Preis der Freiheit



Preis der Freiheit,

der Spruch geht mir seit Tagen durch den Kopf. Der Krieg gegen die Ukraine und die Sanktionen vieler Staaten werden von uns allen bezahlt werden müssen. Man merkt es derzeitig an den Tankstellen, der Liter Diesel kostet über 1,90€. Zum Glück konnte ich letzten Sonntag den VW-Elch noch für 1,659€ voll tanken. Aber das ist nur der erste, direkte Schritt, als nächstes werden Strom, Gas und Öl nochmals spürbar teurer. Letztendlich werden wir es überall merken, denn die Firmen stöhnen auch unter den sehr hohen Preisen und werden die weitergeben (wollen). Ich finde das aber einen angemessenen Preis für unsere Freiheit. Ja, das verursacht Schmerzen, es tut weh. Aber die Alternative ist auf Dauer noch schmerzhafter. Die Politik muss allerdings auch gegensteuern, die hohen Abgaben müssen reduziert werden. Polen hat es vorgemacht und die Märchensteuer beim Sprit von 23 auf 8 Prozent gesenkt. Noch einmal zu dem Dieselpreis: Es ist gerade mal 15 Monate her, da hat der Liter keinen 1€ gekostet. Was für Zeiten, die werden wir niemals wieder sehen.

Das Upgrade des Raspberry Pi 4b auf Bullseye war ein voller und speziell relativ einfacher Erfolg. Das Upgrade ging schnell und anschließend hatte ich nur 2 kleine Probleme, die ich mit Google sehr schnell lösen konnte. Die 3 anderen Pi's werde ich auch noch upgraden, dann habe ich für einige Monate Ruhe. Kellersport hat es erneut gegeben. Obwohl ich alle(!) Wecker ausgestellt habe, bin ich erneut früh um 6:30 Uhr aus dem Bett gefallen. Ich habe die Tageszeitung gelesen und war gegen 7:45 Uhr im Keller. Ich habe mich auf dem E60 gequält, heute ging es aber erstaunlich gut. Ich hatte Kraft ohne Ende, keine Schmerzen und konnte über drei Stunden volle Kanne treten. Das hat mich echt verwundert, weil das gestrige Training ein Krampf und keine 12 Stunden her war. Zunächst bin ich eine Radtour querfeldein in Spanien gefahren, in der Nähe von Saragossa. Anschließend noch eine Strecke ab Caen, hat auch Spaß gemacht. In Summe waren es ~117km in 3:21h, zudem einiges an Höhenmetern. Den Abschluss bildet leider die 1. Bundesliga: Meine Gladbacher haben in Stuttgart bereits mit 2:0 geführt, um nach 90 Minuten mit 2:3 als Verlierer den Platz zu verlassen. Man hätte heute einen großen Schritt in ruhigere Tabellengefilde machen können. Stattdessen ist man in der Verlosung unten voll drin.

Morgen wiederhole ich den Samstag: Viel Sport, zwei Filme und ansonsten nur Ruhe Ruhe Ruhe,
Ralf

Langsame Rolle



Langsame Rolle,

ich komme langsam ins Rollen: Nur ca. eine Stunde Sofaschlaf und ich habe sogar 2 Punkte auf meiner ToDo-Liste erledigt. Direkt am frühen Morgen bin ich zu meinem Hausarzt gegangen und habe mein jährliches Rezept abgeholt (nichts dramatisches, nur um eine Sache unter Kontrolle zu behalten). Direkt danach bin ich zu der Apotheke, um natürlich mein Medikament zu erhalten, vor allem aber auch das digitale Zertifikat der dritten Impfung (Booster). Die Apothekerin hat es nicht geschafft, angeblich weil das Portal nicht funktioniert hat. Blödsinn, kein Bock und keine Ahnung. Nur meine Meinung... Auf jeden Fall habe ich das Zertifikat nicht und kann zu einer anderen Apotheke dackeln. Ich kapiere sowieso nicht, warum man anders als in 2021 das digitale Zertifikat nicht direkt nach der Impfung erhalten hat. Das ist doch nur eine (meine Zeit raubende!!!) Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und erhöht die Korrektheit der Zertifikate garantiert nicht. Typisch Deutsch, so ein kompletter Schwachsinn. Außerdem habe ich das letzte Kaminholz aus der Gartenhütte geholt, jetzt sind wir wirklich blank.

