AUS



AUS,

auch mit 60 lernt man im Leben bei den Abkürzungen immer wieder dazu. Bei uns in der Straße werden die Versorgungsleitungen erneuert, wobei sich heute herausgestellt hat: Auf unserer Seite nur Strom, auf der anderen Seite nur Gas. Auf jeden Fall sollten wir um 13 Uhr an die neue Leitung angeschlossen werden. Kurz vorher klingelt der Chef des Bautrupps und erklärt: Geht nicht wegen AUS. Watt? Arbeit unter Strom ist bei Regen nicht erlaubt. Das hat mir sofort eingeleuchtet. Ich habe mit dem netten Riesen (2m groß) bestimmt noch 10 Minuten gequatscht, über Gott und die Welt, die Lage der Nation und im Engernweg wink. Wir waren uns bei vielen Dingen einig mit ähnlichen Ansichten. Es wird alles immer bekloppter sowie irrer. Jetzt soll das Umklemmen Montagmorgen erfolgen. Es soll übrigens regnen. Egal, aus den Niederlanden hat es wegen des vermissten Pakets keine News geben. Letzte Nacht noch hatte ich das Kontaktformular von DPD bemüht, die Antwort am frühen Morgen: Gemäß unserer Sendungsverfolgung können wir leider keinen aktuellen Status für Ihr Paket einsehen. Laut Google heißt das: DPD weiß selbst nicht, was mit dem Paket ist. Man soll sich direkt und schnell an den Versender wenden, nur der könne eine Reklamation bei DPD einleiten.

Habe ich sofort gemacht, noch kein Feedback. Wenn bis morgen Abend keine Antwort kommt, werde ich eine Erstattung verlangen. Bei Geld verstehe ich keinen Spaß! Ich war mal wieder alleine im Haus, die Frau turnte im Rheinland herum. Eigentlich hätte ich Heißhunger auf einen fetten Dönerteller gehabt, aber dazu hätte ich mit dem Scooter zur Bude fahren müssen. Wegen SUS (Scooter unter Strom shades) habe ich mir das bei dem Dauerregen gespart. Ich habe daher beim Heide-Grill über Lieferando bestellt, 2 dicke XXL-Cheeseburger und Pommes, hat für Mittag- wie auch für Abendessen gereicht. Ich bin selbst Kettenraucher und unempfindlich gegenüber allem, was mit der Qualmerei im Zusammenhang steht. Aber bei Asche auf der Essensverpackung hört bei mir abrupt der Spaß auf, das ist widerlich. Die Burger selber waren lecker wie immer. Wie so oft ohne weiblichen Ansporn fehlte mir nach Feierabend der Anreiz für Foltersport. Ich habe lieber ganz lange in Ruhe auf dem Sofa geschlafen. Ausblick: Der Regen wird zwar weniger, aber es ist gefühlt arschkalt. Es wird direkt nach Feierabend in den Keller gehen, um um 18:30 Uhr das letzte SCP-Heimspiel zu verfolgen. Ein hoher Sieg (Torverhältnis!) gegen den KSC ist Pflicht!

Riesige Vorfreude und Anspannung,
Ralf

Ruhigere Wellen



Ruhigere Wellen,

die Anwältin hat direkt am frühen Morgen reagiert und das Schreiben mit dem Amtsgericht geklärt, die Mahnung ist hinfällig und wir bekommen eine neue Rechnung. Besten Dank! Ich habe dennoch sooooo einen Hals auf deutsche Behörden, Denken scheint nicht verbreitet zu sein. Dann hatte ich etwas in Holland bestellt, eine Ladung Soplica, Vorbereitung auf Usedom wink. Allerdings ist eins der Pakete verschollen, seit 5 Tagen ist der Status "Unterwegs". Ich hatte deswegen den Shop angeschrieben und eine wenig hilfreiche Antwort (nett formuliert) bekommen. Mit erneutem Hals habe ich human geantwortet. Parallel habe ich DPD angeschrieben. Meine Vermutung ist, das Paket wurde beim Transport beschädigt und DPD klärt gerade intern den Vorfall. Wie versprochen war ich am HNR und habe sogar bis Feierabend durchgehalten. Die kleine Feier zu den Jubiläen war wirklich nett, einige Pläuschchen mit SAP-Kollegen halten und nebenbei wirklich leckere Brötchen essen. Ansonsten nerven mich einige Themen, immerhin liegt das Bergfest bereits hinter uns und das Wochenende steht vor der Tür.

