Kurze Sky-Fassung



Kurze Sky-Fassung,

in den letzten Tagen, vor allem vom Urlaub in Cala Millor, habe ich genug geschrieben, daher werde ich mich kurz fassen. Das passt, weil mir sowieso nichts einfällt. Ich will Euch nämlich nicht mit Sport nerven, ich habe natürlich wieder auf dem Ergometer gesessen und komme in den letzten 21 Tagen auf ungefähr 3.100 Minuten an sportlichen Aktivitäten. Nicht schlecht für einen alten Sack wink. Ansonsten gab es Sky, einen Film und die Folgen 5/6 der 2. Staffel von Babylon Berlin. Die Serie ist wirklich nicht schlecht und vor allem ist die Zeit in Berlin toll eingefangen. Apropos Sky, ich dachte eigentlich mein Abo würde bis Ende Februar laufen. Nach einem Blick in den Online-Kundenbereich scheint dem leider nicht so zu sein: Ende der Vertragslaufzeit 31.12.17 und somit ist meine zweimonatige Kündigungsfrist zum Ende der Laufzeit hinfällig.

Ich fühle mich etwas getäuscht (klaro kann man entgegnen: Du hättest die Bedingungen doch vorher lesen können, aber ich hatte es falsch im Schädel): Der erste Vertrag vor fast 4 Jahren begann am 01. März, den habe ich gekündigt und Ende Januar 2016 verlängert. Nur fing der neue Vertrag offensichtlich somit am 01. Februar an mit einer Laufzeit von nur 23 Monaten. Ich war von 24 Monaten und dem März ausgegangen. Da ich das Vorgehen von Sky intransparent und nicht kundenfreundlich finde, werde ich auf jeden Fall kündigen (auch wenn es erst zum 31.12.2018 sein sollte) und definitiv keiner Verlängerung zustimmen. Dann wird halt auf Amazon Prime und klassisches TV umgeschaltet. Mal sehen, was auf meine Kündigung als Reaktion erfolgt.

Ansonsten: Ich habe keine Lust, dass der Urlaub zu Ende ist und ab morgen wieder die Arbeit an fünf Tagen der Woche auf dem Plan steht. Aber ich denke, das ist normal und bei jedem Urlaubsende so,
Ralf

Fremdeln mit Wetter



Fremdeln mit Wetter,

meine Güte, was geht mir das Wetter auf die Nerven: Regen, kalt, Sturm. Ich will wieder zurück nach Mallorca, da sind aktuell um die 20 Grad bei strahlendem Sonnenschein. Früher habe ich Herbst und Winter gemocht, aber mittlerweile, das wird wohl das Alter sein wink, mag ich Wärme und Sonne mehr. Am frühen Morgen war ich kurz in einer spontanen Überlegung: Sport oder nicht Sport, das ist hier die Frage. Aber ich wollte meine Serie nicht riskieren, seit 19 Tagen bin ich auf verschiedenen Wegen aktiv, da hört man nicht einfach auf. Ich habe mal wieder auf meinem Ergometer gesessen und ich muss sagen: Das günstige Bike von Christopeit ist auch nicht schlechter als das professionelle im Hotel, denn der Sattel ist besser, ich sitze somit besser auf dem Bike und vor allem kann man eine konstante Wattzahl einstellen.

