Tretmühle



Tretmühle,

ich bin zurück im täglichen IT-Hamsterrad und habe überlebt, Gefühlt kamen die Geschosse aus allen Richtungen, aus dem geliebten großen Service-Projekt, dem Go-Live in einem Kundenprojekt sowie normalem Support für Länder sowie bei den SAP-Schnittstellen. Bis jetzt konnte ich alles bravourös verteidigen wink. Ich war aber auch erstaunlich relaxed, das haben Kollegen mit Sprüchen von mir gemerkt. Trotz nur einer Woche scheint der Urlaub ziemlich erholsam gewesen zu sein, gefühlt sind alle Batterien wieder voll. Mal sehen, wie lange der Zustand anhalten wird. Aber wie meinte ich in der Frühstücksrunde? In 80 Tagen startet der nächste Urlaub shades. Aber nach dem Urlaub ist vor dem nächsten, die Planungen für den Herbsturlaub laufen auf vollen Touren. Ich würde gerne nach Griechenland fliegen, ganz genau nach Kreta. Im allsun-Hotel in Alcúdia hingen 2 Werbeplakate mit deren neuen Hotels in Malia. Die Plakate habe ich mir natürlich angesehen und gedacht: Hmm, gefällt mir sehr, all-inclusive, also Ouzo smile, ich bin sehr zufrieden mit den Hotels von allsun und nach Griechenland wollte ich schon immer.

Geflogen wird bis Anfang November, das würde wunderbar passen mit dem bereits genehmigten Urlaub in der ersten Novemberwoche. Es gibt nur ein Problem: Man kann nicht ab Paderborn fliegen, weil dann bereits der Winterflugplan gilt. Am günstigsten ist ein Flug ab Köln-Bonn. Im Pauschalpreis wäre ein Bahnticket enthalten, aber zum Flughafen würde man mit der Bahn mindestens 3 Stunden fahren (wenn Bahn fährt). Preislich wäre es mit Alcúdia vergleichbar. Ich werde noch in mich gehen. Der Feierabend wurde zur üblichen Zeit eingeleitet, man sollte nicht gleich am allerersten Arbeitstag übertreiben. Traditionen sowie Rituale müssen sein, das gilt auch für den Sofaschlaf. Danach fiel es mir extrem schwer, in den Folterkeller abzubiegen, aber ich habe die Kurve bekommen. Obwohl die Beine 2 Ruhetage hatten, fiel mir das Treten extrem schwer. Aber ich habe auf die Zähne gebissen und 55km mit 165 Watt in 1:42h geschafft. Der heutige Ablauf soll sich in den nächsten Tagen wiederholen, zudem werde ich im Home-Office bleiben. Ach ja, parallel habe ich die Serie Oderbruch 2 fortgesetzt und bin am Ende der 5. Folge angekommen. Meine Güte, ist die Serie gut, ich bin begeistert und bedauere das morgige Staffelende. Ab Donnerstag werde ich wieder Kinomap reaktivieren und parallel Musik hören.

Normales RaBo-Leben also,
Ralf

Entspannte Rückflugzeit



Entspannte Rückflugzeit,

alles hat ein Ende und ein Urlaub ein viel zu schnelles. Gefühlt sind wir vor wenigen Minuten nach Malle abgeflogen und schon sitzt man wieder hier. Total entspannend ist es, wenn ein Rückflug erst um 14:25 Uhr geplant ist. Man kann gemütlich frühstücken, locker die Koffer packen und noch 1,5 Stunden am Pool sitzen. Außerdem haben wir uns endlich das Nebengebäude angesehen. Und das bei bestem Wetter: Wärmer als die letzten Tage, kein Wind und Sonnenschein pur. Gegen 11 Uhr haben wir ausgecheckt und wurden 15 Minuten später abgeholt. Am Aeroporte verlief auch alles glatt sowie schnell und wir haben bei McDonalds noch einen großen Kaffee getrunken. Abflug und Landung erfolgten planmäßig, so dass wir um 16:50 Uhr ans Terminal vom Flughafen Paderborn gerollt sind. Wenn ich mir ideale Zeiten malen könnte, würde ich alles eine Stunde früher wählen: Abflug um 16:30, Rückflug um 13:30 Uhr. Egal, der Große stand bereits auf dem Parkplatz, so dass wir gegen 17:45 Uhr in heimatlichen Gefilden waren. Der Urlaub war definitiv zu Ende. Ein Fazit hatte ich bereits gestern gezogen: Trotz des schlechten Wetters würde ich Alcúdia, das Hotel und auch den Monat März jederzeit erneut wählen.