Dank der Feiertage habe ich nach dem Wochenende nur noch 12 Arbeitstage bis zum Urlaub. Wir hatten einen privaten Termin, aber vorher konnte ich noch eine Trainingseinheit im Folterkeller abreißen. Nach langer Zeit gab es mal wieder ein Intervalltraining: Einrollen, kurze Sprints über 10 Sekunden, zwischendurch 2 Minuten lang den Puls mit geringerer Wattleistung herunterfahren. Apropos Puls, seit ich wieder draußen fahren kann, geht der Ruhepuls kontinuierlich nach unten, aktuell liege ich bei 46 Schlägen!! Zurück zum Keller, nach den Sprints bin ich noch ein Video in der norddeutschen Tiefebene zwischen Bremen und Hamburg gefahren. Eine sehr schöne, ländliche, flache Gegend! Am Ende waren es 52km in 1:40h, ich bin zufrieden. Morgen bleibe ich zuhause, abends geht es in den Folterkeller. Der nächste reale Radausritt steht in den Sternen, Samstag oder Sonntag? Im Büro habe ich leider noch erfahren, dass ein von mir überaus geschätzter Ex-Kollege viel zu früh verstorben ist. Ich habe sehr gerne mit ihm gearbeitet, wir waren auf einer Linie. Martin, frei nach dem Film, das Schicksal ist ein mieser Verräter frown.

Das zeigt nur eins mal wieder: Es gibt wichtigere Dinge im Leben als den Job,
Ralf

Zu viele Gruselthemen



Zu viele Gruselthemen,

mein IT-Berufsleben plätschert ohne Pause vor sich hin, ist aber alles andere als langweilig. Ich rotiere weiter in den verschiedenen Themen und Projekten, aktuell sind verstärkt Supportarbeiten in der derzeitigen Systemlandschaft dabei. Komisch, warum auf einmal? Nun ja, es macht auch Spaß, sich wieder intensiver mit SAP zu beschäftigen. Morgen bin ich am HNR, zwei Kollegen haben 25-jähriges Jubiläum, Brötchen fassen wink. Mal sehen, wie lange ich im Büro durchhalte. Denn es gibt mal wieder einen echten Aufreger, die deutschen Behörden verstehe ich einfach nicht. Monatelang hören wir nichts zu dem Erbfall, heute bekommt Sohn Nr. 2 eine Mahnung zu einer Zahlungsaufforderung in der Sache. Erstens verstehe ich nicht, warum er als Großneffe angeschrieben wird. Zweitens wurde eine alte Adresse verwendet, er wohnt dort seit 5(!) Jahren nicht mehr. Kein Wunder, dass eine Briefzustellung nicht möglich war. Woher haben die diese alte Anschrift?!? Drittens hat niemand die erste Zahlungsaufforderung erhalten. Ich habe direkt die Anwältin angeschrieben: Was tun?? Mal sehen, was morgen folgt. Dann habe ich mich endlich überwunden und bei dem Arzt angerufen, in 3 Wochen ist die Vorbesprechung. Ich habe jetzt schon Horror und das P-Wort in den Augen. 2026 wird als Horrorjahr in die Annalen eingehen.

Ich werde viel Spaß in Form von Schmerzen und heftige Behandlungen haben cry. Ich werde 1.000 Kreuze machen, wenn die Sache erledigt ist. Nach Feierabend habe ich mich um das Litening gekümmert. Ich habe die Kassette am Hinterrad komplett demontiert. Ich hatte gestern die 2 Spacer sogar richtig eingesetzt!! Es wurde alles erneut zusammengebaut. Anschließend wurden vordere und hintere Schaltung kalibriert. Das ist schon cool mit der App. Vor dem nächsten Regen war sogar eine 1. Probefahrt möglich. Gefühlt wird sauberer geschaltet, bei einem Ritzel klappt es aber nicht immer. Ich habe ein zweites Mal kalibriert. Erneut zur Probe fahren war nicht möglich, wir haben Dauerregen. Ich befürchte ich muss auch die Kurbelgarnitur irgendwann austauschen, richtig rund läuft es vorne nicht mehr. Ein Austausch ist relativ einfach, ich habe einige Videos studiert. Allerdings kostet das Teil rund 200€. Ich denke, dieses Thema werde ich in 2027 angehen und die aktuelle Garnitur bis zum Erbrechen fahren. Ich fahre eh meistens mit dem großen Blatt. Das Wetter wird in den nächsten Tagen so bleiben. Bedeutet: Nach 2 Ruhetagen muss ich morgen zwingend in den Folterkeller gehen. Einen weiteren Ruhetag darf es nicht geben.