Ansonsten ist nichts passiert: Zwei weitere Filme auf Sky und im Sportkeller habe ich parallel zum eigenen Sport das SCP-Spiel in Kiel verfolgt. Es war ein wildes Spiel mit vielen glücklichen Toren. Der 3:4-Sieg vom SCP war am Ende etwas glücklich. Nachdem man bereits 4:1(!) geführt hatte, dachte ich, dieser Drops wäre gelutscht. Aber Holstein kam wieder ran und die letzten Minuten waren aufregend. Ich schätze, die gesamte Nachbarschaft konnte meine lauten JAAAAA und NEIIIIIIIIIIN verfolgen wink. Ich habe auf dem E60 gesessen und bin durch Andorra und Nordspanien gefahren, sehr schöne Radregion. Das hat extremen Spaß gemacht. Anschließend noch eine kurze Tour in Österreich, in Summe waren es 76km in ~2:11h. Morgen wird es eine ähnliche Wiederholung von heute geben. Mich beschäftigt Putin bzw. was ihn treibt. Angeblich hängt er dem Eurasismus an und sieht sich als Gegenpol zu den Altantikern. Wenn man sich dazu die Artikel Eurasismus und vor allem Dugin durchliest, wird einem schon Bange. Das ist eine merkwürdige Ideologie und wirkt aus der Zeit gefallen. Gefährlich wird es, wenn eine solche Ideologie bei einem Präsidenten mit 6000 Atomwaffen verfängt. Mittlerweile kann man nur hoffen, dass die eigene Bevölkerung ihn aus dem Amt jagen könnte. Vor der Ukraine habe ich allergrößten Respekt und unendliches Mitleid mit der Bevölkerung.

Ich führe bei dem Raspberry Pi 4 gerade das Upgrade auf Bullseye durch, hoffentlich geht alles glatt,
Ralf

Russische Machete



Russische Machete,

im Grunde war es ein verschenkter erster freier Tag: Das erste Lauftraining? Zu kalt, keine Lust. Ab in die Schwimmoper? Ach nein, heute nicht. Sich um Personalausweis, digitales Impfzertifikat oder eine neue Brille kümmern? Muss nicht direkt am ersten Tag sein. Endlich die Materialien für das Rennrad bestellen? Zu aufwändig, ob heute oder am Wochenende macht den Kohl nicht fett. Somit habe ich direkt am Morgen einen ersten Film auf Sky gesehen und danach auf dem Sofa geschlafen. Nach dem Mittagessen gab es den zweiten Film und 3(!!!) Stunden Sofaschlaf. Ich denke, in den ersten Tagen ist es vor allem wichtig, sich auszuruhen und die Batterien aufzuladen. Die 3 Stunden mögen auch der russischen Machete geschuldet sein (nein, ich plane nicht in den Ukraine-Krieg einzugreifen wink): Den Wodka habe ich beim zweiten Film probiert. Obwohl ich normalerweise kein Freund von purem Wodka bin, hat der extrem gut geschmeckt!

Falls jemand aus Blomberg den Blog verfolgt (das falls kann man streichen, denn ich weiß dank Matomo wer die Seiten besucht): Habt Ihr richtig gut eingekauft! Am Abend habe ich mal wieder mit mir gekämpft: Ab in den Folterkeller oder nicht? Na gut, wie so oft habe ich den Hintern hoch bekommen und habe mich auf das S17 bequemt. Ich bin wieder durch die Niederlande gefahren, eine wunderbare Strecke durch Frankreich und zum Abschluss die noch fehlenden Kilometer in Mannheim. In Summe waren es 71km in 2:11h. Ach ja, ganz faul war ich doch nicht: Bei der Sturmserie vor ca. 14 Tagen hatte der große Sonnenschirm auf der Terrasse gelitten. Wir hatten schon die Befürchtung, dass unser Schirm einen finalen Schaden erlitten haben könnte. Aber ich konnte alles reparieren und der Schirm steht wieder wie eine deutsche Eiche shades. Morgen muss ich endlich die ersten Aufgaben auf meiner Bucket-Liste abarbeiten.