Vielleicht in 2027 ab Mitte März, schauen wir mal. Zuhause ist alles wie immer, positiv wie negativ. Trotz der Völlerei im Hotel muss man auch in Paderborn etwas essen, ich habe bei Pizza-Star bestellt. Bei Lieferando habe ich bereits alles erlebt: Komplette Straße fehlte in der Bestellung, mal die Hausnummer und heute war es der Nachname. Dazu hatte die nette Auslieferin (Studentenjob?) Probleme mit dem Navi und hat uns nicht gefunden. Das konnten wir telefonisch und mit mir an der Straße lösen. Lecker war es trotzdem. Jetzt sitze ich hier mit matschigem Schädel, es läuft alles wie im Nebel ab. Ich wollte auf dem Sofa lauschen, hat aber nicht geklappt. Was mich erschüttert hat: Die aktuellen Preise an Tankstellen. Diesel für 2,20€, habt ihr noch alle Tauben auf dem Dach? Mit welcher Begründung? Auf Mallorca ist der Sprit deutlich günstiger, auch wenn es dort in den letzten Tagen ebenfalls nur die Richtung nach oben gab. Wir importieren nur 6% des Rohöls aus Nahost, eigentlich dürfte es solche Riesensprünge nicht geben. Riecht für mich nach Abzocke. Was mich riesig freut: Um 7 Uhr fängt das Home-Office wieder an. Wer Ironie findet... Immerhin habe ich jetzt eine weitere Ausrede, nicht zum HNR zu fahren: Das kann ich mir nicht mehr leisten wink.

Ich nehme alles an Ausreden mit,
Ralf

Verdammtes Wetter



Verdammtes Wetter,

gestern schaue ich auf die Wettervorschau, sehe ein ähnliches Wetter wie am Samstag. Also kühl und Regen. Deswegen habe ich auf eine Verlängerung der Rennradmiete lieber verzichtet, was durchaus möglich gewesen wäre. Aber auf einen weiteren nassen Tag im Sattel hatte ich echt keine Lust. Was passiert heute?!? Genau, es war der beste Tag des Urlaubs, kein Regen und sehr viel Sonne. Es wäre ein herrlicher Tag für eine Radtour gewesen, perfekte Bedingungen, hätte hätte Fahrradkette. So haben wir nach dem Frühstück einen langen Spaziergang am Strand unternommen, sind in Richtung Süden gegangen. Nach der Rückkehr haben wir es uns am Pool bequem gemacht, dazu gab es Bier und Brandy. Ich war sogar bis zu den Knien im Pool, das hat irgendwie gutgetan. Die Beine sind müde und das kalte Poolwasser war zu schön. Danach gab es den ersten Sofaschlaf, ich bin völlig kaputt. Noch unter die Dusche springen und es ging zurück an den Pool. Auch irgendwie anstrengend wink.

Das Abendessen war gut, es gab Reis nach Art Frutti di Mare, lecker. In der Hotellobby waren wir nur kurz, so viel Alkohol ist total anstrengend. Insofern ist es gut, dass morgen unser Rückflug stattfindet. Wären wir vier Wochen im Hotel, hätte der Körper unwiderrufbare Schäden... Zurück auf dem Zimmer gab es deshalb die 2. Sofarunde und jetzt tippe ich hier. Es ist Zeit, ein Fazit zu ziehen. Lohnt sich ein Mallorca-Urlaub direkt Anfang März? Ja und nein, die Büroauszeit vom Winter war trotz des schlechten Wetters gut. Nein, das Wetter war zu schlecht, das hatte ich mir anders vorgestellt. Ich dachte an 20 Grad und viiiiel mehr Sonnenschein. Auf den Radtouren war es teilweise grenzwertig, ich habe zu sehr gefroren, es war zu nass. Ich würde einen Urlaub im März trotzdem wiederholen, aber tendenziell eher Mitte März. Wobei die Wetteraussichten für nächste Woche auch nicht besser sind. Ist das eine Ausnahme oder normal? Morgen um 11:10 Uhr werden wie abgeholt, um 14:25 Uhr startet die Maschine in Palma. In 18 Stunden sind wir wieder zuhause. Was gut und auch weniger gut ist.

