WM-Desaster


WM-Desaster,

eigentlich war es ein Ausscheiden mit Ansage, Leistung und Ergebnisse wurden von Spiel zu Spiel immer schlechter. Man hat sich blenden lassen vom hohen Auftaktsieg, wobei man sich im Nachhinein schon fragen kann, wie ein Fußballzwerg wie Curaçao überhaupt nur ein einziges Tor schießen konnte. Das Spiel gegen die Elfenbeinküste war schon mehr Gerumpel, ein Sieg des Willens, eher glücklich, nicht überzeugend. Das Spiel gegen Ecuador war ein Offenbarungseid, die Leistung gegen Paraguay grottenschlecht. Diese Mannschaft war hilflos, mutlos, hatte keine Ideen, es war zu keiner Sekunde überzeugend oder druckvoll. Die Mannschaft und vor allem Nagelsmann haben sich immer etwas vorgemacht, waren zu keiner Zeit bereit zur Selbstreflexion, bereit Fehler oder Optimierungen zu erkennen. Der Trainer ist aus meiner Sicht nicht haltbar, er ist m.E. eine Fehlbesetzung. Das gilt auch für große Teile der Mannschaft, ein Aufräumen hat nach 2018 und 2022 gefehlt. Die Nominierung von Neuer mit Aura zu begründen, ist lächerlich. Die Aura hat wunderbar Tore verhindert wink. Neuaufbau, Ideen, Visionen, eine Spielstrategie entwickeln! Erträglich ist das Aus nur, weil Holland ebenfalls raus ist smile.

Im Nachhinein ärgere ich mich massiv, das Spiel komplett und vor allem bis kurz vor 2 Uhr verfolgt zu haben. Die Nacht war nach 4 Stunden vorbei und entsprechend bin ich müde und kaputt. Vielen Dank für nichts! Das Highlight an Lächerlichkeit war allerdings die Nachricht von Merz an das D-Team. Hat er eine andere Sportart gesehen?!? Ist ein frühes Ausscheiden für ihn bereits das höchste Glücksgefühl? Der Tag im Home-Office war wie so oft in den letzten Tagen, Wochen und Monaten. Ich finde das geliebte IT-Projekt extremst ermüdend, nervend und belastend. Ich habe das Gefühl, man kämpft gegen Windmühlen und soll Unmögliches schaffen. Egal, die nächsten 2 Tage kann ich abschalten und habe buchstäblich anderes im Kopf, nämlich einen fähigen Kieferchirurgen shades. Morgen um 11:15 Uhr bin ich fällig, der untere Kiefer an der Reihe. Hoffentlich läuft alles so gut und glatt wie vor 2 Wochen. Nach Feierabend musste ich abwägen: Es könnte regnen. Oder auch nicht. Ich bin einfach losgefahren, die Strecke durch die Senne war herrlich. Endlich in 2026! Ich habe immer wieder die Wolkenfront in der Ferne beobachtet, zudem beide Wetter-Apps. Zwischen Riege und Espeln fielen leichte Tropfen, ich bin auf kürzestem Weg mit minimalen Pausen nach Hause gefahren. Nach kurzen 63km in 2:27h war ich rechtzeitig zu Hause, 2 Minuten später hat es stark geregnet.

Perfektes Timing ist alles,
Ralf


0 Kommentare