, es ist erstaunlich, wie wenige Dänen in dieser Gegend Deutsch sprechen, obwohl Deutschland nicht weit entfernt ist. Auf Jütland ist das ganz anders, dort kommt man mit Deutsch immer gut weiter) und sie meinte: We're selling only, war aber bereitwillig, mir helfen zu wollen. Sie las sich die Anleitung durch und meinte bei einer Seite: Bei dem Startpakke ohne UMTS-Stick braucht man keine Kundennummer, da würde der Aktivierungscode reichen. Deswegen wäre auf der Rückseite von dem Karton auch gar keine Nummer vorhanden und zeigte mir zum Beweis noch einen Karton inkl. UMTS-Stick. Dabei bräuchte man eine Kundennummer und in der Tat war auf dem Karton mit dem Stick auch eine vorhanden. Nun gut, mein Dänisch ist eher schlecht wink, vielleicht hat die freundliche Dänin recht.

Anschließend haben wir noch einen Bummel durch NykØbing gemacht, das ist ein nettes kleines Städtchen mit einer relativ großen Fußgängerzone. Aber mehr als eine Stunde kann man dort nicht verbringen. Abgerundet wurde der Vormittag mit einem Besuch im örtlichen Kvickly. Wie von der Kette gewohnt, war der Einkauf bei der üppigen Auswahl (und trotzdem günstigen Preisen) angenehm und wir sind einiges an Geld losgeworden. Ich habe noch eine Minimaus eingesteckt, bei 30 Kronen, umgerechnet gut 4€, konnte ich nicht widerstehen. Das Teilchen ist erstaunlich gut. Zurück im Haus gab es kein Halten mehr für mich: Ich wollte unbedingt Internet haben! Also habe ich den Ratschlag der Postbeamtin verfolgt und die Aktivierung ohne Kundennummer versucht: Ergebnis wie vorher, man muss definitiv eine haben. Das habe ich dann auch im Kapitel in der Anleitung gesehen, auf das die Dänin verwiesen hatte. Das Kapitel beschreibt nämlich, wie man die Karte wieder aufladen kann, wenn die gebuchte Zeit um ist. Es half alles nichts: Ich musste die Hotline von Oister anrufen. Und da war dann wieder dieses dänische Problem: Natürlich war die Ansage auf Dänisch und hat aufgefordert, je nach Anliegen eine Zahl zu drücken, um entsprechend weitergeleitet zu werden.

Ich habe was von der Zahl 2 und Kundenservice verstanden und sofort diese Zahl gedrückt. Tatsächlich hatte ich anschließend einen Menschen am Hörer, der mir auf Englisch helfen konnte. Er meinte, wenn ich ihm die Nummer der SIM-Karte sage, kann er die Kundenr im System suchen. Und in der Tat, nachdem ich ihm die 20stellige SIM-Nummer nannte, konnte er mir kurz darauf meine 8stellige Kundennummer nennen. Das ganze Gespräch hat keine 3 Minuten gedauert und wird hoffentlich nicht so viel mit meinem deutschen T-Mobile-Vertrag kosten... Aber die Hotline ist toll! Mit der Kundennummer hat die Aktivierung sofort geklappt und fünf Minuten später war ich im Netz smile. Ich bin halt doch ein Junkie... Kommen wir zur Qualität von Oister: Ich finde die erstaunlich gut, natürlich gibt es manchmal Schwankungen bis hin zum kompletten Verbindungsabbruch (abhängig von Regen, Wolken, Gewitter), aber ich hatte auch schon Übertragungsraten von 1,3 MBit/s! Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden, mein Notebook-Access-Point mit Connectify klappt auch hervorragend, alle fünf Geräte sind im Netz unterwegs smile.

Aber vielleicht lesen diese Geschichte auch andere, die eine Oisterkarte gekauft haben: Die 13stellige Nummer auf dem Karton ist eine interne Nummer der dänischen Post. Die Kundennummer muss direkt nach dem Wort "Kundenr" kommen. Fehlt die, wie bei mir, was ich für eine Fehllieferung halte, führt kein Weg daran vorbei, die Hotline von Oister anzurufen. Mehr Abenteuer brauche ich ab sofort nicht mehr in Marielyst dead,
Ralf

Unwetter


 Ralf    07 Aug. 2011 : 22:17
 Keine    Das tägliche Einerlei

Unwetter,

die ganze Nacht hat es durchgeregnet und gewittert, ich war zwei Mal wach (die Blase...) und draußen hat es getobt. Das Wetter wurde erst im Laufe des Tages besser, erst hat es aufgehört zu regnen und im Laufe des Vormittags klarte es immer weiter auf. Daher ging es am Vormittag erst nach Marielyst zum Auftanken (Geld, aus einem NCR-Automaten, bäh wink, und Benzin), dann wurde gekocht und gegessen und am Nachmittag ging es an den Strand. Es war zwar noch recht windig, aber man konnte es gut aushalten. Die Kinder waren sogar im Meer, das Wasser ist recht warm. Das weiß ich, weil ich selbst bis zur ersten Sandbank gegangen bin (auch das kann man mit Hals und Hou vergleichen: Wenn es in die Ostsee geht, kommen noch zwei Sandbänke nach einigen Metern) und somit zumindest bis zu den Oberschenkeln in der Ostsee stand. Am Strand war erstaunlich wenig los. Nur ein paar Besucher, die meisten sind nach ein paar Minuten wieder gegangen. Schön am Haus ist auch, dass der Weg zum Strand nicht allzu weit ist. Zwar nicht die versprochenen 150m, wie es im Internet steht (vielleicht Luftlinie von 150m), aber ich schätze den Weg auf gut 250m und das ist mehr als in Ordnung.