Hat alles Vor- und Nachteile im Leben,
Ralf

Verfluchtes Petra



Verfluchtes Petra,

ich musste den dritten Versuch abbrechen, den verdammten Ort zu erreichen. Die Wetterdienste waren unschlüssig, mal im Vergleich zwischen den Anbietern, mal bei ein und demselben Dienstleister. Das lief dann so ab: Kein Regen bis zum Mittag, 5 Minuten später Regen ab 11:30, 5 Minuten später kein Regen, dann doch wieder Regen, aber nur leicht, kein Regen, stärkerer Regen usw. Kurz nach 9 Uhr wurde es mir zu blöde und ich bin einfach in den Hotelkeller gegangen, habe mir das Rennrad in der Box geschnappt und bin in Richtung Süden gefahren, um nach ca. 20km nach Petra abzubiegen. Wie ich mittlerweile weiß, geht es in dieser Region bergauf und ab. Unterwegs konnte ich Heerscharen von Radkollegen begrüßen. Ich scheine nicht der einzige zu sein, der ein Trainingslager auf Mallorca Anfang März für eine gute Idee hält. Ich war gerade 5km von Petra entfernt, der erste Stopp, da fing der Regen an. Zunächst nur leichter, aber ich musste mir etwas überlegen: Weiterfahren oder nicht?!? Ich habe mich für eine Umkehr entschieden, denn ich hatte schon wieder mächtig gefroren. Bis zur Küste blieb es bei den Tropfen, aber dann wurde der Regen immer stärker. Ca. 8km vor dem Hotel der 2. Stopp, die Lage unter einer Bushaltestelle sondieren.

Es kam eine ältere Dame hinzu und wir waren uns total einig: So hatten wir uns Mallorca Anfang März nicht vorgestellt. Mittlerweile regnete es stärker, aber was sollte ich machen? Ich bin durch die Gischt nach Hause gefahren und komplett nass geworden. Im Hotel gibt es eine Art von Fahrraddusche: Gekachelter Bereich, in dem man das Rennrad stellen sowie mit einem Schlauch abspritzen kann. Das habe ich sofort gemacht, denn solange der Dreck noch feucht ist, ist das einfacher und außerdem musste das Rad heute wieder abgegeben werden. Auf eine Diskussion hatte ich keine Lust. Im Apartment habe ich mich sofort umgezogen und meine Sportutensilien geputzt (Schuhe, Computer, Rücklicht). Pünktlich zum SCP-Spiel war ich fertig, das Highlight konnte beginnen! Wenn man mit Braunschweig gegen eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller spielt, erwartet man einen klaren Heimsieg. Der Ball lief super durch die eigenen Reihen, aber vorne fehlte wie so oft in dieser Saison die Durchschlagskraft. So kam es wie es kommen musste, die Eintracht ging durch einen Glückstreffer in Führung und der SCP spielte ohne Erfolg an. Mit Glück gab es in der Nachspielzeit noch das 1:1, 2 Punkte verloren. Noch mal zum Radsport: Heute waren es 65km in 2:43h, in Summe bin ich auf 370km gekommen. Nicht schlecht, aber nicht die geplanten 500km dank des schlechten Wetters cry.