Urlaub ist schön,
Ralf

Schwänisch



Schwänisch,

vor geraumer Zeit habe ich Dänisch gelernt und bin irgendwann angefangen auch noch Schwedisch zu lernen. Seitdem bin ich oft maximal verwirrt und kann bei skandinavischen Brocken nicht mehr erkennen, welche Sprache es ist. Wie komme ich darauf?! Wie bekannt hatte ich heute meinen letzten Arbeitstag und eine sehr geschätzte Beraterin hat sich von mir in einer Mail mit einem dänischen Servus verabschiedet. Ich habe vor der Mail gesessen: Ist es dänisch oder schwedisch? Daher habe ich beschlossen eine neue Sprache einzuführen, das Beste aus beiden Welten: Schwänisch wink. Der Arbeitstag war merkwürdig, melancholisch sowie wehmütig. Wie habe ich in meinem letzten Gruß geschrieben: 4 Jahre sind kein Pappenstiel und man lässt auch etwas zurück. Ein letztes Mal Currywurst Rot/Weiß in der Kantine, ein letztes Mal der gute Kaffee (den man selber bezahlen muss), ein letztes Mal über den Campus und durch die Gebäude gehen. Auf der Rückfahrt habe ich eine Art von Tradition fortgesetzt: Vor 4 Jahren nach dem zweiten Vorstellungsgespräch habe ich ein paar Kilometer nach Blomberg angehalten und eine geraucht, das habe ich heute auch gemacht.

Ab jetzt bin ich ein Ex-Mitarbeiter, ich kann MDG, Business Partner und das Projekt aus meinem Gedächtnis löschen. Als Abschiedsgeschenk habe ich u.a. eine Flasche russischen Wodka erhalten. Wie passend steht auf der Verpackung: Russische Machete grin. Ich werde mir den Wodka morgen zu Gemüte führen, frei nach dem Motto: Ein Hoch auf die Ukraine, runter mit Russland shades. Wie geplant habe ich kurz nach 14 Uhr den finalen Feierabend eingeläutet und war Punkt 15 Uhr zu Hause. Wir haben die Flasche Bohemia-Sekt (15 Jahre alt! Habe ich damals bei der Prüfung einer Oetker-Tochter in Tschechien erhalten) aus dem Kühlschrank geholt und genossen, war sehr sehr lecker. Danach war ich sofareif, 2 Stunden Tiefschlaf. Es war ein harter Kampf mit mir selbst: Folterkeller oder nicht?!? Kurz vor 19 Uhr habe ich mich doch bequemt und bin auf dem E60 gefahren: Zunächst durch das Allgäu, anstrengend weil hügelig. Danach noch eine flachere Etappe durch die Niederlande. In Summe waren es 69km in 1:58h, der sportliche Einstieg in vier freie Wochen ist gelungen.