Trotz vieler Anstrengungen in Cala Millor habe ich beim Gewicht zugelegt, das ist aber auch kein Wunder bei zwei mal Buffet pro Tag und mindestens 3 Tellern pro Mahlzeit. Es sind rund 3kg mehr in 7 Tagen geworden, das ist Wahnsinn. Ich habe mir eine Art Diätplan ausgedacht (ist relativ bei mir shades), d.h. kein Eis mehr am Wochenende, niemals Frühstück und die restlichen Mahlzeiten nicht mehr ganz so üppig wie sonst. Es wäre doch gelacht, wenn die Pfunde bis Weihnachten nicht wieder herunter sind. Dann empfinde ich Spanisch als eine schöne Sprache, wir sind in 2018 garantiert wieder auf Mallorca und es wäre schön, wenn man ein paar Wörter/Sätze in der einheimischen Sprache von sich geben könnte. Kurzum, ich bin angefangen Spanisch zu lernen. Dazu habe ich auf meinem G6 eine App installiert und lerne ab sofort jeden Tag 5 neue Wörter plus Wiederholung sowie Lernen der bisherigen Wörter. Mal sehen, wie wie ich damit komme. 10 Minuten pro Tag zu investieren, finde ich machbar und sinnvoll.

Fußballerisch war es ein tolles Wochenende smile: Meine Gladbacher haben in Berlin gewonnen und der SCP im Süden bei Unterhaching. Gladbach ist jetzt auf Platz 3 und Paderborn grüßt weiterhin von ganz oben. Es wird ein tolles Fußballjahr. Morgen wird wieder das Ergometer (3h?) bemüht und anschließend kann ich mich seelisch auf die Arbeit einstellen cry,
Ralf

PS: Fast vergessen, ein ganz großer Kleiner ist zu früh gestorben: AC/DC-Gitarrist Malcolm Young ist tot. Ich denke, damit ist AC/DC Rockgeschichte, kein Stammsänger mehr und jetzt noch der Young-Bruder. Schade, aber auch Hardrocker leben nicht für immer, R.I.P.

Eine Luftfahrt, die ist lustig



Eine Luftfahrt, die ist lustig,

eine Luftfahrt, die macht froh. Das vor allem (und ausschließlich), wenn man den Flug hinter sich hat... Was ich nicht wusste: Am Aeropuerto von Palma darf man im Gebäude nicht rauchen, d.h. nach dem Check-In hat man keinerlei Möglichkeit mehr, dem geliebten Laster zu frönen cry. Ein bisschen schizophren finde ich das allerdings: Im Shopping-Center vom Flughafen werden die Stangen natürlich verkauft (übrigens zu einem deutlich höheren Preis als in den örtlichen Tabakshops!!! Wer also auf Mallorca Zigaretten einkaufen will, sollte das lokal im Ferienort machen. Die Shops in Cala Millor sind besser ausgestattet als so mancher Duty-Free-Shop weltweit), aber verqualmen darf man keinen einzigen Glimmstengel. Doppelt blöde ist das, wenn das Flugzeug Verspätung hat. Auch wenn es nur 20 Minuten waren, aber in Summe konnte ich fast 5 Stunden nicht rauchen.

Abgeholt wurden wir am Flughafen Paderborn (der, löblich, einen Raucherraum hat) von allen 3 Blagen, ähh, lieben Kindern wink. Und soll ich Euch was schreiben?! Es ist schweinekalt in OWL und in Paderborn! Nahe am Gefrierpunkt und es ist nicht gesundheitsfördernd, wenn man aus 20 Grad auf Mallorca in einen kalten Herbst kommt. Gestern noch mit kurzer Hose sowie T-Shirt am Mittelmeer und in Paderborn hole ich mir gleich eine Strickjacke. Im Engernweg hat sich in den letzten 7 Tagen nichts getan, die Zeitungsausgaben sind fast alle bereits gelesen. Auch der Echo Show ist ausgepackt, konfiguriert und ausprobiert: Der Klang ist besser als beim Echo Plus und irgendwie hat man das Gefühl, mit dem Touchdisplay ist der Echo endlich vollständig, als ob etwas gefehlt hätte. Ich bin also durchaus angetan vom Echo.