Champions League ist spannend, ich setze auf Arsenal,
Ralf

Kassettengott



Kassettengott,

es war mal wieder ein Tag für die unendlichen Weiten des Vergessens. Vielleicht sollte ich ein Drehbuch für eine andere Art von Star Trek schreiben wink. Der Tag im Home-Office war nur durchwachsen, irgendwie ist im Moment mein Spaßfaktor nicht besonders hoch. Immerhin kehrt morgen früh die geschätzte Kollegin aus dem Urlaub zurück und ich bin im SAP-Umfeld nicht mehr alleine, kann mich voll und ganz auf dieses geliebte, große Projekt konzentrieren. Was freue ich mich shades. Immerhin konnte ich den Feierabend pünktlich einleiten. Zu dem Zeitpunkt war das Wetter noch ganz passabel, sprich relativ warm, durchaus sonnig und kein Regen zu sehen. Es war ein harter Kampf für mich, schnappst du dir das Litening und fährst einfach los? Ich meinte zur Frau: Togal, was ich mache, es ist falsch. Fahre ich, wird es regnen, fahre ich nicht, wird es nicht regnen. Ich habe mich für das nicht entschieden, hatte aber andererseits keine Sofaschwere. Trotz der kurzen Nacht wollte ich nicht schlafen. Also habe ich mich mit der gelieferten Kassette für das Litening beschäftigt. Da man das nicht oft macht, bislang nur einmal im Radleben, habe ich mich zunächst im Internet mit dem Austausch von Kassetten beschäftigt.

Das sah nicht schwer aus, alle notwendigen Werkzeuge (Kettenpeitsche und Kassettenabzieher) habe ich, also habe ich mich froh ans Werk gemacht. Der Radständer wurde im Wohnzimmer aufgebaut, die Frau hatte total begeisterte Blicke für mich smile: Muss das hier sein?? Ja, wo sonst. Natürlich habe ich leicht den Teppich mit Kettenöl verschmiert. Lag nur an ihrem Kommentar! Auf jeden Fall war der Austausch relativ schnell erledigt, obwohl mir natürlich erneut die 12 Ritzel auseinander gefallen sind. In welcher Reihenfolge steckt man die 12 Ritzel und 2 Spacer zusammen?!? Das kleine Puzzlespiel wurde gelöst, dachte ich zumindest. Leider habe ich keinen Drehmomentschlüssel für 1/2 Zoll, ich musste mit Gefühl anziehen. Nach dem Abendessen erfolgte die Probefahrt: Ich kann wieder mit voller Kraft treten, die Kette springt nicht mehr! Allerdings wird bei dem 7.-9. Ritzel unsauber und teilweise sogar gar nicht geschaltet. Ich habe zunächst in der Shimano-App versucht, die Schaltung zu rekalibrieren, leider nur mit geringem Erfolg. Da es mittlerweile angefangen hatte zu schütten, habe ich für heute aufgehört und im Internet den Kassettenaufbau studiert, ich habe auch ein Dokument von Shimano für Werkstättten gefunden: Die Spacer haben unterschiedliche Stärken. Ich befürchte, ich habe den dicken anstelle des dünnen und umgekehrt eingebaut. Das würde genau das Schaltverhalten erklären.

Also kann ich morgen alles wieder auseinandernehmen und zusammenbauen. Übt halt,
Ralf

