Ohne Betäubung,
früh am Morgen stand die Behandlung eines weiteren Zahnes an mit der üblichen Frage: Mit oder ohne Betäubung? Ich zur Assistentin: Das hängt davon ab, wie viel gebohrt wird und wie sehr er mir auf die Nerven geht

. Wir haben es dann erfolgreich und todesmutig ohne versucht, ich hatte keine Schmerzen. Danach meinte der Arzt zu mir, jetzt schnacken wir. Es ging um den künftigen Behandlungsablauf, die Prognosen und Aussichten sind eher düster. O-Ton: Wir haben ein Problem. Hintergrund ist meine starke Qualmerei. Er: Die Zahl stimmt? Ja. Am besten für die weitere Behandlung wäre es aufzuhören. Ich: Striktes nein. Ich habe jetzt weitere Termine bei Chirurgen, um deren Meinung einzuholen. Wie der Zahnersatz aussieht, ist mir eher egal. Mit 61 wird man kein Model auf den großen Showbühnen mehr

. Außerdem spielt mir meine Physiognomie in die Karten. Ich will einfach nur richtig kauen können. Warten wir es ab. Der Termin beim Steuerberater ist ausgefallen, langsam nervt das Thema mit dem Erbe. Ich will endlich einen dicken Schlussstrich. Da bereitet man sich vor und sammelt Zahlen, Daten, Fakten und dann dieser Anruf. Vom Netzbetreiber habe ich endlich eine Antwort zu dem Fehler bei der Portalregistrierung. Es klappt jetzt.
Ich habe anschließend nach der PIN für den Stromzähler gefragt und zwar gleich bei zwei Serviceabteilungen des Dienstleisters. Ich habe unverzüglich! Antworten bekommen und musste schmunzeln. Antwort Abteilung 1: Aus Datenschutzgründen dürfen wir die PIN nur per Post versenden. Abteilung 2: Hier ist die PIN. Schon interessant, dass selbst bei so einem kleinen Netzbetreiber die linke Hand nicht weiß, was die rechte macht. Aber danke, mit der PIN konnte ich den Stromzähler für weitere Daten freischalten. Ich bin mal wieder alleine und genieße es, im Hintergrund läuft kein TV, sondern meine Lieblingsmusik mit viel Eagles, ELO und Herbie. Was den Radsport angeht, hätte ich durch das fehlende Begleitfahrzeug natürlich ein Problem im Falle eines Ausfalls. Es ist aber alles gutgegangen auf der Radtour direkt nach Feierabend. Im Prinzip bin ich die gleiche Strecke wie gestern gefahren, nur gab es auf der Pause kurz hinter Kaunitz eine Regenwarnung. Ab 19:25 Uhr könnte es Tropfen geben. Hmm, bis dahin bin ich nicht wieder auf der Terrasse, was tun? Ich habe die Strecke besser leicht abgekürzt, indem ich nicht über Stukenbrock-Senne gefahren bin. In Sennelager dachte ich mir, mal checken, was die Sperrung in der Engländersiedlung angeht. Ist weiterhin gesperrt, aber der neue Asphalt liegt bereits und ein Motorrad fuhr darüber. Was der kann, kann ich auch und ich bin auch durch die Baustelle gefahren. Kein Problem trotz der aufgebrachten Mischung aus Sand und feinem Split. Ach ja, es waren 74km in 2:49h.
Noch exakt 500km bis zum Ziel,
Ralf