Morgen trudelt der Urlaub langsam aus, Ruhetag,
Ralf

Rundfahrt



Rundfahrt,

ich habe mich grob im Umkreis von 20km rund um Alcúdia aufgehalten. Direkt nach dem Frühstück bin ich allerdings nicht losgefahren, die Wolken sahen dunkel aus und die x Wetterberichte waren zwiegespalten. Der eine so, der nächste anders. Ich habe bis kurz vor 10 Uhr abgewartet, gibt es Regen oder nicht?!? Gab es nicht und mir ist es zu blöde geworden, ich bin einfach in den Hotelkeller gegangen und habe mir das Rennrad geschnappt. Zunächst ging es nach Port de Pollença, ich bin durch den Ort gerollt, ganz nett, auch der Strand, und weiter nach Pollença. Die nur leichten Anstiege habe ich in den Beinen gemerkt, ist halt der vierte Tag in Folge. Nach Pollença wurde es nicht besser, denn die ersten Anstiege waren zu bewältigen. Über die Autobahn hinweg ging es nach Sa Pobla und weiter nach Muro, der Anstieg vor dem Ort geht völlig in die Beine. Danach bin ich nach Sineu abgebogen und dachte eigentlich an ein lockeres Rollen in der Flachetappe. Pustekuchen, es geht rauf und runter, In Sineu habe ich die erste und einzige Pause eingelegt, orientieren, wo bin ich, wer bin ich, was mache ich hier wink.

Leider fing anschließend doch der Regen an, man wird verdammt schnell verdammt kalt und nass. Das macht einfach keinen Spaß und den Abstecher nach Petra habe ich mir wiederum gespart. Es ging direkt über Santa Margalida, endlich ein paar Sonnenstrahlen, und Can Picafort ins Hotel. Am Ende waren es 83km in 3:22h, mit der Leistung bin ich auch ohne Wattmesser zufrieden, Hauptsache fahren. Unterwegs konnte ich viele Kollegen sehen, überholt haben mich nur die Gruppen, nur wenige Einzelfahrer. Im Apartment stand ich nach der Kälte vor der Wahl: Heiß duschen oder ins Bett verkrümmeln. Ich habe mich für das Bett entschieden. Vorher habe ich allerdings Pils und Brandy auf dem Balkon in der Sonne(!) genossen. Die wärmenden Strahlen waren echt schön. Warum können wir nicht 20 Grad bei Sonnenschein pur haben? Morgen setzt sich das shit Wetter fort, angeblich Regen ab 12 Uhr. Ich denke, ich werde es wie heute halten: Beobachten und nach dem Frühstück auf die letzte Runde gehen. Vielleicht fahre ich die gleiche Strecke wie heute, war schön. Vor allem vor Sineu ist es trotz der Hügel total ruhig, einsam und herrlich.

Die letzten Tage des Urlaubs brechen an cry,
Ralf

Santa Margalida



Santa Margalida,

wobei das Ziel eigentlich ein anderes war. Man wird kurz nach 6 Uhr wach, sieht draußen dunkle Wolken, der Wetterbericht ist nicht verheißungsvoll und noch vor dem Frühstück fing es an zu schütten an. Prima! Da ist es natürlich von großem Vorteil, wenn man im Hauptgebäude untergebracht ist. Kurze Wege und man wird nicht nass. Gegen 11 Uhr hat es endlich aufgehört und ich habe einen Spaziergang in die Innenstadt von Port d'Alcúdia unternommen. Überall dicke Pfützen, teilweise stand das Wasser auf den Straßen und man musste einen kleineren Spießrutenlauf unternehmen. Aber immerhin war ich in diesem Urlaub endlich am Mittelmeer und am Strand. Im Vergleich zum November hat sich natürlich gar nichts verändert. Anschließend gab es die ersten Biere, jaja, morgens noch. Aber es ist Urlaub und all-inclusive, musste man mitnehmen wink. Dadurch und wegen des guten Frühstück war ich bettreif, habe ich für gut eine Stunde auch gemacht. Man wird wach und sieht Sonne, so ging es mir um 14 Uhr. Schnell nach unten und die Situation vor dem Hotel prüfen: Die Straßen sind trocken!

Ich habe mich schnell umgezogen, bin in den Hotelkeller gegangen und habe mir das Rennrad geschnappt. Es sollte natürlich nur eine kleine Tour werden mit dem Ziel Petra. Bis Sa Pobla verlief noch alles total planmäßig, wobei mich der dicke Verkehr auf der recht kleinen Nebenstraße gewundert hat. Meine Erklärung: Viele der im Tourismus Beschäftigten leben in den Orten im Inselinneren. In dem Ort gab es kein Schild nach Petra und ich bin nach Malle-Gefühl gefahren. Kurz vor Santa Margalida, endlich mit Petra-Schild, gab es die ersten Tropfen und das Wolkenbild in der südöstlicher Ferne sah nicht verheißungsvoll aus. Ich habe den Plan geändert und bin schnell nach Can Picafort gefahren. Die Wolken wurden immer dunkler, zudem konnte ich Gewitter hören. Ich wurde immer schneller, habe aber im Grunde Glück gehabt. Erst circa 1km vor dem Hotel wurde aus den Tropfen ein richtiger Regen und ich bin noch einigermaßen trocken im Hotel angekommen. Am Ende waren es ~48km in 1:52h, mehr als ich gestern gedacht hätte. Morgen früh soll es trocken bleiben, der erste Regen ist für 12 Uhr angesagt. Klar, was mein Plan ist: Um 8 Uhr frühstücken und um 9 Uhr im Sattel sitzen.