Noch einen kurzen Abriss der letzten Stunden auf Mallorca: Frühes Aufstehen, noch in der Dunkelheit an den Strand (ich Idiot ohne Jacke, aber siehe oben, ist ja kein Winter in Cala Milltor) und den Sonnenaufgang am wolkenlosen Nachthimmel verfolgen. Danach kurz die Koffer packen, ab zum Frühstück, die übliche Völlerei, ab an den Strand, die letzten Sonnenstrahlen genießen. Glaubt es oder nicht, aber es ist etwas passiert, was ich nicht für möglich gehalten hätte: Ich vermisse die Insel! Es war ein toller, ein schöner Urlaub, das Hotel super mit genau der richtigen Größe, frisch renoviert und gutem Essen, das Wetter war perfekt, sommerliche Gefühle im Herbst, die Insel Mallorca ist toll, wir haben viel gesehen. Es könnte eine neue Tradition einleiten: Frühjahr auf Usedom, Sommer in Dänemark und im späten Herbst (Ende Oktober, Anfang November) nach Mallorca, und das trotz Fliegerei shades. Das wird auf jeden Fall das Urlaubsprogramm für 2018,
Ralf

Abschied Cala Millor



Abschied Cala Millor,

es ist soweit, da war er also gekommen: Unser letzter Tag in Cala Millor und auf Mallorca, morgen geht es auf Heimflug. Wir haben uns einen lockeren, relaxten Tag gegönnt. Kleiner Strandspaziergang nach dem Frühstück, mit nackten Füßen im Mittelmeer und das im November. Warm geht zwar anders mit 18-19 Grad, aber mit den unteren Beinpartien bis zu den Knien konnte man es aushalten. Danach wurden noch schnell Zigaretten eingekauft, die teilweise Refinanzierung vom Urlaub ist unter Dach und Fach shades. Gegen Mittag, bei tollstem Wetter mit Sonne pur und 18 Grad Lufttemperatur, haben wir auf der 6. Etage die Dachterrasse vom Hotel Amarac ausprobiert. Man hat einen tollen Blick auf die Strandpromenade und über die Bucht von Cala Millor. Außerdem sitzt man windgeschützt und es war gefühlt wesentlich wärmer.

Ich bin nach einer halben Stunde erneut an den Strand gegangen, ein letztes Mal in 2017 im Sand sitzen und auf das Meer schauen, herrlich. Der Rest des Tages ist schnell erzählt: Kleines Mittagsschläfchen, ab an die Promenade und ein großes 0,5l Cerveza trinken, erneut herrlich in der Sonne sitzend. Um ein wenig der am Abend folgenden Bauchvöllerei entgegen zu wirken, habe ich mich erneut für 90 Minuten auf das Ergometer gesetzt. Man könnte bei der Treterei einen herrlichen Blick aus dem Panoramafenster werfen, wenn man die Brille aufsetzen könnte. Geht aber nicht, weil die ansonsten zerfließen würde wink. Der Abschluss des Tages nach dem Abendbuffet war wie immer, quasi eine Tradition: Ab in eine Bar und ein weiteres großes Cerveza zur Verdauung. Leider hat unser Stammspanier auf einem Donnerstag den freien Tag der Woche. Wir waren 6mal in dem Laden und leider nicht am letzten Tag frown.

Zum Ende gehe ich noch mal auf den Anfang ein: Nach erneut sehr frühem Aufwachen cry habe ich mich in der Dunkelheit auf den Weg gemacht, um den Sonnenaufgang am Strand erleben zu können: Es war toll, es wurde langsam heller und dann kam um 7:32 Uhr der rote Feuerball zum Vorschein. Fotos gibt es auch, ich werde ein paar auf diesen Seiten bereitstellen. Morgen gegen Mittag erfolgt der Rückflug, am Abend werde ich mich bereits wieder aus Paderborn melden, leider,
Ralf

PS: Um meinen Schmerz wegen Urlaubsende zu lindern, hat Amazon wie angekündigt heute den Echo Show an mich geliefert. ABER: DHL hat das Paket einfach vor die Haustür gelegt, dreist! Zum Glück lag das Paket noch da als das 1. Kind nach Hause kam...