Heftiger Dämpfer



Heftiger Dämpfer,

alles war angerichtet für eine große Party, der gemeine Fan shades namens RaBo lag hoffnungsvoll im SCP-Trikot auf dem Sofa vor dem TV und war heiß auf die Übertragung, bereit für viele Torschreie. Viele Tore gab es, aber auf der falschen Seite. Das war ein desaströser Auftritt des Teams, bereits nach 4 Minuten stand es 1:0 für Elversberg und es wurde noch weitaus schlimmer. Die ELV war in allen Belangen überlegen, der SCP war schwach, aus meiner Sicht wurde noch nicht einmal gekämpft. Das ist das Minimum, das ich erwarte. Zur Pause stand es 4:0, die Messe war gelesen. Der Anschlusstreffer kam zu spät, am Ende stand es 5:1. Das war es vorerst mit allen Aufstiegsträumen, zumindest hat man es nicht mehr in der eigenen Hand. Momentan ist Elversberg mit einem Punkt Vorsprung auf Platz 2, dahinter sind Hannover und Paderborn punktgleich, H86 besitzt das bessere Torverhältnis. Beide Mannschaften müssten noch schwächeln, der SCP die letzten beiden Spiele gewinnen. In der heutigen Verfassung fehlt mir dazu der Glaube. Ich bin schwer enttäuscht. Der Sieg von Elversberg war absolut verdient, auch in der Höhe. Der Club ist erstaunlich, was dort aus den (eigentlich nicht vorhandenen) Möglichkeiten gemacht wird, ist Wahnsinn.

Mittags gab es erneut Spargel. Ich warte darauf, dass die beiden Frauen im Haus meutern wink und das Zeug nicht mehr sehen können. Ich bekomme davon einfach nicht genug und war papp-satt. Leider hält der volle Magen nicht allzu lange an, Kartoffeln und Spargel haben einfach zu viel wenige Kalorien. Ansonsten: Ich bin bereits gegen 6 Uhr aus dem Bett gefallen. Ich war gestern zu früh im Bett. Sobald 5 Schlafstunden vollendet sind, wache ich auf. Der große Vorteil war aber: Ich habe bereits um 7:30 Uhr im Radsattel gesessen und war mit dem Litening in der Region unterwegs. Ich hatte mich für meine große Lieblingsstrecke entschieden: Über den Diebesweg und Sande nach Ostenland, weiter in Richtung Espeln und Neuenkirchen, zurück über Kaunitz, Hövelriege und Staumühle. An zwei meiner Lieblingsbänken wurde eine Pause eingelegt. Nach 90km in 3:22h bin ich auf die Terrasse gerollt. Die Leistung war quasi identisch zu gestern, ich bin zufrieden. Außerdem geht mein VO₂max-Wert nach oben, ich bin bereits wieder bei 38! In den nächsten 3 Tagen werde ich in den Keller ausweichen müssen. Das Wetter wird kühler und regnerisch. Ab Donnerstag könnte es wieder aufwärts gehen.

Leider geht auch ein langes Wochenende irgendwann vorbei,
Ralf

Auferstanden aus Ruinen



Auferstanden aus Ruinen,

war das ein Slogan in der DDR?!? Kann mich nur dunkel erinnern, schnell mal suchen: Ups, das war die Nationalhymne der DDR. Was man alles vergessen kann, blödes Älterwerden. Auf mich bezogen bedeutet der Aufmacher allerdings, dass ich brav und sehr lange mit meinem Litening unterwegs war. Gestern noch eine sportliche Ruine, heute die Auferstehung. Kurz nach 8 Uhr war ich unterwegs, es war angenehm und mit den 2 Trikots, eins lang, habe ich schnell geschwitzt. Es ging über Schloss Neuhaus nach Anreppen, weiter durch die Felder, einfach wunderbar. In Mettinghausen brüten die Störche wie jedes Jahr, auch schön. Kurz vor dem Ort lege ich traditionell die allererste Pause ein. In Lippstadt bin ich in Richtung Norden abgebogen, um nach Wiedenbrück zu fahren. Weiter nach Varensell, knapp an Verl vorbei, um nach Kaunitz zu treten. So langsam wurden meine Beine müde und schwer, aber ich hatte zu dem Zeitpunkt noch gut 30km vor mir. Ich bin über Hövelriege nach Staumühle gefahren, endlich wieder auf meiner geliebten Bank am Rande der Senne sitzen. Die restliche Fahrt erfolgte auf kürzestem Weg, um gegen 12:45 Uhr pünktlich am Mittagstisch zu sitzen.