Man muss die Umstände nutzen,
Ralf

Tramuntana



Tramuntana,

mache ich das im Urlaub zum Aufhänger des Tages: Das Ziel der aktuellen Radtour. Geschlafen habe ich wundervoll, allerdings war die Nacht kurz nach 6 Uhr bereits zu Ende. Kein Wunder, der Prinz musste auf die Keramik und zudem bin ich schon um 22 Uhr eingeschlafen. Urlaub sowie Rennrad fordern ihren Tribut. Leider waren wir nicht direkt um 8 Uhr beim Frühstück, nur noch schnell duschen. Also, nicht ich wink. Das Essen war lecker wie immer, 1,5 Teller mit Omelette und Schinkenspeck, anschließend noch Obst als Deckblatt. 9:30 Uhr war ich beim Trek-Rennrad, wenige Minuten später auf der Strecke. Ich habe mich auf den Weg nach Pollença und in die Tramuntana gemacht. Direkt hinter Alcúdia hatte ich mich verfahren, ich war auf der vollen Straße in Richtung Palma unterwegs. Somit umdrehen und auf einmal sehe ich einen Trupp von Kollegen von rechts aus dem Gebüsch springen und die Straße kreuzen. Hmm, die wollen bestimmt auch ins Gebirge, hinterher! Und richtig, abseits der stark befahrenen Straßen ging es nach Pollença, danke! Hinter dem Ort beginnt die Einfahrt ins Gebirge, zunächst rollt man noch gemächlich ohne Anstiege. Aber nach ~3-4km geht es los und hört gefühlt nicht mehr auf.

Über knapp 8km geht es permanent bergauf bis auf eine Höhe von über 500 Meter!! Die Oberschenkel haben gebrannt, der Puls rannte und das Herz hämmerte. Obwohl ich mehrfach an Aufgabe gedacht habe, habe ich durchgehalten bis Lluc!! Endlich Pause und endlich Nikotin. Natürlich war alles nass geschwitzt, da haben die Windböen mit 50-60km/h keinen Spaß gemacht. Ich habe heftig gefroren, die Finger steif und blau. Ich habe mich gegen eine Weiterfahrt nach Sóller entschieden und bin in Richtung Inca abgebogen. Ab sofort ging es steil bergab, tolles Panorama! Aber der Wind, die nassen Klamotten und das permanente abbremsen. Meine Hände hätte ich wegschmeißen können. Inca ist eine eher hässliche Stadt, ich habe noch nie so viele kaputte Straßen gesehen. Parallel zur Autobahn MA-13 verläuft die alte Straße für Radfahrer. Auf der einen Seite gut, auf der anderen Seite wurde mein Befinden aufgrund des Ostwindes nicht besser. Ich war extrem froh als ich nach guten 84km in 4:04h das Rennrad im Hotelkeller abstellen konnte. Ich bin direkt unter die heiße Dusche gesprungen. Im Moment lecke ich meine Wunden, die Beine sind Murks. Aber ich wollte ja ein Trainingslager auf Malle... Was morgen geht, steht in den Sternen. Es soll wohl viel regnen, der Wind wird nicht weniger. Mit viel Glück wird eine kurze Ausfahrt möglich sein.