Artà



Artà,

es war ein bewegungsreicher und langer Tag: Der Sturm vorbei, aber noch leichte Böen bei ansonsten wolkenlosem Himmel. Was konnte man besseres machen als erneut Fahrräder zu mieten und die Gegend zu erkunden? Ich habe die Statistik bemüht und beschlossen: Es ist nahezu unmöglich ein zweites Mal Räder zu mieten und ein zweites Mal einen Plattfuß zu bekommen, es konnte also nichts schief gehen smile. Wir waren aufgrund unseres Plans pünktlich beim Frühstück und gegen 9:30 Uhr bereits auf der Strecke. Zunächst ging es nach Cala Bona und weiter der Küste entlang bis zu dem Cap des Pinar, einem Endpunkt (aufgrund eines zum Meer abfallenden Berges) mit einer Aussichtsplattform: Man hat einen tollen Blick auf das Meer und die Bucht von Cala Millor.

Weiter ging es in Richtung Artà, rund 12km entfernt. Die Gegend ist sehr hügelig, auf und ab und der Klotz am Bein wink ging schon in den weiblichen Beschwerdemodus: Ich schaffe das nicht, wie weit ist das denn, geht das weiter mit den Steigungen etc. pp. Die Antworten waren: Doch, nah, nein. Irgendwann hatten wir es geschafft (in Summe waren es heute 44km mit dem Rad, aber das in 4 Stunden... Unglaublich, teilweise hatte ich das Gefühl, ich falle um vor Langsamkeit) und waren in dem altertümlichen, ursprünglichen Ort mit vielen engen und steilen Straßen. Das Highlight sind natürlich die beiden Kirchen oben auf einem Berg, quasi über Artà thronend. Wir haben uns die Gelegenheit selbstverständlich nicht entgehen lassen und diesen Berg erklommen: Man hat einen tollen Blick über den Ort und bis ans Meer.

Zurück ging es über die umgebaute Bahntrasse von Artà nach Manacor: Ursprünglich sollte die Bahnstrecke reaktiviert werden, aber vor einigen Jahren ist das Geld ausgegangen. Daher kann man nun die Trasse mit dem Rad befahren und es macht viel Spaß! Warum? Man rollt ohne Straßenverkehr durch die Gegend und, weil Lokomotiven keine starken Steigungen befahren können, sind die Berge auf einmal kein Problem mehr, es gibt sogar einen Tunnel und man ist sehr schnell in Son Servera. Von dort sind es nur noch ein paar km auf einem guten Radweg bis nach Cala Millor. Da mir die 6 Stunden auf dem Fahrrad und in Artà noch nicht gereicht hatten, habe ich den sportlichen Teil des Tages erstmals im Gym vom Hotel Amarac beendet: Das Ergometer ist toll! Es ist ein Bike Forma von TecnoGym und es ist ein professionelles Ergometer, das merkt man an jeder Kleinigkeit: Massives Bike, der Computer, es ist sehr sehr leise.

Ich hätte zu gerne ein Exemplar davon zu Hause, aber: Ein Gerät kostet 2.290€, etwas (zu viel) über meiner Preisklasse. Einen Nachteil gibt es auch: Der Sattel geht gar nicht, viel zu breit und man kann nur die Höhe einstellen, aber nicht in der Horizontalen. Nach 80 Minuten schmerzten mein Hintern, die Oberschenkel (weil die Haut andauernd am Sattel gescheuert hat) und beide Knie (weil ich zu weit vorne sitze). Somit bleibe ich lieber bei meinem geliebten billigen Ergometer,
Ralf