Vielleicht geht es morgen zum ersten Schwimmtraining,
Ralf

Letzte Stunden



Letzte Stunden,

die letzten Tage und Stunden in einer Firma sind eine merkwürdige Zeit: Man versucht ernsthaft noch alles abzuarbeiten und zu einem Ende zu bringen, was allerdings (meine Erfahrung in fast 30 Jahren...) von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. So auch in meinem Fall, ich habe noch ein paar Leichen im Keller wink. Diese werde ich morgen vor Ort in Blomberg beichten, das muss halt jemand anderes beenden. Wie sagte mal ein Ex-Chef zu mir: Es ist einfacher um Vergebung als um Erlaubnis zu bitten. Ich kann es nicht ändern, ich bin seit einigen Monaten absolut überlastet und habe die erste Priorität auf mein Projekt gelegt. Was mich allerdings überrascht und gefreut hat: Wie viele Kollegen sich bei mir gemeldet haben und teilweise vor allem wer. Alle waren sich einig: Man bedauert meinen Weggang und wünscht mir alles Gute. Schön, ich kann also nicht alles falsch gemacht haben smile. Der Plan für morgen: Ich werde ein letztes Mal beruflich mit dem VW-Elch in den Kreis Lippe fahren, gegen 7:30 Uhr meinen letzten Arbeitstag beginnen und mich gegen 14 Uhr verabschieden.

Der Sekt ist im Kühlschrank bereits kalt gestellt shades. Nach morgen werde ich den Kreis Lippe nur noch mit dem Rennrad befahren. Nach Osten zieht mich in diesen Zeiten nichts mehr. Damit bin ich bei der Ukraine: Der Widerstand ist weiterhin enorm, aber der Kreml pumpt immer mehr Soldaten und Material in das Land (ein Konvoi von 65km Länge!!). Auch werden immer härtere Waffen eingesetzt (Vakuumkanone). Anders als von Russland dargestellt werden Zivilisten nicht verschont. Russischer Blödsinn, Bilder sowie Berichte zeigen die Wahrheit. Dann noch der obskure Auftritt von Lawrow in Genf. Einer einzigen Aussage von ihm kann man zustimmen: Einen Atomkrieg kann keiner gewinnen. Zum Abschluss bin ich beim Kellersport: Schöne Tour in Frankreich, noch schönere Tour um den Lago del Salto östlich von Rom und zum Abschluss durch das leicht verschneite Kyoto. In Summe waren es leicht lockere 76km in 2:11h auf dem E60. Morgen Abend werde ich meine Tätigkeiten in den kommenden 4 Wochen planen, so lange habe ich nämlich frei.

Leider wird viel Zeit in die Beobachtung des Krieges fließen,
Ralf

Symbolische Akte



Symbolische Akte,

die Solidarität mit der Ukraine und das Ausmaß der Sanktionen sind wirklich enorm. Viel ist symbolisch zu sehen, aber dennoch: Das fängt an mit Demonstrationen wie in Köln mit 250.000(!) Menschen, geht weiter mit Applaus und Plakaten für einen ukrainischen Fußballspieler in Portugal (der sichtbar mit Tränen kämpft), Angebote für Flüchtlinge bis hin zum Sport. Endlich bewegen sich auch träge Tanker wie IOC oder FIFA, beide schließen Russland aus. Was denn auch sonst?!? Soll etwa Friede, Freude, Eierkuchen beim Sport herrschen, während im Krieg viele Menschen sterben? Der Widerstand in der Ukraine ist weiterhin groß, der Vormarsch der Russen ist leider nicht gestoppt, geht aber erheblich langsamer vonstatten als geplant. Dazu passt auch diese peinliche Lobhudelei: Voreiliger Jubelkommentar. Der Plan war wohl: Man marschiert mal eben ein und 3 Tage später ist die Ukraine locker unterworfen. Aber die Ukrainer kämpfen mit Herzblut für ihr Land, es ist halt nicht Russland. Auch wenn jemand das nicht akzeptieren will.

Übrigens habe ich den Urlaub auf Malle im März zu den Akten gelegt: Erstens finde ich es unpassend, auf der Insel Urlaub zu feiern, während gut 1.000km entfernt Menschen um ihr Leben kämpfen. Zweitens besteht das reale Risiko, dass der Krieg eskaliert und auch Europa in einen Strudel reißt. Ich möchte dann nicht auf einer spanischen Insel festhängen. Wusstet Ihr, dass die ukrainische Grenze von Berlin aus näher ist als Freiburg im Breisgau? Das verdeutlicht, wie nahe der Kriegsschauplatz ist. Ich habe meinen Hintern zum Glück in die Höhe bekommen und Sport im Folterkeller betrieben. Das Spinning Bike S17 kam zum Einsatz und zunächst habe ich Intervalle trainiert: Kein Radvideo, sondern abwechselnd jeweils eine Minute mit geringer und hoher Intensität treten. War ziemlich anstrengend, sollte ich öfter machen. Danach ging es noch auf eine herrliche Radtour durch eine schöne Landschaft nördlich von New York. Den Abschluss bildete eine sehr kurze Tour in Spanien, mir fehlten noch rund 15 Minuten. Denn in Summe waren es 65km in 2:09h. Dazu noch 50 Züge mit der großen Hantel, die Schultern spannen wink.