Wird es halt ein Ruhetag für 40€ (Miete des Rennrades pro Tag),
Ralf

Cala Ratjada



Cala Ratjada

ich konnte zwar super schlafen mit und trotz den ganzen Alkoholika, hatte aber einen leichter Kater am frühen Morgen. Immerhin habe ich mein Ziel erreicht. Kurz nach dem Aufstehen ging es direkt zum Frühstück: Bitte ein fettes Omelette, dazu Pilze sowie meinen geliebten gebratenen Speck. Leider scheint sich der Körper ab 60 zu verändern. Mir war das schon auf Usedom im Mai aufgefallen, ich kann nicht mehr so viel essen und der Körper braucht viel weniger Energie. Bitte den blöden Quatsch wieder abstellen und zu meinen realen 40 Jahren zurückkehren! Nach dem Frühstück bin ich zur Rezeption: Ich habe ein Rennrad gemietet, wo kann ich das unterstellen?!? Mir wurde geholfen und das Estrella ist perfekt ausgerüstet! Im Keller gibt es zwei große mit Gittern abgesicherte Unterstellmöglichkeiten. Eine ist für die im Hotel vorhandene Radvermietung und die andere für sonstige Räder, also mich. Nur die Nummer vom Schloss ist ein Witz, man hätte auch 911 oder 110 nehmen können. Immerhin gibt es eine Möglichkeit. Danach ging es zu SunCyclings, der Verleih, wo ich das Trek-Rennrad gebucht hatte. Ich mag solche kleinen Läden, der Kontakt ist viel persönlicher und der Service besser.

Das Rad gefällt mir, total in Schwarz: The dark lord of Alcúdia wink: Kurze Zeit später, exakt um 10:04 Uhr war ich unterwegs. Ich bin zunächst in Richtung Süden und anschließend nach Osten gefahren, das Ziel war Cala Ratjada. Eigentlich war meine Idee eine Flachetappe zu Beginn zu fahren. Aber, da hat mir mein Gedächtnis einen Streich gespielt. Nach rund 15km ging es bergauf bis auf 200m, der erste steilere Anstieg verlief über knapp 7km und 30 Minuten. Trotz nur 15 Grad lief der Schweiß in Strömen. Aber natürlich habe ich das Ziel erreicht, das Rennrad ist toll! Genau das richtige für mich, der Radsattel ist auf perfekte Höhe eingestellt und die neuen Cleats passen perfekt. Die Rückfahrt war einfacher, weil es mehrere kleinere Anstiege über längere Distanz waren. Trotzdem war ich überaus froh, als ich nach 90km in 3:44h das Trek wieder abstellen konnte. Direkt danach habe ich den ersten Tequila Sunrise genossen. Werde ich jemals wieder ohne all-inclusive einen Urlaub buchen?! shades Irgendwie ist das schon genial. Das Abendessen war gut, es gab nur zu wenig Fleisch und zu viel Fisch. Gerade trinke ich die erste Piña Colada meines Lebens, man(n) braucht Abwechselung. Übrigens, ich weiß jetzt, was eine Virgin Piña Colada ist!

Halt ohne Alkohol, nix für mich,
Ralf

Abflugpremiere



Abflugpremiere,

das hatte ich auch noch nicht: Ein ganz normaler Arbeitstag und direkt danach sind wir in den Urlaub geflogen. Kurz vor 16 Uhr wurde mein Firmen-Notebook ausgeschaltet, der Große stand bereits vor der Tür und hat seine Autoreifen aufgepumpt. Wofür meine Xiaomi-Pumpe alles gut ist... Anschließend wurden flugs die Koffer und IT-Tasche in seinen VW-Elch geladen und wir waren unterwegs zum Flughafen Paderborn. Bei der Sicherheitskontrolle war ich natürlich mal wieder reif, sowohl ich als auch meine Geräte wurden intensiv untersucht. Warum eigentlich immer ich, sehe ich derartig gemeingefährlich aus!? Ihr braucht das nicht zu beantworten wink. Ich konnte noch 2 Zigaretten rauchen und es wurde bereits das Boarding aufgerufen. Ist halt ein Flughafen der kurzen Wege. Die Maschine war etwas schneller unterwegs als geplant, wir sind also überpünktlich gelandet. Allerdings ist Palma ein Flughafen der langen Wege, wir standen erst 20:30 Uhr bei AllTours.