Palma de Mallorca



Palma de Mallorca,

ein Plan ist ein Plan und wir standen somit um 9:10 Uhr an der Haltestelle für den gelb-roten Bus der TIB. Und wer war nicht planmäßig? Genau, der Bus hatte ein paar Minuten Verspätung, alles wie immer also. Die Fahrt ging über die nachbarlichen Urlaubsorte bis nach Porto Cristo. Dort haben wir dank Plattfuß einiges vom Stadtgebiet wiedererkannt wink. In Manacor hat sich der Busfahrer Beifallsstürme abgeholt: In Spanien scheint es üblich zu sein auch an den engsten Stellen in den Fahrbereich hinein zu parken oder die 2. Reihe großzügig zu nutzen. Auf jeden Fall kam der Bus nicht weiter mit der Folge von minutenlangem, aber leider erfolglosem Hubkonzert seitens des Fahrers. Er hat daher den Bus millimetergenau durch diese enge Stelle manövriert, inklusive Aussteigen und Kontrolle, was mehrere Minuten gedauert, aber letztendlich zum Erfolg geführt hat. Ergo: Beifall!

Die Busstation in Palma ist ein Erlebnis: Man hat das Gefühl, der Bus fährt in eine Tiefgarage und denkt sich, was soll das?!? Unten angekommen, hat man das Aha-Erlebnis, eine große, unterirdische Busstation. Diese ist zentral gelegen und man steigt quasi direkt an der Fußgängerzone aus. Zunächst online, dann mit einem analogen Stadtplan haben wir uns durch die Altstadt bis zur Kathedrale geschlagen. Der Bau ist von außen beeindruckend, sehr groß, ein Monolith. Für den Eintritt muss man Geld bezahlen, was ich nicht eingesehen habe als Atheist: Für den Zutritt zu einer Kirche bezahlen? Ohne mich, die Frau des Zimmers ist alleine in die Kathedrale gegangen und ich habe draußen gewartet. Wir haben mehrfach unterwegs Kaffee getrunken, was selbst in Palma überall für um die 2€ möglich war.

Es gibt in Palma viele alte Gebäude zu bewundern, dazu die herrlichen und teilweise sehr engen Gassen, zu schön! Wenn man auf der Insel ist, sollte man sich die Hauptstadt nicht entgehen lassen. Erneut wie geplant ging es um 15:45 Uhr auf die Rückreise, die deutlich schneller war als am Morgen: Exakt 17:30 Uhr waren wir wieder im heimatlichen Cala Millor mit Ausstieg direkt an dem Spar-Supermarkt. Momentan wird Fußball gesehen und verfolgt: Testspiel der Deutschen plus das Endspiel der Dänen in Dublin. Meine Wikinger führen mit 4:1 gegen Irland, man wird sicher zur WM fahren! We are red, we are white, we are Danish dynamite!!! Fantastisch! Dazu die Niederlage von Italien gegen meine Schweden: Ohne Italien fahren wir zur WM shades. Es waren somit skandinavische Festspiele in zwei Folgen.

Der Sturm flaut ab, das Meer beruhigt sich, die Wellen sind nicht mehr so stark. Aber der Strand von Cala Millor scheint gelitten zu haben. Auf den ersten, in der Dunkelheit eher flüchtigen Blick ist einiges an Sand verloren gegangen. Morgen wollen wir Fahrräder mieten, der Plan ist eine Tagestour in Richtung Artà ohne Plattfuß wink. Und dann ist unser Urlaub auf Mallorca auch schon fast zu Ende cry,
Ralf

Sturm-Rochen



Sturm-Rochen,

in der Tat kam nachts der angekündigte Sturm an: Der Strand war im Prinzip nicht mehr vorhanden, weil permanent von Wellen überspült. Außerdem heftige Windböen, das Gehen in Richtung Süden war noch einigermaßen möglich, zurück in Richtung Norden dagegen eher sportlich. Und das am zeitig frühen Morgen, warum mache ich das?! Ich werde wie immer, nett formuliert, zeitig wach, gehe auf den Balkon, um eine zu rauchen, und sehe meine Sportklamotten nicht mehr, die ich gestern nach dem Marathon aufgehängt hatte. Hallo, ein Opfer vom Sturm?!? Ich blicke nach unten, nichts zu sehen, ich mache mich auf die Socken in der Hoffnung, eventuell och die Hose oder das Radshirt zu finden. Aber das wäre ein aussichtsloses Unterfangen gewesen, die Sachen hätten kilometerweit entfernt sein können.