Morgen steht der vorletzte Arbeitstag beim aktuellen Arbeitgeber an, ich werde wehmütig,
Ralf

Schlafmonster



Schlafmonster,

ich habe ein echt merkwürdiges Wochenende hinter mir: Direkt nach dem gestrigen Blog bin ich wie ein gefällter Baum auf das Sofa gesunken und direkt eingeschlafen. Keine Ahnung, was mit mir los ist. Vielleicht lag es an dem Bernsteinweizen, das bin ich nicht mehr gewohnt wink. Auf jeden Fall habe ich bis kurz vor 8!! Uhr auf dem Sofa geschlafen und war anschließend weiterhin wie erschlagen. Wenn ich wenigstens gesoffen hätte, dann wüsste ich warum... An Kellersport war auf jeden Fall nicht zu denken, ich habe es mir weiterhin auf dem Sofa gemütlich gemacht und Filme auf Sky gesehen. Am Nachmittag habe ich erneut etliche Stunden auf dem Sofa geschlafen, ich muss etwas ausbrüten. Anders kann ich mir das nicht erklären. Dabei war das Wetter herrlich und ich hätte durchaus mit dem Gedanken an eine Rennradtour spielen können. Es wäre zwar kalt gewesen, aber viel Sonne und kaum Wind. Auf jeden Fall ein Hinweis der Natur, dass ich langsam mit der Wartung und Pflege vom Rennrad in die Puschen kommen muss.

Immerhin habe ich es geschafft den VW-Elch zu tanken. Die Preise werden garantiert in den nächsten Tagen und Wochen nach oben schnellen. Da ich immer noch mit der Tankfüllung aus Swinemünde durch die Gegend fahre (was relativ ist, ich komme auf keine 100km(!) Fahrleistung seit November), war entsprechend wenig Diesel im Elchtank. Bei einem Literpreis von 1,659€ macht das Tanken aber wenig Spaß, ich kann mich nicht erinnern, einen meiner Diesel mal für 85€ aufgetankt zu haben... Morgen fangen meine Abschiedstage in der Firma an, am Mittwoch werde ich meine Sachen abgeben und gegen 14 Uhr ein Ex-Mitarbeiter sein. Noch ein komisches Gefühl, speziell in diesen kriegerischen Zeiten. Man weiß nicht, was die Zukunft bringt, wie geht es weiter, wie sind die Auswirkungen vom Krieg, weitet der sich gar aus und alles bricht zusammen? War es eine kluge Entscheidung mit der Kündigung und dem Wechsel? In der Ukraine toben anscheinend heftige Kämpfe und die Russen kommen nicht voran, wie geplant. Wie war der Spruch eines Ukrainers zu einem russischen Soldaten? Wir sind doch Brüder!

Dem ist nichts hinzuzufügen,
Ralf

Ukraine und dann?



Ukraine und dann?