Danach durften wir weitere 45 Minuten warten bis der Bus auch wirklich abfuhr. Kurz nach 22 Uhr waren wir endlich im Hotel, mit uns stiegen wahre Horden aus dem Bus. Ich habe mir sehr schnell den Koffer gepackt und bin zur Rezeption gegangen, Erster! Tja, ist schon positiv, wenn man ein Hotel kennt. Leider sind wir im Hauptgebäude untergebracht und das Hotel ist erstaunlich voll. Im Nebengebäude wird der Boden renoviert und zudem nutzt AllSun die Räumlichkeiten für eine Schulung: Die Animateure werden zur neuen Saison auf Linie und in Schwung gebracht. Im Bus hatte ich mich schon gewundert: Ein Trupp aus 7 jungen Frauen und einem Jüngling, was machen die auf Malle? Ich war beinahe schon neidisch auf den Bengel shades. Tja, es sind Animateure. Das Hotel hatte noch eine frohe Botschaft: Wir haben so spät noch etwas zu essen bekommen. Vorab hatte ich den ersten Tequila Sunrise des Urlaubs! Was hatte ich mich auf das Zeug gefreut. Nach dem Essen gab es weitere und Hierbas und Brandy und Bier. Ich brauchte Bettschwere, ich war zu aufgekratzt.

Ich war erfolgreich smile,
Ralf

Anormaler Sonntagsablauf



Anormaler Sonntagsablauf,

morgens konnte es keinen Foltersport geben. Das war mir vorab klar, denn gegen 9 Uhr musste ich die Frau des Hauses zum Bahnhof bringen, weil frau sich unbedingt in den Kopf gesetzt hatte in das Rheinland zu fahren. Und sonntags sind die Busverbindungen mies... Somit habe ich nach meiner Rückkehr einen Film auf Sky angeschaut, "The Devil's Diner-Survive the Night". Ist doch kein Horrorfstreifen, sondern mehr ein Thriller mit einem nächtlichen Überfall von Ex-Mitarbeitern. Nun ja, kann man sehen, man wird unterhalten. Danach bin ich angefangen, alle Utensilien für den Urlaub zusammenzusuchen. Teilweise war das echt schwierig, vor allem bei den Halterungen für Radcomputer und GoPro-Kamera. Ich musste im Keller nach alten, unbenutzten Haltern suchen, weil es halt ein anderes Rennrad sein wird (kein Aero, kein Triathlon). Zudem habe ich endlich neue Cleats an den Radschuhen montiert. Aber nun liegt alles im Wohnzimmer bereit und kann morgen in den Koffer wandern. Schwierig war auch die Essenswahl: März, Kennzeichen für Scooter nicht mehr gültig und bei Star-Döner kann man nicht über Lieferando bestellen. Und ich hatte keinerlei Bock mit Auto oder Fahrrad zur Detmolder Straße zu fahren.

Also habe ich mir den Heide Grill in der Stadtheide ausgesucht und online einen Dönerteller plus Cheeseburger XXL bestellt. Keine gute Idee, das war einfach zu viel. Die letzten Fleischfetzen vom Döner musste ich tief rein drücken wink. Ich war am Ende so was von pappsatt, Ausmaße wie im Poseidon smile, selbst abends konnte ich nichts mehr essen und der Salat steht noch im Kühlschrank. War aber lecker, vor allem der Cheeseburger. Nur die Pommes waren zu kross, ich mag die eher weicher, flutschiger. Danach konnte ich nur noch auf dem Sofa abliegen und nichts tun... Das hatte gegen 16 Uhr endlich ein Ende und ich bin doch noch in den Folterkeller abgebogen. Ich habe 2 Folgen von Oderbruch 2 geschafft und parallel 59km in 1:44h auf der Rolle getreten. Leistung war in Ordnung, ich bin bereit für Malle! Ironie des Schicksals: Den Malle-Urlaub hatte ich u.a. mit der Absicht gebucht, dem deutschen Winter zu entfliehen und endlich wieder Sonne zu sehen. Und wie sind auf einmal die Wetteraussichten? Genau, Paderborn soll nicht schlechter als Alcúdia werden, leicht geringere Temperaturen, aber mehr Sonne als auf Malle. Verdammt, was soll das?!? Warten wir es ab, ändern kann ich es sowieso nicht.

Keine 24 Stundens mehr bis zum Tequila Sunrise shades,
Ralf