Ich muss unbedingt auf die Toilette zu sprechen kommen: Das Haus hat eine Vakuum-Toilette! So etwas habe ich noch nicht erlebt. Mir ist auch der Vorteil davon nicht klar, aber man scheint weniger Wasser zu verbrauchen. Wie auch immer, aber wenn man sein Geschäft gemacht hat und abzieht, kommt man sich vor wie bei einem startenden Düsenjäger wink. Alles wird hineingezogen... Am Nachmittag war John da, das ist sozusagen der Vermittler des Hauses. Das Konstrukt ist mir nicht klar, aber die von ihm im Internet angebotenen Häuser scheinen alle einzelnen Personen/Familien zu gehören und er organisiert das alles. Als Beruf kann er das nicht betreiben, denn von ca. 10-15 Häusern kann man nicht leben. John hat berichtet, dass auf Falster in der vergangenen Nacht über 70mm pro qm gefallen sind und in Gedser (ca. 15km südlich von hier) ein Ferienhausgebiet im Prinzip abgesoffen ist. Sowohl deutsche (Bericht über Rostock) als auch dänische TV-Bilder haben das am Abend bestätigt. Bei meinem Problem mit Oister konnte mir John leider nicht helfen, das habe ich auch nicht erwartet, aber erhofft... Es bleibt wohl nichts anderes übrig, als morgen nach NykØbing ins Posthuset zu fahren und das Problem zu schildern. Und wenn es notwendig ist, muss ich wohl die Hotline von Oister anrufen...

Das Wetter bereitet mir echt Unbehagen, die Aussichten für die nächsten Tage sind düster. Es soll im Prinzip so bleiben, es wird weiter von oben schütten und zudem kühler werden. Von einem dänischen, stationären Hoch ist nichts zu sehen frown,
Ralf

Besser als Plan


 Ralf    06 Aug. 2011 : 22:10
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Besser als Plan,

denn wir waren bereits um 12 Uhr im Ferienhaus und auch die SIM-Card war bereits gekauft. Aber der Reihe nach, die Nacht war sehr kurz und das Aufstehen beinahe schmerzhaft, aber es gab ja ein großes Ziel und so musste man durch. Die Abfahrt war fast pünktlich, um 5:22 Uhr wurde der Motor gestartet. Auch der weitere Verlauf war nahezu langweilig, es war nichts los auf den Bahnen. Einzig in Hamburg haben die vielen Baustellen genervt, zwei Mal standen wir auch. Aber auch das Nadelöhr war in endlicher Zeit geschafft. Um 9:45 Uhr standen wir bereits in Puttgarden an der Fähre und wurden ohne Mehrkosten bereits um 10:15 Uhr übergesetzt. Um 11 Uhr war Lolland erreicht, um 11:45 Uhr stand ich im Postamt von NykØbing, um die Oister-Karte zu ergattern, und wenige Minuten später waren wir im Haus. Zu der Zeit war die Besitzerin Jannine noch im Haus und hat nach dem Rechten gesehen. Nach einem Smalltalk in Deutsch, Englisch und Dänisch gehörte das Reich uns. Aber Jannine war sehr nett und hat uns noch einige Infos gegeben, u.a. wir man zum Strand kommt.

Das Haus ist wunderbar, man kann noch genau den alten Teil vom Haus erkennen und wo der neue Teil angebaut wurde. Durch den Umbau ist die Küche riesengroß geworden, mit einem riesigen Küchenblock in der Mitte, an den man sich auch setzen kann. Das Ferienhaus liegt im nördlichen Teil von Marielyst, in ElkenØre. Es scheint ein relativ altes Ferienhausgebiet zu sein, was man zum einen an den hier vorzufindenden Häusern und dem dichten Bewuchs bemerkt, zum anderen aber auch daran, dass vor allem die Dänen selbst die Häuser benutzen und kaum Deutsche vorzufinden sind. Der nördliche Teil hat zudem den Vorteil, dass hier nicht viel los und der Strand sehr leer ist. Das ist direkt in Marielyst (ca. 5km von hier) schon anders. Wir waren dort zu Mittag essen (der obligatorische halbe Hahn smile) und es tobte der Bär, die Hauptstraße war voll und viele Menschen unterwegs, das auch am Strand. Für mich wäre es direkt in Marielyst nichts, das ist für mich nicht das "richtige" Dänemark, da fühle ich mich in ElkenØre wesentlich besser aufgehoben. Der Nachteil ist natürlich, dass die Einkaufsmöglichkeiten weiter entfernt sind (mind. 1km bis zum Campingplatz). Kommen wir zum Strand, der ist vergleichbar mit Hals und Hou (und natürlich unmöglich mit der dänischen Nordseeküste zu vergleichen): Ungefähr 20 Meter breiter Sandstrand, davor kleine Dünen (wirklich klein) und es geht flach in die Ostsee.