Ohne Hoffnung und mit gedanklich abgeschriebenen Sportsachen komme ich ins Zimmer zurück und sehe Hose/Shirt auf meinem Koffer. Die Frau des Zimmers (Haus wohl kaum wink) hatte beides vorsichtshalber in der Nacht ins Zimmer geholt... Tja, ich hätte vorher mal nachsehen können, wollte aber niemanden wecken. Aber was macht man an einem windigen Tag? Wir sind gegen 12 Uhr mit dem Bus (witzig ist eine Info zum Bussystem: Man solle ruhig 5-10 Minuten eher an der Busstation sein, da die Busse nicht gerade pünktlich fahren. Manchmal wären es aber auch ein paar Minuten später als der Fahrplan...) nach Cala Rajada (alte Schreibweise: Ratjada, das heißt Rochen) gefahren. Nennen wir es so: Sehr touristisch geprägt, gefällt mir nicht, da ist Cala Millor schöner. Aber das ist subjektiv.

Was ich nicht verstehe: Es gibt kaum (und nur kleine) Sandstrände in Cala Rajada, fast nur Felsküste, was machen die Touristen dort? In Hotels und der Stadt abhängen?! Was schön ist: Der wunderbar ausgebaute Weg vom Hafen in Richtung Leuchtturm an der felsigen Südküste entlang. Man kann prima Fotos schießen und es gab ein paar windstille Ecken. Zurück ging es mit dem letzten Bus um 15 Uhr(!), gegen 15:45 waren wir wieder im Hotel. Da es auch am Dienstag stürmisch bleiben soll, wird unsere nächste Bustour angepeilt: Quer über die Insel nach Palma, die Fahrt wird rund 2 Stunden dauern an jeder Milchkanne vorbei shades. Die Abfahrt direkt nach dem Frühstück um 9 Uhr, zurück bis zum Abendessen. Busfahren ist zudem günstig auf Mallorca: Die Fahrt nach Cala Rajada hat 2,95€ pro Nase und Strecke gekostet, nach Palma werden es pro Nase 18€ für beide Strecken,
Ralf

Halbjoggathon



Halbjoggathon,

wir haben uns in der Tat Fahrräder gemietet, was gefühlt in einem Desaster geendet ist. Ich weiß noch nicht, ob ich jemals wieder mit einem Rad auf der Straße fahren werde oder lieber für immer in den Keller gehe cry. Gehen wir chronologisch vor: Früh wach werden (gegen 6 Uhr) und ab auf die Strandpromenade. Es war noch dunkel, aber die Sonne kam gerade ganz leicht am östlichen Horizont auf. Ich habe somit einen leuchtend roten Sonnenaufgang am Strand erlebt smile. Auch wenn ich unterwegs noch einigen dunklen(???) Gestalten begegnet bin, die Mitglieder der Motorradklubs hatten gerade ihre Nacht beendet. Das Frühstück war prima wie erwartet und gestern bei der Premiere erlebt. Direkt nach dem Breakfast wurden die beiden Räder von Kalkhoff gemietet.

Es ging in Richtung Süden, über das gestrige Castell weiter nach Sa Coma und danach an der Küste entlang: Der Strand in Sa Coma ist noch breit und sandig, wobei der Urlaubsort relativ frisch entstanden sein muss, denn die Hotels sehen neuer aus. Danach beginnt die Felsenküste, es führt ein herrlicher Radweg entlang. Circa 4-5km vor Porto Cristo, unserem Ziel, muss man auf der Verkehrsstraße weiterfahren. Gegen 11 Uhr hatten wir die Stadt mit einem tollen Hafen direkt an und in der felsigen Küste erreicht, unser Programm: Einen Kaffee im Hafen trinken, die Aussicht und das tolle Wetter genießen, Fotos machen. Porto Cristo sieht noch ursprünglich aus, d.h. nicht bis wenig touristisch geprägt. Noch am Hafen hatte ich online die Tickets für die Drach-Höhlen, Cuevas del Drach, bestellt. Und nicht nur die Bestellung war elektronisch, auch das Ticket selber kam kurze Zeit elektronisch per Mail.