Es ist für mich immer noch ein Schock und schwer zu erfassen: Der Angriff auf die Ukraine! Das Land scheint sich enorm zu wehren sowie tapfer zu verteidigen, Kiew z.B. ist weiterhin in ukrainischer Hand. Aus meiner Sicht können nur noch totale (auch wenn man als Deutscher das Wort eher nicht verwenden sollte) Sanktionen helfen, Russland muss vollständig und umfassend isoliert werden. Auch Waffenlieferungen in die Ukraine unterstütze ich. Es muss alles, wirklich alles, unternommen werden, um der Ukraine zu helfen. Swift darf nur der 1. Anfang sein. Putin versteht nur harte Antworten, alles andere bestärkt ihn nur. Wobei wir im Westen eh nur Weicheier aus seiner Sicht sind. Man kann von der Marktwirtschaft und Demokratie nach Art des Westens halten, was man will, aber meiner Meinung nach hat sich das Gesellschaftsmodell als das bisher erfolgreichste erwiesen. Was Putin in Russland macht, kann auf Dauer nicht erfolgreich sein und ist eher eine Sackgasse. Was einen persönlich betroffen macht: Wie geht es weiter, was folgt als nächstes, wie soll es für Putin nach der Ukraine weitergehen?

Kommen wir zum Kellersport: Trotzdem kein smarter Wecker mich aus dem Schlaf geholt hat, bin ich gegen 6:30 Uhr aus dem Bett gefallen. Eben das grüne Blättchen lesen, ein paar Kaffee trinken, und vor 8 Uhr war ich im Keller. Zunächst ging es durch die USA, Solidarnosc!!! wink Aber es waren schöne Radtouren durch das amerikanische Nirgendwo. Anschließend eine kurze Strecke in Frankreich, abgeschlossen wurde der Kellertag in Polen, erneut aus Solidarität. In Summe waren es 4 Radtouren mit 115km in 3:23h. Negativ: Ich habe mir mit der völligst nassen Radhose in der dritten Stunde mal wieder alles aufgescheuert, was an Gesäß, Beinen und Bauch möglich ist. Gladbach hat zu Hause leider nur 2:2 gegen Wolfsburg gespielt, man kommt einfach nicht von der Stelle und bleibt im Tabellenkeller. Eine Siegesserie wäre sooo notwendig! Übrigens bin ich mal wieder auf dem Sofa eingeschlafen, gegen 16 Uhr fielen die Augen zu und wurden erst nach(!) 20 Uhr wieder wach. Die 29 freien Tage ab Donnerstag werden wie gerufen kommen. Irgendwie bin ich am Ende.

Morgen geht es dennoch brav in den Keller, ein paar Stunden auf dem E60 müssen sein,
Ralf

Tapferes Ukraine



Tapferes Ukraine,

anscheinend gehen die Vorstöße der Russen nicht in der Geschwindigkeit vonstatten, wie Putin sich das vorgestellt hat. Auch wenn es wohl nur eine Frage der Zeit ist (Wochen? Oder Monate?), bis die hoffnungslos unterlegenen Ukrainer verloren haben werden. Auch wenn man solche Zahlen mit Vorsicht betrachten muss, sind die gemeldeten Verluste der Russen beeindruckend. Dazu passt auch, dass aus Moskau erste gemäßigte Töne kommen. Beeindruckend finde ich auch die Vielzahl von Protesten in Russland selbst, dazu gehört ein enormer Mut angesichts der Repressalien russischer Polizei. Ich denke, die russische Bevölkerung steht nicht hinter dem Krieg. Richtig finde ich es, Putin sowie Lawrow mit persönlichen Sanktionen von Seiten der EU zu belegen. Diese Kriegstreiber und Verarscher der Welt müssen persönliche Konsequenzen spüren. Irgendwo habe ich gelesen, dass Putin ein Vermögen von ca. 200 Milliarden Dollar haben soll. Wenn das nur annähernd wahr ist, wird nicht nur die Welt verkohlt, sondern ebenso die russische Bevölkerung. Letztendlich gibt es für mich nur einen Schluss: Nicht die Regierung der Ukraine muss weg, sondern die von Russland. Wenn ich Joe Biden wäre, würde ich alle Optionen prüfen...

