. Aber wir haben die Arbeiter nett gefragt und durften mit unseren Rädern durch die Baustelle rollen. Kurz vor der Abfahrt nach Esporles haben wir noch einen Abstecher hinunter ans Meer gemacht, d.h. aus einer Höhe von rund 350 Metern runter auf Meeresspiegel und das innerhalb weniger Kilometer. Zwar ein Erlebnis (inkl. freilaufender Ziegen), aber auf dem Rückweg habe ich die Idee verflucht.
Das letzte Stück der Radtour ging von Esporles nach Palma, weiter über den letzten hohen Berg nach Calvia und zurück nach Paguera. Das Carbon-Rennrad wurde abgegeben (ein Lob an Ride Mallorca, schnell einfach unkompliziert günstig) und das Höhentraining 2018 auf Mallorca ist Geschichte. Wobei ich ehrlich sagen muss, ich und meine Beine können im Moment keine Berge mehr sehen, 6 Tage sind echt genug. Jetzt aber zu den Streckenverläufen:
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von Paguera und Mallorca haben wir im "La Blanca Paloma" zelebriert, es war erneut warm genug, um draußen ohne Jacke sitzen zu können. Es ist leider ein Bier sowie ein Hierbas (göttliches Gesöff, extrem lecker) zu viel geworden. Ich werde im Flugzeug ein wenig leiden, vor allem aber wegen der frühen Abholung vom Hotel um 5:25 Uhr
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Ralf
. Jaja, Blasphemie, aber das ist mir als bekennender Atheist ziemlich egal. Mal sehen, ob jemand durch eine entsprechende Google-Suche nach hier gelangt. Zum Thema, es gibt hier unglaubliche Ortsnamen, Galilea halt oder auch Orient. Was mich am frühen Morgen und den gesamten Tag über gewundert hat, ist, wie fit ich wieder bin. Vor gerade mal 48 Stunden, am Sonntag noch, war ich zu schwach, um mehrere 100m durch Paguera zu spazieren und heute fahre ich 7,5 Stunden, netto 6,5 Stunden, durch die Berge von Mallorca. Dabei haben wir 112km geschafft und wiederum knapp 2.000 Höhenmeter. Die Strecke führte über Palma (am Yachthafen vorbei, auch an der Kathedrale, mitten durch die Stadt. Ich habe viele Ecken gesehen, z.B. den zentralen Busbahnhof, die wir letztes Jahr beim Sightseeing erlebt haben). Von Palma ging es direkt nach Bunyola und ab auf den Col del Soller.
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. Ein wenig mehr im Detail: Nach einer sehr verschwitzten Nacht (und nervenden Mücken) bin ich beinahe wie ein junger Gott aus dem Bett gehüpft, es ging mir deutlich besser. Noch ein wenig Grummeln in der Gegend von Magen/Darm, aber die grundlegende Schwäche war verschwunden und die Gliederschmerzen nur noch leichter. Allerdings, sobald ich mich ein wenig bewegt hatte, fühlte ich mich schwächer. An eine Radtour war somit nicht zu denken
. Aber beim Frühstück konnte ich viele Sachen bereits wieder essen, auch wenn ich besser auf den geliebten gebratenen Speck verzichtet habe: Cornflakes, Joghurt, Toast mit rohem Schinken etc.
) und minütlich ging es mir schlechter. Dennoch gab es einen kurzen inneren Kampf, fahre ich heute Fahrrad oder nicht?! Zum Glück war ich vernünftig und bin in Paguera geblieben. Wir sind in den Ort gegangen und ich konnte mich alle paar 100m auf eine Bank setzen, ausruhen. Gegen Mittag waren wir im Hotelzimmer zurück und ab dann bin ich in einen komatösen Schlaf gefallen... Ich war fix und fertig, Gliederschmerzen, totale Schlappheit, zu nichts zu gebrauchen. Im Laufe des Nachmittags konnte ich auch noch das Frühstück aus der anderen Körperöffnung von mir geben
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. Außer es passiert über Nacht ein Wunder mit einer Blitzheilung... Aber selbst dann würde ich noch ziemlich geschwächt sein. Das war der Aufreger des Tages und mehr gibt es nicht zu berichten,
. Die zwei Essen im Hotel waren erneut gut und abends waren wir wiederum im "La Blanca Paloma", ich brauche meinen Hierbas
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Hierbas für 1,90€, perfekt.
. Es hat aber auch alles reibungslos funktioniert: Planmäßiger Abflug, Flugzeit 2:10h und Ankunft in Palma um 13:40 Uhr. Am Flughafen ist man schnell, wir hatten binnen Minuten unsere zwei Koffer. Auch die Organisation von alltours ist super, Wartezeit rund 10 Minuten und 2 Zigaretten
, schon saßen wir im kleinen Bus. Das Hotel ist eine Riesenkasten, unser Zimmer im vierten Stock und ganz in Ordnung. Kein Palast, keine riesige Größe, aber sauber und auch optisch in Ordnung. Wir sind sofort durch Paguera geschlendert, ein (leider) typischer Insel-Touristenort mit vielen Läden und Restaurants. Der Strand ist nicht kilometerlang, aber breit und es gibt in mehreren kleinen Buchten mehrere kleine Strände. Die Gegend ist sehr bergig, ideal für Radfahrten!