Jetzt zum Drama: Kurz nach Aufbruch vom Hafen, ein paar hundert Meter waren gefahren, habe ich den Plattfuß am Hinterrad bemerkt frown. Was tun? Keine Pumpe am Rad. Zum Glück kamen andere Radfahrer mit Pumpe vorbei, die uns leider nicht helfen konnten: Rad mit Autoventil. Also online nach der nächsten Tankstelle suchen, ca. 1km entfernt, und schieben. Aufgepumpt sah das Hinterrad wieder gut aus und wir sind zu den Höhlen gefahren, rund 1,5km und der Reifen hielt. Zunächst zu den Drach-Höhlen: Gigantisch, Erlebnis, super, machen! Die unterirdischen Welten sind beeindruckend, ich habe sehr viele Fotos gemacht. Nach Rückkehr: Reifen wieder platt, ab zur Tankstelle, schieben, aufpumpen, weiterfahren. Hat aber gerade rund 500m geklappt, danach war der Reifen erneut platt.

Ich habe keinen weiteren Versuch mit einer Tankstelle versucht und das Rad die gesamten 12km zurück ins Hotel geschoben. Teilweise habe ich das Rad mit nur einer Hand gehalten und bin gejoggt. Klappte ganz gut, aber irgendwann kann man das Rad nicht mehr halten, da ein richtiger Griff fehlt. Auf jeden Fall hatte ich bei Rückkehr in Cala Millor lange Zähne und schmerzende Beine. Abendessen (wieder super!) und der Gang zur nächsten Kneipe waren noch möglich, mehr aber nicht. Ich hoffe morgen sind die Beine wieder belastbar,
Ralf

Bewegliche Urlauber



Bewegliche Urlauber,

nach einem erstaunlich langen Schlaf bis 7 Uhr wird man wach, schaut aus dem Fenster und sieht nur dicke, dunkle Wolken: Gut, der Wind ist weg, aber sonst?!? Wo sind die versprochenen Sonnenstrahlen, das warme Wetter?! Bis und während des Frühstücks haben sich die Wolken immer weiter aufgelockert und es sah alles prima aus. Wie auch das Frühstück, vielfältig und reichhaltig, u.a. mein geliebter Speck, Omelette, Rührei und auch süße Naschereien für den Abschluss. Wenn das mit dem Hotelessen in der Form weitergeht, komme ich kugelrund nach Hause. Ich fühle mich bereits dicklich und unwohl cry. Zumal man gar nicht mit Aktivitäten gegensteuern kann, so viel Bewegung ist schlicht unmöglich.

Wir waren viel unterwegs, am Morgen ging es über rund 2km am Meer entlang zum Castell Punta de n’Amer. Oben auf dem Castell hat man einen tollen Ausblick, man kann weit nach Norden in Richtung Cala Millor und nach Süden in Richtung Sa Coma sehen. Zudem gibt es einen gastlichen Ort an dem Castell, man bekommt ein eiskaltes grande Cerveza zum fairen Preis. Über die Mittagszeit bis zu den ersten Wolken habe ich alleine im Sand am Strand direkt vor unserem Hotel gelegen, ein herrliches Gefühl: Mitte November und man liegt auf Mallorca mit kurzer Hose und blankem Oberkörper am Meer, Füße im Wasser smile. Am Nachmittag sind wir nach Cala Bona gegangen. Ist in Cala Millor schon nicht viel los, so kann man über den Nachbarort nur schreiben: Tote Hose, gar nichts los, sämtliche Shops, Hotels und Lokale geschlossen, ein einsames direkt am Hafen hatte noch geöffnet.