Übrigens unterstützt China wohl die russische Invasion. Für mich kann es nur einen Schluss geben: Raus aus China, nicht mehr die verlängerte Werkbank der Welt. Kommen wir zu meinem Sport: Nach einem für einen Freitag typischen zeitigen Feierabend ging es erst auf das Sofa und anschließend in den Folterkeller. Parallel zu dem SCP-Spiel habe ich auf dem E60 gesessen und bin eine herrliche Tour in Kielce gefahren. Die Stadt ist nicht weit von der Ukraine entfernt und das schnürt einem schon hart den Hals zu. Nach Polen ging es auf eine kürzere Tour südlich von Nürnberg. In Summe waren es 80km in 2:21h, ordentlich für einen Freitag. Wie geschrieben habe ich nebenbei das Heimspiel vom SCP gegen Aue gesehen. Ich hatte einen klaren Heimsieg erwartet!!! Was passiert?!? Das Schlusslicht der Liga führt den SCP in der eigenen Arena vor und liegt bis zur 89.(!) Minute mit 3:1 vorne. Irgendwie hat Paderborn in wenigen Minuten noch den Ausgleich geschafft. Aber als Fan wird es langsam zu hart: Meine Lieblingskicker spielen ganz gut, aber die Erfolge und Punkte fehlen. Wenn man nicht aufpasst, rutscht man noch in den Tabellenkeller ab.

Das erste Wochenende im Zeichen des Kriegs hat begonnen cry,
Ralf

Schockstarre



Schockstarre,

es war absolut damit zu rechnen und mir war seit Montag klar, dass Putin die Ukraine angreifen würde. Aber als es heute morgen tatsächlich zum Angriff kam, war ich dennoch schockiert... Ich habe es allerdings erst realisiert, als ich die Abstürze an der Börse gesehen habe. Dabei sagte die Frau des Hauses um 7:30 Uhr noch zu mir: Willst du nicht lieber auch noch tanken? Ich hatte sie im dem Moment nicht verstanden, weil ich von nichts wusste. Was mich dennoch überrascht hat: Ein Angriff, eine Invasion des ganzen Landes, nicht nur der abtrünnigen 2 Republiken. Wieso, warum, was treibt Putin um? Für irre halte ich ihn nicht, das ist Kalkül, aber welcher Natur? Ich hätte nur mit einem Angriff im Osten gerechnet, um die pro-russischen Rebellen zu unterstützen. Putin will anscheinend die gesamte Ukraine einverleiben. Warum war es mir klar? Putin hat die Spirale jeden Tag ein Stück weiter gedreht: Montag Anerkennung der beiden Republiken in dem damaligen besetzten Umfang, Dienstag die gesamten Republiken, Mittwoch Hasstiraden gegen die Ukraine und auch den Westen, krude juristische und historische Begründungen, Donnerstag Vollzug.

Mit sind im Nachhinein zwei Dinge klar geworden: Joe Biden wusste letzte Woche tatsächlich den geplanten Angriffstag. Da man einem Ami nicht Recht geben darf, war die Planung über den Haufen geworfen und man musste umdisponieren. Am Montag die obskure Sitzung des russischen Sicherheitsrates(!) im TV(!). Warum war der Geheimdienstchef derartig nervös? Weil er die gesamte Wahrheit bereits wusste, er wusste, welche Stufen in den kommenden Tagen folgen. Der heutige Tag markiert eine Zeitenwende, die Zukunft wird anders sein als alles noch bis gestern. Was/wer folgt als nächstes, wen will Putin nach der Ukraine angreifen? Immer weiter nach Westen, die baltischen Staaten zurück in den russischen Schoss?!? Die Welt kann, soll und muss darauf mit drastischen Sanktionen antworten, wie es die noch nie gegeben hat. Russland muss komplett auf allen Gebieten isoliert werden. Es fällt schwer jetzt vom Kellersport zu schreiben. Aber ich bin brav kurz nach 18 Uhr nach unten gegangen und bin auf dem S17 in Italien sowie den USA gefahren. Zunächst über 50km in Richtung Comer See, danach eine Insel in der Bucht von San Francisco. In Summe waren es 78km in 2:10h. Dazu noch 50 Züge mit der großen Hantel.

In diesen Zeiten muss man schließlich fit sein cry,
Ralf