Am Ende waren es 113km(!) in 4:12h, die Leistung war in Ordnung und die MSR300 kann kommen. Aber ich muss in den nächsten Wochen noch mehrere solcher langen Fahrten machen. Nur das gibt die gewisse Härte. Nach der harten Pizza, der Teigboden. wollte ich nur noch auf dem Sofa abliegen. Ich habe mir den Film "The dogs" angesehen. Gemäß Beschreibung hatte ich einen weiteren Horrorfilm auf Sky erwartet, aber es ist eher ein Familiendrama garniert mit psychischen Problemen. Durchaus sehenswert. Ich habe mir noch ein bisschen Bundesliga gegeben und geschlafen. Ausblick: Es ist unklar, was das Wetter morgen früh bieten wird. Es bleibt noch warm, aber gibt es Regen?!? Vielleicht ist eine weitere Ausfahrt möglich, aber wenn, werde ich mich mit 70-80km begnügen. Mittags gibt es wieder Spargel, anschließend folgt DAS Highlight des Wochenende: SCP-Auswärtsspiel in Elversberg! Was ich erwarte, ist wohl ganz klar: Auswärtssieg, 3 Punkte für den Aufstieg! Der Trainer hat 3 Siege in den letzten 3 Spielen versprochen, ich werde ihn beim Wort nehmen! Wie immer in den letzten Wochen ist es mir völlig egal, wie der Sieg zustande kommt, wichtig ist nur der Sieg an sich! Ich werde im SCP-Trikot auf dem Sofa alles geben!!

Komische Sache, wir haben Mai mit vielen Feiertragen und nächste Woche ist eine volle 5-Tagewoche,
Ralf

Versemmelter Tag der Arbeit



Versemmelter Tag der Arbeit,

ich habe den Feiertag, somit den Start ins lange Wochenende völlig verschenkt. Morgens war es mir zu kühl für eine Radtour, auf den Folterkeller habe ich keine Lust mehr und der Plan war eigentlich, in der prallen Mittagssonne mit dem Litening zu fahren. Dazu ist es aber nicht gekommen. Stattdessen habe ich zunächst den Film "The Negotiator" angesehen. Es geht um einen Vermittler zwischen Whistleblowern und Firmen. Der Film ist wirklich gut, ansehen! Der ist auch durchaus prominent besetzt. Allerdings habe ich nicht verstanden, warum die Klientin auf einmal die Seiten gewechselt hat und natürlich kann ich mich wie so oft nicht an das Ende erinnern. Dabei habe ich bewusst die letzten Minuten gesehen, um das nicht mehr schreiben zu müssen. Werde ich halt morgen Nachmittag die letzten 10 Minuten erneut anschauen, vielleicht verstehe ich dann auch den Seitenwechsel. Anschließend war viel Sofaschlaf angesagt, denn ich war alleine. Der Rest der Bagage hat einen Ausflug ins Freilichtmuseum nach Detmold unternommen und ist erst spät zurückgekehrt. Gegen 13:30 Uhr habe ich eine Nachricht erhalten: Grill starten!

Habe ich natürlich gemacht und ab 14 Uhr wurde intensiv gespachtelt. Ein überaus spätes Mittagessen, was auch ein Grund war keine Rennradtour zu unternehmen. Der andere Grund ist, dass nach dem Grillen intensiv weitergeschlafen wurde. Natürlich habe ich mal wieder zu viel von dem leckeren Fleisch gegessen. Fleischerei Müller mag relativ teuer sein, ist aber auch gut. Mein Bauch war überfüllt, nur deswegen musste ich schlafen wink. Nicht der Hauptgrund, aber ich habe auch nicht im Sattel gesessen, weil beide Oberschenkel schmerzen. Muskelkater ist das nicht, den bekomme ich seit vielen Jahren nicht mehr. Es scheint mehr eine Überlastung und die Gewöhnung an das Freiluftradfahren zu sein. Ist das nicht ein tolles Wort? shades Die deutsche Sprache ist enorm flexibel. Ausblick: Morgen früh um 8 Uhr sollen es bereits ~15 Grad sein, ich werde keine Ausrede haben nicht zu fahren. Es soll eine lange Radtour werden, mir schwebt die erste 100km-Strecke in 2026 vor. Vielleicht geht es in Richtung Lippstadt durch die Felder, die Störche kontrollieren. Die neue Kassette für das Litening ist bestellt. 59€, finde ich erstaunlich günstig. Der Listenpreis ist 115€, ich hatte eher mit ca. 70-80€ gerechnet. Am Nachmittag werde ich auf dem Sofa die müden Beine pflegen und einen weiteren Film auf Sky sehen.