. Ein Ex-Kollege hat sich übrigens krank abgemeldet, wir werden nur zu zweit die Insel unsicher machen. Zum Tagesabschluss, ein Blick auf das Abendessen: Buffet, reichhaltige und große Auswahl, geschmacklich in Ordnung, auch wenn es mitunter an dem letzten geschmacklichen Pfiff fehlt. Immerhin ist Bier im Preis enthalten (Cola, Wasser, Wein auch, wen es interessiert), man kann selbst zapfen, aber das ist mit abenteuerlich viel Schaum verbunden und dauert dauert dauert. Außer man kennt den Trick: Den Schaum eine Sekunde einfach laufen lassen und dann erst das Glas darunter stellen. Was für eine pure Verschwendung... Aber das Bier schmeckt.
. Und nicht mehr SAP, Teamcenter, Tickets, Queues, Meetings etc. Gepackt habe ich noch nicht, nur grob die ersten Sachen zusammengesucht. Morgen früh ist noch genügend Zeit: Der Flug startet um 11:20 Uhr, wir lassen uns um 9 Uhr zum Flughafen bringen und, da ich mittlerweile wieder um 6 Uhr
wach werde, werde ich noch ausreichend Zeit haben. So viel ist auch nicht zu packen, ein wenig IT-Stoff (Technik und zum Lesen) und die Radsachen, die aber bereits im Wohnzimmer liegen. Allerdings bin ich immer noch nicht in Urlaubsstimmung, vielleicht kommt das, wenn wir auf den Flug warten, die 2h nach Malle fliegen, im allsun-Hotel sind oder einen ersten Spaziergang durch Paguera machen. Spätestens beim Abendessen im Hotel (Völlerei!) werde ich im Urlaubs-Flow sein
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in den letzten Jahren habe ich den Urlaub noch nicht realisiert. Aber das wird kommen, wenn ich nach Feierabend meine IT-Sachen (Notebook, Minirouter, Kabel ohne Ende, Powerbanks etc.) in die Notebooktasche packe, meine Radklamotten (Hosen, Trikots, Radschuhe, Handschuhe, Strümpfe, Helm usw.) zusammensuche und im Koffer verstaue. Am Donnerstagmorgen um 9 Uhr werden wir von Sohn Nr. 2 zum Airport Paderborn gebracht, um 11:20 Uhr geht der Flieger. Mein persönlicher Plan sagt: Um 15 Uhr will ich das Hotelzimmer erobert haben und Minuten später bei strahlendem Sonnenschein am Strand sein
. Ab Freitag werden die Berge mit dem Rennrad erobert. Aktuell wird viel Wert darauf gelegt, den Urlaub und die Überstunden zu verplanen. Ich habe mich gefügt (willig und unverzüglich
) und die entsprechenden Tage beantragt, anschließend habe ich meine restlichen Arbeitstage in 2018 ausgerechnet: Noch 23!
. Coming home, es wird toll, diese Region nach 9 Jahren wiederzusehen, wieder in Hals zu bummeln und einzukaufen, den Hafen in Hou zu besuchen und am tollen Strand zu liegen sowie lange Spaziergänge zu machen. Das Ferienhaus ist nur knappe 50m von Dünen und Strand entfernt! Das war mir sehr wichtig, im Alter braucht man kurze Wege
. Ich freue mich gigantisch auch wenn es noch 9,5 Monate bis zum Urlaub sind. Somit sind die nächsten 3 Urlaube gebucht und gesichert!!! Zum Sport: Es war knapp, ich war kurz davon erneut keinen Kellersport zu machen. Aber ich habe meinen Hintern in die Höhe bekommen: 88km in 135min auf dem Ergometer mit 160 Watt, zusätzlich 25 Züge mit der 55kg-Hantel. Morgen folgt ein erneuter Abend im Keller, ab Donnerstag geht es an die frische, spanische Luft.
. Obwohl, es gibt einen Unterschied zu gestern: Ich habe gar nichts gemacht, kein Sport, kein Folterkeller, dafür viel Sofa und schlafen. Ich bin einfach zu kaputt und habe in den Oberschenkeln tatsächlich so etwas wie Muskelkater. Wow!! Das hat es sehr lange nicht gegeben. Ich könnte es auch anders formulieren: Es wird Zeit für Mallorca, Sonne, Rad und Urlaub, mein Körper scheint danach zu lechzen. Außerdem, ich werde nächste Woche Freitag nicht arbeiten (eigentlich hatte ich mir nach dem Urlaub einen lockeren Auftakt mit einer sehr kurzen Arbeitswoche vorgestellt) und stattdessen erstmals Überstunden abfeiern. Somit kann ich mich nach Malle vier Tage im Folterkeller quälen und Kilometer sowie Eisen fressen. Sofern ich nach den Radtouren in den Bergen rund um Paguera dazu überhaupt noch in der Lage sein werde. Den Trainingsplan für die MSR habe ich vorhin ausgedruckt, mit der Vorbereitung für die 300km in MeckPom werde ich direkt nach dem Urlaub beginnen, um in 6,5 Monaten in einer hervorragenden Verfassung für die Langstrecke zu sein.
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