Zudem: Bei uns ist der Strand herrlich, breiter Sandstrand. In Cala Bona gibt es nur ein kleines Stückchen mit Sand, der Rest besteht aus Felsen. Das Mittelmeer ist übrigens immer noch unruhig mit höheren Wellen. Ob das normal ist, kann ich nicht sagen, keine Erfahrung bisher. Morgen wollen wir Fahräder mieten (geht direkt im Hotel für 8€ pro Rad) und nach Porto Christo fahren. Das sind rund 10km und ich bin gespannt, ob die werte Madame das schafft wink. Das Wetter soll ähnlich wie heute werden, Sonne pur bei rund 20 Grad. Ich werde berichten,
Ralf

Hola Cala Millor



Hola Cala Millor,

wir sind in Spanien und was fällt einem als erstes auf?! Die Freundlichkeit, das bessere Wetter und die spanische Sprache shades. Die Anreise verlief in Summe entspannend, auch wenn ich wieder erinnert wurde, warum ich das Fliegen hasse: Man soll 2 Stunden vor Start am Flughafen für den Check-In sein, wartet und wartet anschließend, um mit zu vielen Menschen auf viel zu engem Raum in der 737 zu sitzen. Dann der Flug selber, die Zeit verging einfach nicht, auch mein Trick mit Schlafen half nicht viel. Wir sind zu spät gestartet, aber dennoch pünktlich gelandet. Ich denke, die Fluggesellschaften kalkulieren mit einigem Zeitpuffer (netto eventuell 1,5 Stunden?). Geflogen sind wir mit Niki in einem Flugzeug von Air Berlin durchgeführt von TUIFly. Wohl dem derzeitigen Chaos mit Insolvenz von Air Berlin geschuldet.

Trotz meiner Skepsis, das Schöne an einer Pauschalreise ist: Alles ist organisiert. Wir wurden von Alltours am Flughafen von Palma erwartet, der Transferbus stand bereit und nachdem alle 7(!!! mehr nicht) Gäste eingetrudelt waren, ging es mit einem kleinen Bus los quer über die Insel. Die Fahrt war bereits nach einer Stunde vorbei, weil unser Hotel als erstes angesteuert wurde und gleich 6 der 7 Gäste abgesetzt wurden. Im Hotel: Willkommen mit einem Glas Sekt und einchecken, alles vorbereitet. Zudem ist das WLAN kostenlos, auf die Frage ob 4 Vouchers reichen würden, meinte ich: Yupp, gerade so wink. Das Zimmer ist sehr schön, alles neu modernisiert und sieht gut aus. Zwar nicht riesig mit 21qm, aber das war vorher klar. Für die eine Woche wird es ohne Probleme gehen. Wir haben Meerblick, d.h. von unserem Balkon schauen wir direkt auf die Strandpromenade und den schönen Sandstrand (recht breit, ganz anderer Sand als in Dänemark).

Das Abendessen war super (und nicht nur wegen unserer Hungermägen), es gab ein Gala-Buffet mit Essen bis zum Abwinken. Cala Millor ist recht touristisch (und zu groß, in der Hauptsaison mache ich hier sicherlich keinen Urlaub), aber im November scheint auf Mallorca mehr als Nebensaison zu sein. Es sind maximal 20% aller Shops und Hotels geöffnet. Wir haben gerade mal einen offenen Supermarkt gefunden (Dosenbier von San Miguel). Wunderbar ist: Wir haben nicht weit vom Hotel eine spanische Bar gefunden, in der scheinbar nur Einheimische einkehren. Ich mag das, man kann somit das eigene, immense smile Spanisch aufbessern: Grazias, hola, dos grande cerveza, playa usw,
Ralf