In exakt vier Wochen trete ich die MSR300 und habe die ersten 30km hinter mir,
Ralf

Jungfernfahrten



Jungfernfahrten,

die es in mehrfacher Hinsicht gegeben hat. Zunächst, die Premiere in 2026 hat endlich stattgefunden! Ich habe eine erste Ausfahrt mit dem Litening gemacht. Aufgrund des langes Wochenendes habe ich pünktlich gegen 16 Uhr den Feierabend eingeleitet und mich einfach zügig umgezogen. Die gefühlte Kühle, der strenge Ostwind auf der Terrasse waren mir egal, ich wollte endlich fahren! Über den Dören ging es durch die Felder bis nach Marienloh, um über den Diebesweg in Richtung Sennelager zu fahren. Leider ist ja die geliebte Senne gesperrt. Danach war es die zweitlängste Lieblingsstrecke: Ostenland, Kaunitz, Stukenbrock-Senne, Hövelhof und über Sennelager zurück nach Hause. Bis Kaunitz war es sehr schön, denn ich hatte den Wind im Rücken. Danach wurde es anstrengender, aber ich habe die 76km in ~2:50h gut gemeistert. Allerdings glühen aktuell die Oberschenkel und die Knie schmerzen!! Denn wie immer muss ich feststellen, dass es einen Unterschied zwischen dem Rollentrainer und dem echten Leben gibt. Aber es hat viel Spaß gemacht und ich hoffe auf eine Wiederholung morgen früh.

Zudem war es der erste reale Ausritt mit dem Edge 1050, da ich bis jetzt den Radcomputer nur im Folterkeller benutzt hatte. Es lief alles reibungslos, die Daten wurden sauber aufgezeichnet und brav konnte ich unterwegs die Datenseiten auf/ab mit den DI2-Tasten schalten. Auch wurden die DI2-Schaltdaten korrekt ermittelt. Der nächste Ersteinsatz war der der Varia RearVue 820. Das ist schon eine klare Verbesserung zur Varia 515: Die ankommenden Fahrzeuge werden gemäß der Größe angezeigt (PKW vs. LKW vs. Motorrad) und dies auch in mehreren Spuren. Gefühlt ist alles auch präziser und schneller als mit der 515. Außerdem werden Fahrzeuge früher erkannt, was mich mitunter irritiert hat: Ich will abbiegen, die 820 zeigt mir was an, aber das ist noch weit entfernt. Wenn man eine Varia 515, braucht man dann eine 820? Klare Antwort, nein, die neuen Features begründen nicht den Aufpreis. Aber wo viel Licht, ist auch Schatten: Durch den späten Kettenwechsel hat die Kassette am Litening einen Schaden abbekommen. Ich will starten, trete kräftig in die Pedalen und die Kette springt munter hin und her. Ich war gerade 3km entfernt, will nach einer Kreuzung kräftig beschleunigen und zack war die Kette ab cry. Danach habe ich piano beschleunigt, habe vorsichtiger getreten. Morgen werde ich fahren können, aber ich muss eine neue Kassette bestellen. Die MSR300 würde mit der alten unmöglich sein.

Ich bin happy, daneben verblasst selbst das nervige Home-Office wink,
Ralf

Ehrenmedaille



Ehrenmedaille,

eigentlich war es genauso wie gestern und ich könnte den Beitrag wiederholen. Nach Feierabend auf der Terrasse im Schatten fand ich es erneut eindeutig zu kühl und wie erwartet war es zudem windig aus östlicher Richtung. Außerdem war ich wie erschlagen vom Arbeitstag, es sind anstrengende Zeiten mit vielen Meetings, aufzubereitende Daten, Tagesbetrieb und Monatsabschluss, Support, Anfragen usw. In dem geliebten großen Projekt hat ein Berater eine Anforderung argumentativ wegdiskutiert. Ich habe ihm anschließend die "Green medal of honour" verliehen wink. Grün, weil trotz aller Widrigkeiten der Projektstatus auf dieser Farbe steht. Noch ca. 1.000 Medaillen und der Status ist wirklich Grün shades. Auf jeden Fall wollte ich nach Feierabend nur noch schlafen und noch nicht im Radsattel sitzen, wurde erfolgreich umgesetzt. Abends gab es die Reste vom griechischen Mittagessen. So nennen wir das, wenn es Zaziki, Krautsalat, Weinblätter, Schafkäse, Thunfisch und Fladenbrot gibt. Ist nicht wirklich griechisch, aber vor allem an heißen Tagen sehr erfrischend und lecker. Nennen wir es Vorbereitung auf den Sommer.