Was mir derzeit noch Probleme bereitet, ist die Aktivierung der SIM-Karte, das will einfach nicht klappen. In der dänischen frown Anleitung steht, man solle online bei Oister.dk die 8-stellige Kundennummer eintragen, die auf der Rückseite von dem Startpakke stehen würde (soweit reicht mein Dänisch noch, um das zu verstehen). Nur, bei mir steht keine 8-stellige Nummer, sondern eine mit 13 Stellen (eine 7 gefolgt von 2 Blöcken mit jeweils 6 Zahlen) und ich habe keine Ahnung, was ich mit "meiner" Kundennummer machen soll. Egal was ich ausprobiere, ich bekomme online immer nur die Mitteilung: Eine in deren System unbekannte Nummer (natürlich auch wieder auf Dänisch...).

Momentan tobt draußen ein Unwetter, seit Stunden rollt ein Gewitter nach dem nächsten über uns hinweg. Dazu ein ausgesprochener Starkregen frown,
Ralf

25


 Ralf    05 Aug. 2011 : 23:01
 Keine    Das tägliche Einerlei

25,

bald, nur noch ganz wenige Stunden, dann geht es los in den 25. Dänemarkurlaub smile. Und das in genau 15 Jahren, 1996 war es und wir waren das erste Mal in Dänemark: In As Vig. Seitdem sind wir voll infiziert und seit rund 10 Jahren müssen es mindestens zwei Urlaube pro Jahr im gelobten Land sein. Alles ist bereit, das Auto ist gepackt und steht abfahrbereit vor der Haustür. Es kann losgehen! Um 4 Uhr wird der Wecker schellen (mal zusehen, ein wenig Schlaf muss ich noch finden) und um 5 Uhr wird der Zafira gestartet. Zur Einstimmung habe ich mir eben den Bundesligaauftakt zur 49. Saison gegönnt, Dortmund hat verdient und ganz locker gegen den HSV gewonnen: Meister Dortmund eröffnet die Saison mit einer Gala. Der BVB hat nahtlos da weitergemacht, wo die letzte Saison aufgehört hat. Wenn die Mannschaft so weiterspielt, dann führt auch dieses Jahr der Weg zur Meisterschaft nur über Dortmund. Und, sie sind jetzt schon besser shades als in der letzten Spielzeit, denn da ging der Auftakt gegen Bayer Leverkusen daneben.

So, jetzt mache ich Schluss. Ich hoffe, ich bekomme morgen eine dänische SIM-Karte (bis 13 Uhr muss ich im Postamt von NykØbing sein) und dann geht es am Abend live hier weiter. Das wäre eine Premiere, denn bisher war ich im Urlaub immer vom Netz der Netze abgeschnitten sad,
Ralf

Ungefähr 30


 Ralf    04 Aug. 2011 : 22:27
 Keine    Das tägliche Einerlei

Ungefähr 30,

so viele Stunden sind es noch bis zur Abfahrt ins gelobte Land smile. Nur das Wetter spielt nicht mit, irgendwann mache ich den Carrell: Wann wird es endlich wieder Sommer, ein Sommer wie er früher einmal war... Der Sommer 2011 ist gruselig, zwar relativ warm heute, aber ab morgen gehen die Temperaturen wieder zurück und das nächste Regenband kommt. Wenn überhaupt, dann hat es dieses Jahr nur Perioden mit 48 Stunden Sommer gegeben... Aber in Dänemark wird alles besser shades. Das Urteil werden viele nicht verstehen und mir geht es nicht anders: Gericht verweigert Gäfgen die Opferrolle. Die Folterandrohung war falsch und gegen jedes Recht, das ist unbestritten. Das hätte man in dem heutigen Urteil auch feststellen können, aber eine Entschädigung hätte nicht sein müssen. Und ob man das nun Entschädigung nennt oder doch Schmerzensgeld, ist Philosophie, für mich ist es das gleiche...

Von mir aus kann es noch tiefer gehen: Dax und Dow stürzen ab. Manchmal hat man nur noch das Gefühl, irgendwas Großes steuert dieses Auf und Ab, viel Geld wird im Moment verbrannt und bestimmte Menschen oder wahrscheinlicher Firmen werden in naher Zukunft, wenn es wieder bergauf geht, viel Geld verdienen. Irgendwann kommt auch der Goldkurs an die Reihe und geht in den Keller. Ich möchte mal wissen, wer die Fäden zieht... Das ganze Leben ist ein Spiel und wir sind nur die Kandidaten, um mal HaPe annähernd zu zitieren.

Für den Urlaub ist alles vorbereitet, hoffe ich zumindest. Aber irgendwas wird garantiert fehlen oder habe ich vergessen, aber was soll es, das kann man auch in Dänemark organisieren smile,
Ralf