Somit war ich brav kurz nach 18 Uhr im Folterkeller und bin zunächst mal wieder auf Flevoland gefahren. Mir gefällt der junge Polder, die Region macht Spaß. Anschließend bin ich am Golf von Biskaya entlang gefahren, genauer südwestlich von Bordeaux. Eine sehr sehr schöne Region mit viel Wald, super geeignet für Radtouren auf Radwegen und abseits von Straßen. Außerdem ist gar nichts los. Danach hat es mich wieder nach Belgien verschlagen, ich komme von dem Land nicht los smile. Ein Rundkurs westlich von Mechelen. Allerdings war die Sporteinheit gefühlt sehr anstrengend, obwohl ich stur nur mit 158 Watt getreten habe. Die Beine sind müde. Nach den 55km in 1:44h war ich froh, als das Tageswerk erledigt war. Ausblick: Morgen soll es leicht wärmer werden, ab Freitag aber deutlich mit 23 Grad. Vielleicht geht es morgen wiederum in den Keller, vielleicht halt nicht. Am Freitag werde ich definitiv eine Radtour mit dem Litening fahren. Es geht endlich nach draußen und hoffentlich lecke ich Radblut, will nur noch in der realen Welt fahren. Am allerbesten ist allerdings: In wenigen Stunden ist das lange Wochenende erreicht.

Den Tag der Arbeit finde ich prima,
Ralf

Warten auf Ausritt



Warten auf Ausritt,

ich komme einfach nicht in die Radpuschen, was die erste Ausfahrt mit dem Litening angeht. Wir haben weiter herrliches Wetter mit viel Sonnenschein. Wenn man mittags auf der Terrasse in der Sonne sitzt, denkt man sich: Wow, super, was ist das warm! Heute fährst du endlich! Dann kommt der Feierabend, die Terrasse liegt mittlerweile im Schatten und bei der obligatorischen Gauloises nach Feierabend denkt man sich: Wow, was ist das kühl! Zudem hatten wir relativ frischen Ostwind und ich habe erneut auf eine Ausfahrt verzichtet. Was noch hinzukommt: Ich würde zu gerne durch die Senne fahren und die ist seit Wochen bis Mitte Juni(!) durch die Engländer gesperrt. Somit war ich nach dem traditionellen Sofaschlaf brav im Folterkeller und bin die gestrige Tour im nördlichen Holland zu Ende gefahren. Was ist die Winsumer Wierdentocht herrlich, das macht irrsinnig viel Spaß. Aber um selbst mitzufahren, ist mir Groningen zu weit entfernt. Es wären mit dem VW-Elch 300km in gut 3 Stunden, zu weit. Anschließend habe ich mich dem Linksverkehr hingegeben, einfach nur schrecklich.

Es war ein Video ab Lutton in England. Die Leistung war konstant auf 161 Watt eingestellt, die ich gut sowie relativ locker treten konnte. Nach 55km in 1:43h war ich trotzdem ausgepowert zurück im Wohnzimmer. Was mich ein wenig wundert: Vom Garmin Coach kommen keine Trainingspläne mehr. Bin ich zu austrainiert? shades Morgen wird es wohl eine Wiederholung geben, viel Sonne, windig und noch zu kühl. Ich werde abends wieder im Keller treten und auf Donnerstag hoffen. Der Tag im Home-Office war durchwachsen und geprägt von dem geliebten großen Projekt. Irgendwann wird es mächtig knallen. Ich habe einen terminlichen Vorschlag für den Urknall: Bitte nehmt den 29. Mai!!! Das ist mein erster Urlaubstag wink und ich bin im Elch auf dem Weg nach Neubrandenburg, um ab 20 Uhr an der MSR300 teilzunehmen. Ich werde an dem Tag andere Dinge im Kopf haben. Im Moment schaue ich das 1. Halbfinale in der Champions League zwischen Paris und den Bayern, ein munterer Schlagabtausch mit bereits 5(!) Toren zur Halbzeit. Die Münchner liegen 3:2 zurück, aber das wird noch. Es ist schon Wahnsinn, auf welchem Niveau diese 2 Topmannschaften spielen. Ich war zu optimistisch, PSG führt mittlerweile mit 5:2... Die Tendenz geht Richtung Albtraum...

Bald ist Mai, die vielen Feiertage locken und zum Glück ist es eine kurze Woche,
Ralf